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Okinawa hält Erinnerung an außergewöhnliche Krankenschwester wach

Erinnerungen an das Leben einer außergewöhnlichen Frau

Es waren schreckliche Zeiten, in denen Nobu Madanbashi ihrer Arbeit als Krankenschwester nachging. Sie kümmerte sich 1945 um verletzte Soldaten, die in der Schlacht von Okinawa kämpften und fielen.

Die Krankenschwester, die 2004 im Alter von 85 Jahren verstarb, widmete ihr Leben der Pflege von kranken und verletzten Menschen. Für ihr außergewöhnliches Engagement wurde sie 1985 mit der Florence Nightingale Medaille des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes ausgezeichnet.

Die japanische Krankenschwester wurde oft mit der englischen Berühmtheit verglichen, die im viktorianischen England zur Heldin einer ganzen Nation avancierte. Nightingale, die 1910 in London starb, ging als Lady mit der Lampe, die sich unermüdlich um Kranke kümmerte, in die Weltgeschichte ein.

Während die Schrecken des Krieges und der Schlacht im Laufe der Zeit verblassten, taten die Angehörigen von Madanbashi alles, um die Erinnerung an ihr großes Erbe auch für zukünftige Generationen zu erhalten.

Oberschwester im Armee-Krankenhaus

Am 11. Juni erinnern ihre Verwandten immer wieder an die unermüdliche Krankenschwester und suchen sogar den Ort auf, an dem sie zu ihrer dunkelsten Stunde wirkte. Die betreffende Höhle liegt etwa 1,7 Kilometer nordwestlich von Himeyuri no To in Itoman, Präfektur Okinawa. Dort arbeitete eine Gruppe Studentinnen, die von der japanischen Armee unterstützt wurden, daran, verwundeten Soldaten zu helfen und Toten die letzte Ehre zu erweisen. Sie nannten sich selbst Himeyuri Gakutotai oder das Star Lily Corps.

Auch unter den Schwestern gab es schwere Verluste, als die US-Streitkräfte vorrückten und sich die japanische Armee zurückziehen musste. In dieser Situation war auch Madanbashi als Krankenschwester tätig. Sie diente als Oberschwester im Armee-Krankenhaus und hatte nur wenig medizinische Ausrüstung zur Verfügung.

Das versteckte Lazarett, das sich tief in einer Höhle befand, wurde am 21. Juni 1945 entdeckt, zwei Tage bevor die japanische kaiserliche Armee sich ergab und der Krieg damit endete. Madanbashi arbeitete unmittelbar nach dem Krieg in einer medizinischen Einrichtung in einem Gefangenenlager und Waisenhaus. Später war sie Oberschwester in einer Klinik in Naha, wo sie auch weitere Pfleger und Schwestern ausbildete.

Als sie die Florence Nightingale Medaille erhielt, erklärte die Krankenschwester, sie nehme sie im Namen aller Himeyuri-Studentinnen und Krankenschwestern an, die auf Okinawa ihr Bestes gaben.

Florence Nightingale Medaille
Bild: Florence Nightingale Medaille

Erinnerungen an ein außergewöhnliches Leben

Zwei Nachfahrinnen der Krankenschwester beschlossen vor vier Jahren, sich mit ihrem Leben vertraut zu machen. Auch sie nahmen an einer Gedenk-Veranstaltung auf Okinawa teil, die am 23. Juni an die Schrecken des Krieges erinnert. Für die heutigen Hinterbliebenen ist die Schlacht von Okinawa ferne Vergangenheit. Deswegen begannen die Hinterbliebenen Madanbashis Materialien zu sammeln, um ein besseres Bild dieser Zeit zeichnen zu können.

Sie vertieften ihr Wissen übe die Schlacht von Okinawa und auch die Geschichte ihrer Vorfahrin recherchierten sie genau. Madanbashi wollte ihrem Land dienen mit dem, was sie am besten konnte: andere zu pflegen. Die Krankenschwester verspürte ein starkes Bedürfnis zu helfen und das ohne Rücksicht auf eigene Verluste.

2017 gründeten die Frauen das Madanbashi Nobu Institute in der Hauptstadt der Präfektur Okinawa. Darin dreht sich alles um die Geschichte der Schlacht von Okinawa und um das Leben der Krankenschwester Nobu Madanbashi. Auf einer passenden Webseite kann sich jeder ein Bild von der Gedenkstätte machen.

Quelle: AS

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