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Noch weiß niemand, was sich in seinem Inneren befindet

Forscher finden in Saga Japans bisher größten Steinsarg

In den Yoshinogari-Ruinen in der japanischen Präfektur Saga wurde ein Grab mit einem etwa 2,3 Meter langen Steinsarg aus der späten Yayoi-Periode (ca. 1000 v. Chr. – 250 n. Chr.) entdeckt. Nach offiziellen Angaben der Zentralregierung handelt sich um das größte Steinsarggrab, das bisher in den Ruinen gefunden wurde

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Die Yoshinogari-Ruinen sind für die Archäologie von großem Wert. An ihrer Stelle befand sich einst eine große Siedlung, die von einem Wassergraben umgeben war. Es wird angenommen, dass sie etwa vom fünften Jahrhundert v. Chr. bis zur Mitte des dritten Jahrhunderts n. Chr. bestand. Heute gilt die Anlage als ein typisches Beispiel für eine Wasserburg aus der Blütezeit der Yayoi-Kultur.

Grab gehörte wahrscheinlich einer hochrangigen Persönlichkeit

Die Yoshinogari-Ruinen befinden sich in der Stadt Yoshinogari und in Kanzaki. Man vermutet, dass das Grab zwischen der zweiten Hälfte des zweiten und der Mitte des dritten Jahrhunderts angelegt wurde. Zu dieser Zeit existierte noch der Yamatai-Staat.

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Dass der Sarg in einem Grabhügel begraben wurde, deutet darauf hin, dass es sich um das Grab einer einflussreichen Persönlichkeit handelt.

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Bei der Bekanntgabe des Fundes am 29. Mai erklärte die Präfekturregierung von Saga, dass das Grab für die Person angelegt worden sein könnte, dir zur Blütezeit der Siedlung in der Region an der Macht war.

Sarg soll schon bald geöffnet werden

Das Grab misst etwa 3,2 Meter und ist damit im Durchmesser etwa 1,5-mal breiter als die anderen Grabgruben, die bisher an in den Ruinen entdeckt wurden.

Der Steinsarg ist mit vier Steindeckeln bedeckt. Auf zwei der Deckel sind zahlreiche lineare Formen zu erkennen, die stark einem „x“ oder dem japanischen Katakana ähneln, das als „ki“ ausgesprochen wird.

Es heißt, dass diese Symbole die Kraft hatten, die bestattete Person vor dem Bösen zu schützen.

Die Präfekturregierung will den Sarg am 5. Juni öffnen lassen.

„Da der Sarg so groß ist, können wir vielleicht auch Grabbeigaben finden“, sagte Kinya Hosokawa, stellvertretender Direktor der Abteilung für den Schutz und die Nutzung von Kulturgütern.

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