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Stille Zeugen der Geschichte

Funkzentrum, über das einst der Code zum Angriff auf Pearl Harbor gesendet wurde, bleibt erhalten

AS: Der Code, der den Angriff auf Pearl Harbor initiierte, soll einst über drahtlose Funkzentren weitergeleitet worden sein. Eines dieser Zentren ist bis heute erhalten geblieben.

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Es wird angenommen, dass der berühmte Code „Climb Mount Niitaka 1208“ von der Marine auch über dieses Kommunikationszentrum, an die Taskforce übermittelt wurde, die zu diesem Zeitpunkt im Nordpazifik Richtung Hawaii unterwegs war. Der Code selbst unterlag strengster Geheimhaltung und diente als Signal für den Start des Angriffs am 8. Dezember 1941 nach japanischer Zeit auf die Pazifikflotte der US Navy sowie ihre Stützpunkte in Hawaii.

Ein Dreh- und Angelpunkt der Kommunikation

Das Funkzentrum, über das der Code weitergeleitet wurde, befindet sich in der Oura-Bucht. Es wurde 1922 von der Kaiserlichen Japanischen Marine errichtet und besteht aus drei 136 Meter hohen Stahlbetontürmen, die zu einem gleichseitigen Dreieck angeordnet wurden.

Zur Zeit des Kriegs war es üblich, das Kommunikationsnetz über solche Stationen und entsprechende Langwellenfrequenzen aufrechtzuerhalten. So war auch ein Informationsaustausch über große Entfernungen möglich.

Ähnliche Einrichtungen gab es auch in der Präfektur Chiba und Taiwan. Taiwan war zu diesem Zeitpunkt noch eine japanische Kolonie.

Das letzte noch erhaltene Funkzentrum

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Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden diese Funkzentren nach und nach abgebaut. Das von Sasebo ist das Einzige aus der Vorkriegszeit, das auch heute noch existiert.

Das Funkzentrum war sogar noch bis 1997 für die Japan Coast Guard und die Maritime Self-Defense Force in Betrieb.

Eigentlich sollte danach auch dieses abgerissen werden, aber die Bewohner der Region setzten sich für seinen Erhalt ein. Das Funkzentrum und seine Türme sollten als „Zeugen der Geschichte“ für die Nachwelt erhalten bleiben.

2013 wurde es von der Regierung zu einem wichtigen Kulturgut erklärt.

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