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Der Einschlag der Atombombe und die Opfer ihrer Strahlung

Junior High School spendet seltene Aufzeichnungen zu Atombombenopfer von 1947

Eine japanische Junior High School hat kürzlich dem Hiroshima Peace Memorial Museum eine Reihe von historischen Dokumenten gespendet, die auch seltene Aufzeichnungen über schulische Atombombenuntersuchungen aus dem Jahre 1947 enthalten.

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Schulische Zusammenstellung von Atombomben-bezogenen Materialien sind nur sehr schwer zu finden. Die gespendeten Materialien stammen von der Hiroshima Daiichi Junior High School, die auch heute noch als Hiroshima Kokutaiji High School existiert.

Wertvolle Aufzeichnungen zum Atombombenabwurf

Die Materialien enthalten „Erhebungsergebnisse zu Schäden durch die Atombombe“, die die Schäden an der Schule zusammenfassen, drei gebundene Bände an Erhebungsbögen, die den gesundheitlichen Zustand von Lehrkräften und Studierenden des zweiten bis vierten Jahres untersuchen, sowie einige handgezeichnete Karten.

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Dokumente dieser Art aus den Jahren unmittelbar nach dem Einschlag der Bombe sind für unser heutiges Verständnis dieser Zeit von großer Bedeutung. Das Museum kommentierte: „Dies ist wertvoll, um die Realität des Atombombenanschlags zu zeigen, da die Symptome der Atombombenkrankheit zwei Jahre nach dem Bombenanschlag unter schwierigen Umständen im Detail untersucht wurden.“

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Die in ihrer Art ungemein seltenen Materialien wurden in einem Schrank im Büro der Alumni-Vereinigung gefunden, als die Hiroshima Kokutaiji High School im Jahre 2015 gerade eine Ausstellung zum Gedenken an den 70. Jahrestag des Atombombenangriffs plante.

Da sich der Zustand der historischen Gegenstände bereits mit der Zeit nach und nach immer weiter verschlechtert hatte, entschloss man sich aufseiten der Schule dazu, sie dem Hiroshima Peace Memorial Museum zu spenden.

Nur 850 Meter bis zum Hypozentrum

Die Hiroshima Daiichi Junior High School befand sich etwa 850 Meter vom Hypozentrum entfernt.

Viele der Jugendlichen, die dort zur Schule gingen, arbeiteten zur Zeit des Atombombenabwurfs am 6. August 1945 in Munitionsfabriken in und um die Stadt. Letztendlich waren 727 der insgesamt 1.334 Studierenden und Mitarbeitenden der Hiroshima Daiichi Junior High School der Atombombe ausgesetzt.

Die schulischen Aufzeichnungen aus den darauffolgenden Jahren dokumentieren die Auswirkungen der Strahlung auf die Betroffenen. Alles wurde im Detail aufgeschrieben.

Konkrete Verletzungen wurden ebenso registriert wie vorhandene oder auch eben nicht vorhandene Strahlenschäden, wie Haarausfall oder auch eine verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen.

Hidenori Obayashi, Rektor der Hiroshima Kokutaiji High School, kommentierte diesbezüglich: „Es ist wunderbar, dass die Umfrage unter dem Gesichtspunkt der Gesundheit der Kinder in der damaligen chaotischen Bildungssituation durchgeführt wurde. Dies ist das Ergebnis der Bemühungen der damaligen Lehrer.“

Material soll genau analysiert werden

Das Museum wird sich zukünftig der Untersuchung und Analyse der wertvollen Dokumente widmen.

Takuo Takigawa, der Direktor des Hiroshima Peace Memorial Museum, kündigte außerdem an, dass die seltenen Gegenstände in jedem Fall auch ausgestellt werden sollen.

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