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Eine bahnbrechende Entdeckung

In Saitama gefundene Artefakte könnten Prototypen von Ninjawaffen sein

Bei den Artefakte, die in den Ruinen der Gebäude gefunden wurden, die mit der Belagerung von Odawara durch den Kriegsherrn Toyotomi Hideyoshi im Jahr 1590 in Verbindung gebracht werden, könnte es sich doch tatsächlich um Prototypen von Ninja-Waffen handeln.

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„Shuriken“-Wurfsterne und „Makibishi“-Caltrops sind bekannte Waffentypen der Ninja. Akihiro Iwata, ein Archäologe und Kurator am Ranzan Historical Museum der Präfektur Saitama, äußerte nun, dass die gefundenen flachen Steine und Tonkugeln einst die Prototypen dieser Waffen gewesen sein könnten.

Erneute Untersuchungen brachten die Erkenntnis

Iwata hatte durch eine erneute Untersuchung der Artefakte, von denen man ausgeht, dass sie aus der Zeit der streitenden Reiche stammen (spätes 15. bis spätes 16. Jahrhundert), neue Erkenntnisse generieren können.

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Zwischen den 1990er und 2000er Jahren waren in den Ruinen der Burg Iwatsuki und denen des Verwaltungshauptquartiers der Owada jin’ya, beide in Saitama, flache Wurfsteine mit scharfen Ecken ausgegraben worden. Früh ging man davon aus, dass es sich bei ihnen um Waffen handeln könnte.

Auch Yuji Yamada, ein Ninja-Experte und Professor an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Mie University, bezeichnete die gefunden Artefakte als „bahnbrechende Entdeckungen“. „Flache Wurfsteine könnten sich in späteren Jahren zu Shuriken entwickelt haben“, sagte er. „Ich hatte noch nie Ton-Caltrops gesehen.“

Aufschlussreiche Artefakte

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Ein sechseckiger Stein aus den Ruinen der Burg Iwatsuki hatte einen Durchmesser von 4,8 cm und eine Dicke von 1 cm, während 17 Steine aus dem Owada-Jinya einen Durchmesser von 8 bis 14 cm und eine Dicke von 1,5 bis 3 cm aufwiesen.

Jede der 1960 gefundenen Tonkugeln wiederum hatte einen Durchmesser von etwa ein bis drei Zentimetern und vier stachelartige Vorsprünge, von denen einer nach oben zeigt. Eine Form, die offenbar dazu dienen sollte, den Vormarsch feindlicher Streitkräfte zu verlangsamen.

„Es ist möglich, dass der Hojo-Clan diese Fluchtwaffen hergestellt hat, nachdem er erkannt hatte, dass er Hideyoshis überwältigender Streitmacht gegenüberstand“, sagte Iwata.

Des Weiteren sei es nicht unwahrscheinlich, dass diese Waffenformen einst von den Undercover-Agenten der feudalen Ära eingesetzt wurden.

Ein äußerst erfolgreiche Belagerung

Die Belagerung von Odawara durch den Kriegsherrn Toyotomi Hideyoshi hatte einst den Hojo-Clan dazu gezwungen, sich in die Burg Iwatsuki zurückzuziehen, die danach aber ebenfalls fallen sollte. Es ist durchaus möglich, dass es sich bei der etwa 6,5 Kilometer entfernten Owada-Jinya Burg um die Zweigburg von Iwantsuki gehandelt haben könnte.

Die Burg Hachioji fiel ebenfalls während der Belagerung von Odawara.

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