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Horror-Special: Gruselige Mythen aus Japan (Teil 2)

Japanische Mythen und Gruselgeschichten gibt es eine ganze Menge. Auch im zweiten Teil der Reihe stelle ich euch ein paar der bekanntesten vor.

Zahllose Geschichten um Rachegeister und unheimliche Phänomene kursieren in Japan und haben einen festen Platz in der Kultur. So fanden einige der Geschichten auch ihren Weg auf die Bühne und waren Vorlagen für Stücke des Kabuki-Theaters.

So auch die Geschichte der Okiku. Okiku war eine Magd im Dienste des Samurai Tessan Aoyama. Ihr Geist steigt des Nachts aus einem Brunnen und zählt von eins bis neun, bevor sie einen markerschütternden Schrei ausstößt. Der Ursprung der Legende ist nicht bekannt und auch die Versionen der Geschichte sind unterschiedlich. So habe sich, in einer Version des Mythos, der Hausherr in das Dienstmädchen verliebt. Er versteckte oder zerbrach einen von zehn kostbaren Tellern, um Okiku zu erpressen. Er drohte sie öffentlich anzuklagen, sollte sie ihm nicht zu Willen sein. Daraufhin ertränkte sich das verzweifelte Mädchen im Brunnen. Doch ihr Geist findet keine Ruhe und so steigt sie jede Nacht aus dem Brunnen und zählt immer aufs Neue die Teller. Auch wenn dieser Geist vergleichsweise harmlos ist, ist er nicht weniger unheimlich und diente zum Teil als Vorlage für Sadako aus The Ring.

Okiku ist allerdings auch der Name eines weiteren Mysterium. Im Mannenji-Tempel auf Hokkaido befindet sich seit 1938 eine Puppe, deren Haare immer weiter wachsen.

Man sagt, ein Junge namens Suzuki Eikichi kaufte 1918 eine Puppe für seine kleine Schwester Okiku. Diese liebte ihre Puppe heiß und innig. Doch leider starb die Kleine nur ein Jahr später an einer Krankheit. Ihre Familie stellte, ihr zum Gedenken, die Puppe auf den Altar des Mädchens. Der Junge spielte als einziger hin und wieder mit der Puppe. Eines Tages bemerkte die Familie, dass die Haare der Puppe immer wieder auf 25 cm länge wuchsen, auch wenn man sie abschnitt. Erschrocken über dieses Phänomen wendeten sie sich an die Mönche des Mannenji-Tempels und baten sie um Rat. Die Mönche meinten, dass der Geist des Mädchens in ihre Puppe gefahren sei und nun dort weiter lebte.

Nach einiger Zeit zog die Familie weg und vertraute die Puppe dem Schutz der Mönche an. Dort im Tempel ist sie auch heute noch zu besichtigen und etwa alle 10 Jahre werden ihre Haare geschnitten. Angeblich wurden ernst zu nehmende Forschungen mit der Puppe betrieben, die besagen, dass ihr Haar echtes menschliches Haar sei. Dazu finden sich allerdings keine Beweise.

Zum Abschluß noch ein blutiger Mythos namens Teke Teke.  Dieser Geist hat die Gestalt einer jungen Schülerin. Zumindest die obere Hälfte. Der Legende nach fiel einst eine Schülerin auf die Gleise einer U-Bahn und wurde durch den heran nahenden Zug in zwei Hälften geteilt. Seither wandert ihr Oberkörper mit einer Sense bewaffnet durch die nächtlichen Straßen und zerschneidet unschuldige Opfer ebenfalls in zwei Hälften, damit sie nicht alleine ist. Das Geräusch, dass ihr Oberkörper beim Krabbeln macht, gab diesem Geist auch den Namen Teke Teke.

Soweit der zweite Teil der gruseligen Mythen  aus Japan. Freut euch schon auf den dritten Teil der Reihe oder lest hier den ersten Teil https://sumikai.com/japan/oktoberspecial-gruselige-mythen-aus-japan-teil-1-151008/

Gute Nacht und träumt schön!

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3 Kommentare

  1. -Oh sorry ^^ Das war ja ein anderer Artikel!

    PS: Buchstabe vergessen: Das Gerä–u–sch, dass ihr Oberkörper beim krabbeln macht, gab diesem Geist auch den Namen Teke Teke.

  2. Sehr schade dass hier nicht mehr erwähnt wird und die erste Okiku-Story eigentlich doppelt reingenommen wurde – war ja schon in Teil 1 zu lesen.

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