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Immer mehr Tempel in Japan nehmen Touristen auf, um zu überleben

Touristen tragen zum Überleben von japanischen Tempeln bei

Übernachtungen in einem japanischen Tempel sind bei Touristen aus dem Ausland äußert beliebt, da immer mehr Tempel in Japan eine Möglichkeit suchen wirtschaftlich zu überleben.

Die Tempel in Japan leiden, genauso wie viele Branchen in Japan, unter dem Bevölkerungsrückgang und immer mehr müssen neue Wege suchen, um nicht schließen zu müssen. Eine Möglichkeit ist der anhaltende Touristenboom in Japan.

Übernachten im japanischen Tempel kommt bei Touristen gut an

In den Tempeln können die Gäste meditieren und lernen, wie man ein buddhistisches Sutra mit japanischer Kalligrafie anfertigt. Das kommt bei Touristen sehr gut an.

Ein Norweger sagte, dass er es genossen hat und die Umgebung sehr schön war. Der Tourist hatte in einem Tempel auf dem Berg Koya in der Präfektur Wakayama übernachtet.

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Laut der Japan Tourism Agency sind 80 Prozent der Menschen, die auf dem Berg Koya übernachteten, aus dem Ausland. Die Übernachtungen in japanischen Tempeln werden immer beliebter, allerdings stehen im ganzen Land bisher rund 300 Tempel zur Verfügung, die Übernachtungsgäste aufnehmen.

Um ausländische Besucher mit der japanischen Kultur vertraut zu machen, haben die in Tokyo ansässige gemeinnützige Organisation Nippon Foundation und einige Tempel in Kyoto gemeinsam das Projekt „Iroha Nihon“ ins Leben gerufen, das sich an wohlhabende ausländische Touristen richtet.

500.000 Yen pro Nacht

Seit September 2016 bieten die Kyoto-Tempel Shinnyoji, Kaihoji, Eimei-in, Daijiin und Kounji ihren Besuchern Unterkünfte für etwa 150.000 Yen (ca. 1.266 Euro) pro Nacht an. Bisher haben 148 Gruppen mit insgesamt 476 Personen dieses Angebot angenommen.

„Viele Menschen fragen die Priester nach Meditation und anderen Themen, an denen sie großes Interesse haben“, sagte die Kyoto Culture Association, die das Projekt leitet.

Seit Mai 2018 empfängt Ninnaji, ein buddhistischer Tempel, der 888 von Kaiser Uda in Kyoto gegründet wurde, Gäste in seiner renovierten Shorin-Residenz aus Holz auf dem Tempelgelände für 1 Million Yen (ca. 8.442 Euro) pro Nacht.

Die Gäste können einen Raum im imperialen Stil für drei Stunden mieten und „Gagaku“, eine Art alte japanische Hofmusik, sowie buddhistische „Shomyo“ -Rufe genießen. Sie können auch etwas über die Gemälde auf den Schiebetüren „Fusuma“ lernen.

Trotz des verhältnismäßig hohen Preises ist der Tempel bei Touristen aus dem Ausland sehr beliebt. Bisher haben 48 Personen im Tempel übernachtet.

„Es ist zutiefst bewegend in einem Tempel mit einer 1.000-jährigen Geschichte zu übernachten“, so ein Besucher.

Die Möglichkeit in einem japanischen Tempel zu übernachten, wird von Touristen gerne angenommen
Die Möglichkeit in einem japanischen Tempel zu übernachten, wird von Touristen gerne angenommen Bild: Kyodo

Übernachtungsgäste bringen finanzielle Mittel in den Tempel

Der Tempel beherbergt an die 30.000 Kulturgüter und nationale Schätze, um sie zu bewahren und zu pflegen ist laut eines Mitarbeiters des Tempelkomplexes viel Geld nötig. Touristen, die im Tempel übernachten sorgen für die nötigen finanziellen Mittel.

Darüber hinaus planen Ninnaji und die fünf anderen Tempel in Kyoto, einen Teil der Einnahmen für die Restaurierung von Kulturgütern zu verwenden, die durch Katastrophen beschädigt wurden.

„Wir möchten die Rahmenbedingungen in Kyoto und Nara schaffen und dann auf 100 Standorte in ganz Japan ausweiten“, sagte die Nippon Foundation über die Zukunft des Iroha Nihon-Projekts.

„Terahaku“, eine Website für Tempelunterkünfte, wurde ebenfalls im letzten Sommer eröffnet. Sie bietet rund 30 Tempel aus dem ganzen Land.

Rundumservice für Übernachtungsgäste

Eine solche Unterkunft ist Tsushima Seizanji in der Präfektur Nagasaki, ein Tempel auf einer Insel im Japanischen Meer, etwa 50 Kilometer von der koreanischen Halbinsel entfernt.

„Ungefähr 3.000 Menschen kommen jedes Jahr zu Besuch, von denen etwa die Hälfte südkoreanische Frauen sind“, so ein Mitarbeiter des Tsushima-Tempels.

Ein anderer der aufgelisteten Tempel ist Fugen, im Nordosten der Präfektur Aomori, wo Meeresfrüchte serviert werden, einschließlich Thunfisch, der von einem buddhistischen Gemeindemitglied des Tempels gefangen wurde. „Wir haben ungefähr zwei Gruppen von Touristen aus dem Ausland pro Monat“, sagte ein Mitarbeiter.

Quelle: Kyodo

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