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Japan erleben Götter-Guide im Shintoismus: Der Glücksgott Ebisu

Götter-Guide im Shintoismus: Der Glücksgott Ebisu

Ebisu 恵比須, Yebisu ゑびす, Kotoshiro-nushi-no-kami 事代主神 oder auch Hiruko 蛭子 ist die Gottheit der Fischer, des Ackerbaus, und des Glücks im Shintoismus. Er ist der einzige Kami unter den sieben Glücksgöttern, der einen rein japanischen Ursprung vorzuweisen hat, ohne hinduistische oder chinesische Einflüsse.

Einige Quellen bezeichnen ihn auch den Gott der Morgensonne und Beschützer der Gesundheit kleiner Kinder. Sogar Händler sehen in ihm einen Schutzpatron.
Sein Name bedeutet so viel wie „Fremder“ oder „Barbar“ und bezieht sich auf den alten Glauben, dass die gepriesenen Götter gewünschte Fähigkeiten aus fernen Ländern mit sich bringen.

Ebisu
Ebisu-Statue © By Fabio from Rome, Italy – Ebisu, CC BY 2.0, Link

Meistens wird er zusammen mit Daikokuten dargestellt. Dieser gehört auch zu den sieben Glücksgöttern. Manchmal werden sie als Vater und Sohn, manchmal auch als Schüler und Lehrer dargestellt. In einigen Abbildungen ist auch Fukurokuju zu finden.

In den meisten Darstellungen hält Ebisu eine Rute und eine große rote Seebrasse in seinen Händen. Aber auch Tintenfische werden auf Grund der fehlenden Knochen bei seiner Geburt oft mit ihm in Verbindung gebracht. Dabei trägt er formelle, höfische Kleidung oder die Jagdgarnitur eines Höflings. Abgerundet wird seine Erscheinung durch einen spitzen Hut, auch Kazaori Eboshi 風折烏帽子 genannt.

Ebisu wird vielerorts verehrt in Japan. Der wichtigste Schrein ist jedoch der Nishinomiya Jinja in der Präfektur Hyogo. Um zu vermeiden, dass seine Schwerhörigkeit dafür sorgt, dass er nicht alle Gebete wahrnimmt, entwickelten die Menschen die Tradition vor jedem Gebet zu klatschen, um die Aufmerksamkeit der Götter zu bekommen.

Im Januar und Oktober wird noch heute oft das Ebisu-ko 夷子講 gefeiert.

Herkunft

Nishinomiya Jinja
Nishinomiya Jinja © Von I, KENPEI, CC BY-SA 3.0, Link

Der Kami erschien zu erst als Gott der Fischer. Mit steigender Berühmtheit rankten sich allerdings immer mehr verschiedene Mythen um seine Herkunft.
Eine Theorie besagt, dass es sich bei dem Kami um einen Sohn von Okuninushi oder auch Daikokuten handelt und dass er zuerst unter dem Namen Kotoronushi no Mikoto bekannt war.

Manche Menschen gehen davon aus, dass der Gott ursprünglich ein Mann aus der gehobenen Gesellschaft war, der von vielen gemocht wurde und es liebte zu fischen.
Im japanischen Mittelalter wurde Ebisus Herkunft mit der Geschichte von Hiruko verbunden. Bei diesem handelt es sich um das erste Kind von Izanagi und Izanami, welches entstellt geboren und im alter von drei Jahren auf dem Meer ausgesetzt wurde.

Allerdings gelang es diesem Kind Gliedmaßen und ein Skelett zu entwickeln und es wurde somit zum Gott Ebisu. Noch immer teilweise verkrüppelt und schwerhörig ist der Kami trotzdem ein heiterer Geselle. Aus diesem Grund trägt er auch den Beinamen „der lachende Gott“.

Quellen: Wikipedia, Onmarkproductions

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