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Die Ruinen werden in ihrem Originalzustand zu sehen sein

Hiroshima stellt Atombombenruine aus dem Nakajima Bezirk aus

Die japanische Stadt Hiroshima hat nun auch die Ruinen eines Gebäudes aus dem ehemaligen Nakajima Bezirk in eine Ausstellungshalle für Atombombenreste aufgenommen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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Der Nakajima Bezirk befand sich am 6. August 1945 in unmittelbarer Nähe des Hypozentrums der Atombombe und wurde völlig zerstört. Vor dem Krieg hatten dort noch 4.400 Menschen gelebt.

Eine Stadtvermessung brachte die Ruinen ans Licht

2015 war im ehemaligen Nakajima Bezirk eine Stadtvermessung durchgeführt worden, bei der einige Gebäuderuinen sowie Alltagsgegenstände unter dem Gelände des heutigen Peace Memorial Park im Naka Bezirk von Hiroshima gefunden wurden.

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Die Ausstellungshalle, die nun die ausgegrabenen Gebäudereste aus dem alten Nakajima Bezirk beherbergt, wurde an der Nordseite des Hiroshima Peace Memorial Museums in der Nähe des Denkmals mit dem Gedicht „Give Back the Human“ des Dichters Sankichi Toge (1917-1953) erbaut. Seit dem 26. März ist sie auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Alles soll nach Möglichkeit in seinem Originalzustand ausgestellt werden

Es wurden keinerlei Restaurationen an den Fundstücken vorgenommen. Die Ruinen können, abgesehen von einer Ausnahme, also in ihrem Originalzustand besichtigt werden. Da befürchtet wurde, dass sich der Zustand der karbonisierten Tatami-Matten durch die Ausstellung weiter verschlechtern könnte, wurden sie an dieser Stelle durch eine Keramikreplik ersetzt.

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Kazumi Matsui, der Bürgermeister von Hiroshima, hat sich vor dem Hintergrund der Eröffnung der Ausstellungshalle auch noch einmal zu der aktuellen Atomwaffendebatte geäußert.

„Während die Debatte über den Einsatz von Atomwaffen inmitten der Situation in der Ukraine zunimmt, möchten wir, dass die Menschen die Kraft von Atomwaffen und die Grausamkeit ihres Einsatzes verstehen.“

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