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Nippon Connection 2021

Fumito Ueda – Pionier der Gamingszene aus Japan

Fumito Ueda steht im Mittelpunkt des Vortrages von Matthias Oborski bei dem diesjährigen Nippon Connection Filmfestival. Der Ausstellungsleiter des Computerspielemuseums in Berlin wird am Freitag, dem 4. Juni, Einblicke in die Spielewelt Uedas geben.

Der japanische Gamedesigner Fumito Ueda ist unter Gaming-Fans unter anderem für seine Werke „Ico“ (2001), „Shadow Of The Colossus“ (2005) und „The Last Guardian“ (2016) bekannt. Seine Spiele zeichnen sich durch ihr besonders ansprechendes Design aus und genießen Kultstatus.

Spielemechanik steht an erster Stelle

Weniger ist manchmal mehr, das merken Spieler von Fumito Uedas Klassikern sofort. Karge Landschaften, minimalistische Handlungen und wenige Dialoge gehören zu den Hauptcharakteristika. Die Spielemechanik steht in seinem Schaffensprozess an erster Stelle.

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Fumito Uedas Hang zur kunstvollen Gestaltung kommt nicht von ungefähr. Bereits zu Schulzeiten war Kunst das Lieblingsfach des am 16. September in Tatsuno (Nagano) geborenen Japaners. Als Kind entwickelte er schnell eine ausgeprägte Leidenschaft für Animationsfilme.

Auch heute noch nimmt die Kunst einen wichtigen Stellenwert in Uedas Leben ein. „Wäre ich nicht in der Computerspielindustrie, würde ich gerne ein klassischer Künstler sein. Ich sehe nicht nur Spiele als Kunst an, sondern all das, was etwas darstellt – seien es Filme, Romane oder Mangas“, sagte er in einem Interview.

Mehr als 10 Jahre arbeitete Fumito Ueda für SONY

Nach seinem Schulabschluss 1993 an der Osaka University of Arts versuchte er zwei Jahre lang seinen Lebensunterhalt als Künstler zu bestreiten. 1995, mit knapp 25 Jahren, beschloss der junge Mann mit einem Faible für Animationen schließlich, eine Karriere im Bereich Computeranimation anzustreben.

Zu seinen Stationen in Sachen Spieleentwicklung zählen WARP (1996) und SONY (1997 bis 2011). Der Projektvertrag mit SONY über das Spiel „The Last Guardian“ blieb jedoch bestehen, veröffentlicht wurde es im Dezember 2016. 2017 wurde ein Buch zum Spiel veröffentlicht.

Matthias Oborski vom Computerspielemuseum in Berlin bietet in diesem Fall genau das richtige Maß an Expertise, um den Zuhörern seines Vortrages im Rahmen der Nippon Connection 2021 spannende Einblicke in die Spielwelt von Fumito Ueda zu bieten.

Matthias Oborski ist der Ausstellungsleiter des Computerspielemuseums in Berlin.
Matthias Oborski ist der Ausstellungsleiter des Computerspielemuseums in Berlin. Bild: Nippon Connection

Schließlich ist das Museum, genauso wie die Spiele von Ueda, nicht mehr aus der Gaming-Szene wegzudenken. Seit 1997 wird in den Berliner Räumlichkeiten die weltweit erste ständige Ausstellung zur digitalen interaktiven Unterhaltungskultur einem breiten Publikum präsentiert. Ziel des Museums ist es, das Verständnis von digitalen interaktiven Unterhaltungsmedien zu vertiefen und so die Medienkompetenz zu erhöhen.

Zu den berühmtesten Besuchern des Museums zählen Steve Wotzniak, Mitbegründer von Apple, und der Spiele-Entwickler Hideo Kojima. Besuche im Museum sind wieder ab dem 1. Juli möglich. Weitere Informationen zum Angebot gibt es hier.

Vortrag wird online übertragen

Matthias Oborskis Vortrag mit dem Titel „Die Ästhetik der Computerspiele von Fumito Ueda“ wird am Freitag, 4. Juni, online angeboten. Los geht es um 13.30 Uhr. Der Vortrag wird auf Englisch gehalten. Eintritt frei.

Einen Vorgeschmack auf den Vortrag über Uedas Meisterwerke bietet die Veranstaltung „Nippon Game Center Talk“ am Donnerstag, 3. Juni. In dem Zoom-Webinar werden drei außergewöhnliche Spiele aus dem japanischen Gaming-Markt vorgestellt. Los geht es um 18.30 Uhr, der Eintritt ist ebenfalls frei.

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