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Erster Weltkrieg: Einziger Japaner im Dienst der Royal Air Force

Anfang des 20. Jahrhunderts verließ ein junger Japaner sein Land, um anderswo ein neues Leben anzufangen. Seine Reise führte ihn bis nach Großbritannien, wo er der einzige japanische Staatsbürger im Dienste der Royal Air Force (RAF) wurde.

Im Dienste der britischen Luftwaffe wurde Harry Fusao O’Hara viele Male verletzt. Außerdem erhielt er die Tapferkeitsmedaille. Geboren wurde er in Yokohama, wohl um 1891. An der Waseda Universität entwickelte er linke Ideen und ging nach Indien, wo er als Reporter für japanische Zeitungen arbeitete.

Als der Erste Weltkrieg ausbrach, meldete er sich in der britischen Armee. Damals waren Japan und Großbritannien Verbündete. 1918 erhielt er kurz vor Kriegsende einen Schuss in den Kiefer, was das Ende seiner Militärlaufbahn markierte.

Eigentlich galt die Royal Air Force zur damaligen Zeit als rassistisch. Menschen mit außereuropäischem Erbe konnten keine Offiziere der britischen Armee werden. Doch die hohe Opferzahl im Krieg und der Mangel an Nachwuchssoldaten zwangen die Royal Air Force, auch andere ethnische Gruppen in ihren Reihen zu akzeptieren. Den Offiziersrang jedoch erreichten sie nie.

Nach Kriegsende blieb O’Hara in England und heiratete eine Britin. Trotz bleibender Kriegsverletzungen schaffte er es, seine Familie zu ernähren. Seine Tochter beschreibt ihn als freundlichen Mann. Er kehrte nie wieder nach Japan zurück. Trotzdem blieb er zeitlebens japanischer Staatsbürger. Sechs Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges starb O’Hara mit 59 Jahren an Krebs. Sein Bild hängt neben denen anderer Kriegshelden im RAF-Museum London.

Harry Fusao O'Hara, at the RAF Museum
Bild: Kyodo News

Quelle: Kyodo News

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