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Götter-Guide im Shintoismus: Der Mondgott Tsukuyomi

Tsukuyomi-no-Mikoto 月読尊 ist die japanische Gottheit des Mondes und der Herrscher der Nacht im Shintoismus. Gemeinsam mit Amaterasu und Susanoo zählt er zu den großen drei Gottheiten, welche bei der Waschung von Izanagi-no-Mikotos Gesicht entstanden.

Mond © By MKcrayOwn work, CC BY 3.0, Link

Sein Name „Tsukuyomi“ ist wahrscheinlich eine Vereinigung der beiden Wörter „tsuku ”, welches soviel bedeutet wie Mond, und „yomi 読み”, also „lesen“ oder „zählen“. Im Nihon Shoki fällt auch der Name „Tsukuyumi“, also „Mondbogen“. Allerdings könnte es sich dabei auch einfach um eine Variation des Wortes „yomi“ handeln. Durch die Entwicklung des Wortes „tsuku“ zu „tsuki“ wird der Kami in einigen Texten auch „Tsukiyomi“ genannt.

Im Gegensatz zu den antiken Gottheiten in Griechenland und Rom ist der japanische Kami des Mondes männlich. Dies wird bereits in den ältesten Quellen wie der Kojiki verdeutlicht. Dort spricht man von „Tsukuyomi Otoko“, also „dem Mann, der den Mond liest“.

Tsukuyomi Schrein
Tsukuyomi Schrein © Von そらみみEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Gemeinsam mit seiner Schwester Amaterasu lebte er in den himmlischen Gefilden, auch bekannt als Takama no Hara. Später wurde sie zu seiner Frau.

Geehrt wird die Mondgottheit unter anderem in einem der äußeren Schreine in Ise. Aber auch in Kyoto und auf dem Berg Gassan befinden sich Gedenkstätten.

Geburt

Zur Geburt der drei Kami gibt es verschiedene Geschichten. Die bekannteste jedoch spricht von einer Geburt im Fluss Woto und stammt aus dem Nihongi 日本紀. Genauso wie seine beiden Geschwister entstand Susanoo, als sein Vater Izanagi sich dort wusch. Dieser versuchte, den Dreck der Unterwelt Yomi abzuwaschen, in welcher er nach seiner verstorbenen Frau gesucht hatte.

Amaterasu wurde geboren, als Izanagi sein linkes Auge wusch. Tsukuyomi entstand bei der Reinigung des rechten Auges. Susanoos Geburt erfolgte durch die Waschung der Nase.

Die Trennung von Tag und Nacht

Amaterasu schickte ihren Gemahl Tsukuyomi zu einem Fest, welches von der Göttin des Essens, Uke mochi no kami, abgehalten wurde. Dieser sollte die Sonnengöttin dort vertreten. Uke mochi jedoch bereitete das Essen zu, indem sie sich zum Ozean drehte und einen Fisch ausspuckte. Danach richtete sie ihren Blick auf den Wald und spuckte Wild. Zum Schluss fasste sie ein Reisfeld ins Auge und würgte eine Schale Reis hoch.

Amaterasu
Amaterasu umringt von anderen Kami © Gemeinfrei, Link

Obwohl das Essen sehr appetitlich aussah, war Tsukuyomi angeekelt von der Art und Weise, wie es zubereitet worden war. Dies brachte ihn dazu, die Göttin als unrein zu beschimpfen und mit seinem Schwert zu erstechen.

Als er zurück zu Amaterasu kommt, weiß diese bereits Bescheid. Entzürnt durch seine Taten weigert sie sich von nun an, ihn anzusehen. Aus diesem Grund bewegten sich Sonne und Mond von nun an in unterschiedliche Richtungen am Firmament, was für die Trennung von Tag und Nacht sorgte.

Aus den Einzelteilen der toten Uke mochi wurden schließlich Nahrungsmittel. Ihr Bauch zum Beispiel verwandelte sich in Reis.

In späteren Versionen der Geschichte ist jedoch Susanoo der Verantwortliche für den Tod der Nahrungsgöttin. Tsukuyomi findet in keiner weiteren Geschichte Erwähnung.

Quellen: Wikipedia, Univie

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