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Japan präsentiert sich in Berlin

Japanfestival 2020 in Berlin – Land of the rising sun

Alle Jahre wieder erfreut das Japanfestival in der Berliner Urania die Herzen derer, die sich für Japan und die japanische Popkultur interessieren. Am 25. und 26. Januar bot die Veranstaltung wieder eine breite Palette rund um das Land der aufgehenden Sonne.

Das Angebot reichte von traditionellen japanischen Künsten wie Ikebana oder Sumi-e bis hin zu Cosplay-Zubehör und von deutschen Fans selbst designte Accessoires, die ebenso aus Japan hätten stammen können. Ein breites Angebot an Speisen und Getränken rundete das Ganze ab.

Ein Land, viele Facetten

Das Erdgeschoss der Urania bot unter dem Motto „Japan – Yokoso“ ein buntes Potpourri aus Kultur und Lifestyle. Dort befand sich ein Stand mit wunderschön gestalteten Sumi-e-Darstellungen neben einem Händler, der bunte Aufsteller und Schlüsselanhänger zu bekannten Anime- und Manga-Reihen verkaufte. Außerdem durfte an einer solchen Stelle ein kleiner Händler mit Matcha und daraus hergestellten Produkten natürlich nicht fehlen.

Sofort beim Eintritt wird der Besucher darauf gefasst gemacht, was ihn in den folgenden Etagen erwartet, nämlich eine bunte Mischung aus Kunst und Kommerz. Bei diesem breiten Angebot wird allerdings die begrenzte Fläche von Jahr zu Jahr mehr zum Problem, denn gerade die engen Treppenhäuser und vollen Veranstaltungsflächen können dem Besucher schon ein wenig die Luft nehmen.

Immer eine Reise wert

Die erste Etage hingegen stand ganz im Zeichen von „Japan in Deutschland“. In der Travel-Lounge, die leider mal wieder ziemlich klein ausfiel, bestand die Möglichkeit, sich über Japan im Allgemeinen zu informieren. Außerdem stellten sich die Präfekturen Shizuoka und Okinawa näher vor. Wer eine Reise dorthin planen wollte, war hier ebenfalls gut aufgehoben und konnte sich gleich seinen persönlichen Trip zusammenstellen.

Viele Prozente
Japanischer Alkohol Bild: Sumikai

Gleichzeitig boten Flur und die Nebenräume Platz für einheimische Künstler und erste Händler, die ihre Waren anboten. Auch hierbei reichte das Angebot von Kleidung, über Getränke (mit mehr Promille) bis hin zu Dingen des Alltags und Fan-Artikeln. Erneut stieß der Besucher auf eine Mischung aus bereits bekannten Gesichtern und neuen Möglichkeiten, Geld auszugeben.

Es bleibt die Frage, was der ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil Club) dort zu suchen hat. In den verstopften Straßen der japanischen Großstädte wird nämlich kaum ein Besucher auf die Idee kommen, mit dem Auto fahren zu wollen.

Programm-Vielfalt und die Frage, wohin zuerst

Auf insgesamt zwei Bühnen präsentierte sich Japan auf vielfältigste Weise. Neben traditionellen Vorführungen in Sumi-e und Ikebana, bestand auch die Möglichkeit, verschiedenen musikalischen Interpreten zu lauschen. Dabei musste jeder selbst entscheiden, woran er mehr Interesse hat, denn beide Bühnen wurden parallel bespielt, sodass immer die Entscheidung im Raum stand, ob man sich nun für die eine oder andere Präsentation entscheidet.

Selbstverständlich durften auch die deutschen Showgruppen nicht fehlen, die erneut mit einer Mischung aus bekannten Reihen und eigenen Ideen die Zuschauer zum Lachen und Mitfiebern brachten. Eine Fashion-Show gewährte Einblicke in den modernen Style Japans, während bei einer traditionellen Kimono-Vorführung eine echte japanische Meisterin Einblicke in die richtige Handhabung des reichlich komplizierten Kleidungsstücks gab.

Japan in all seinen Farben

Das bunte Angebot an Live-Acts erweist sich immer wieder als guter Grund, den Weg nach Berlin anzutreten. Sowohl für Jung und Alt wird etwas geboten. Die Taiko-Trommler von Tengu Daiko begeisterten mit schnellen Beats und viel Spaß an der Musik, wohingegen es bei den angebotenen Aufführungen in Ikebana etwas ruhiger zuging. Wer es lieber etwas handfester mochte, konnte sich eine der Vorführungen in Kendo oder Aikido ansehen, die sehr informativ waren.

Fans des klassischen Japans kamen vor allem in der dritten Etage voll auf ihre Kosten. Unter dem Motto „Exklusives Japan“ präsentierte sich das Land in den verschiedensten Facetten. Vor allem die vielen Ständen der deutschen Vereine mit Japan-Bezug luden zum Verweilen und Plaudern ein. Auch für das leibliche Wohl war hier mehr als gesorgt, wenn man es an den langen Schlangen mal nach vorn geschafft hat.

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Insgesamt erwies sich dieser Bereich zwar als sehr spannend, aber insgesamt viel zu klein. In Anbetracht der zahlreichen begeisterten Besucher, wäre etwas mehr Platz nett gewesen. Selbst wenn das Angebot der Aussteller gefühlt kleiner geworden ist, bleibt das Platz-Problem bestehen.

Eines der Highlights stellte schwarzes Eis in schwarzen Waffeln dar, damit erregte man sofort die Aufmerksamkeit vieler weiterer Besucher. Japan ist das Land der außergewöhnlichen Essen-Kreationen, damit passt dieses etwas andere Eis natürlich perfekt ins Bild, außerdem war das Zeug auch noch richtig lecker.

Interessant, aber überfüllt

Unter dem Strich war das Festival wieder spannend, informativ und lustig, sodass sich der Weg garantiert lohnt. Die zahlreichen Besucher beweisen, wie beliebt Japan in Deutschland ist, denn außerhalb des Gebäudes weist nichts auf das Festival in seinem Inneren hin. Trotzdem waren auch alle Vorführungen mehr als gut besucht, was auch hier immer wieder das Platz-Problem aufwarf.

Deswegen muss man am Ende des Tages feststellen, dass das Festival aufgrund der Enge und vielen Menschen ein wenig anstrengend war. Dennoch freuen wir uns bereits auf das nächste Jahr. Wer nicht so lange warten mag, für den findet am 29. und 30. August bereits das Japan Food Festival statt, das zumindest für den Japan-liebenden Gaumen einiges bereithält.

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