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Götter-Guide im Shintoismus: Die Meeresgötter Watatsumi

Im japanischen Shintoismus sind Watatsumi no Okami 綿津見大神 die Götter des Ozeans und der Fischerei. Der Jimmu Tenno gilt als einer ihrer Ahnen.

Watatsumi-jinja
Watatsumi-jinja in Kobe © Von JnnJnn’s file, CC BY-SA 3.0, Link

Die genaue Herkunft des Namens bleibt ungeklärt. Sicher ist, dass „wata“ ein altes japanisches Wort für das Meer ist, während „tsu“ als besitzanzeigendes Partikel fungiert. „Mi“ jedoch könnte sowohl für „Schlange“ als auch für „Herr“ oder „Gott“ stehen. Dies ist wohl auch der Grund dafür, weshalb Watatsumi oft mit Drachen oder Seeschlangen assoziiert wird.

In Japan existieren viele Schreine, die den Meeresgottheiten gewidmet sind. Dazu gehören beispielsweise der Owatatsumi jinja in Sumiyoshi-ku, Osaka und der Watatsumi jinja in Tarumi-ku, Kobe.

Der Drachenkönig

Ryujin
Ryujin © Von Image: http://collections.lacma.org/sites/default/files/remote_images/piction/ma-31778871-O3.jpgGallery: http://collections.lacma.org/node/192472, Gemeinfrei, Link

Laut dem Nihongi erschufen die Götter Izanagi und Izanami gemeinsam die großen Inseln Japans und eine Vielzahl an Kami. Dabei entstanden auch die „Götter des Meeres“. Der Name „Watatsumi no mikoto“ steht hierbei also nicht nur für einen Kami, sondern für alle jene, die das Meer beherrschen. Watatsumi ist also im ursprünglichen Sinne nicht nur eine Gottheit.

Der bedeutendste Kami des Meeres ist Oho-Watatsumi. Ein anderer Name dieses Gottes ist Toyotama-hiko-no-mikoto. Gemeinsam mit seiner Tochter Otohime lebt er im Drachenpalast auf dem Meeresgrund. In manchen Märchen bezeichnet man ihn dementsprechend auch als Ryujin 竜神, also „Drachengott“, oder Ryuo 竜王, übersetzt „Drachenkönig“.

Otohime heiratete später Hoori. Dieser war zum Grund des Meeres gereist, um den verlorenen Angelhaken seines Bruders Hoderi wieder zu finden. Zusammen begründeten sie die Familie, aus welcher zwei Generationen später der erste Kaiser Jinmu Tenno hervor gehen sollte. Zusammen lebten sie drei Jahre im Palast Ryugu-jo, bis Hoori vom Heimweh gepackt wurde und sich mit seiner Frau auf den Weg an die Oberfläche begab.

Mehr zum Thema:  Götter-Guide im Shintoismus: Der dunkle Regendrache Kuraokami

Watatsumi sanjin

Nach Izanagis Rückkehr aus der Unterwelt, in welcher er nach seiner verstorbenen Frau gesucht hatte, vollzog er ein Reinigungsritual an sich selbst. Dabei entstanden neben Amaterasu, Tsukoyomi, Susanoo und anderen Kami auch drei Gottheiten des Meeres. Diese werden „Watatsumi sanjin 綿津見三神“ oder auch „Die drei Watatsumi Gottheiten“ genannt. Dazu zählen Soko-tsu-wata-tsumi, der „Herr des Meeresbodens“ oder auch die „Boden-Meer Schlange“, Naka-tsu-wata-tsu-mi, der „Herr des Mitt-inneren Meeres“, und Uha-tsu-wata-tsu-mi, der „Herr der Oberfläche“.

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