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Japanfieber im Arp Museum Rolandseck

Das Arp-Museum am Bahnhof Rolandseck eröffnete am 26. August 2018 die interaktive Ausstellung „Im Japanfieber – von Monet bis Manga“ und präsentiert sowohl klassische Werke als auch die moderne Popkultur Japans. Das eigens für die Ausstellung entworfene Magical Girl Nana führt den Besucher durch das Museum und leitet ihn an verschiedenen Stationen zum selbst Ausprobieren an.

Wer sich schon immer für die Anime- und Mangakultur interessiert hat, ist in der Ausstellung „Im Japanfieber“ genau richtig. Die Kuratoren des Museums veranschaulichen hier die moderne Popkultur Japans und die Faszination für Manga und Cosplay.

Die Ausstellung beinhaltet historische Werke verschiedener Epochen, welche japanische Motive enthalten. Besonders hervorgehoben wird hier, dass die Faszination an Japan nicht neu ist, sondern schon damals Teil der Kunstformen war. Die Ausstellungsstücke zeigen sowohl Naturgemälde als auch die typische, japanische Geisha in Bildform.

Des Weiteren schlägt das Museum den Bogen zur heutigen, japanischen Popkultur, welche gleichzeitig den Hauptbestandteil der Ausstellung bildet. Diese unterteilt sich nochmals in drei Sektionen: Anime, Manga und Cosplay. Das Magical Girl Nana, das für diesen Zweck von der Künstlerin Pummelpanda entwickelt wurde, führt die Besucher durch die Ausstellung.

Im Anime-Raum wird anschaulich die Entwicklung des Animes erklärt, außerdem werden verschiedene Figuren aus bekannten Filmen und Serien ausgestellt. Filme wie „Mein Nachbar Totoro“ werden dort gezeigt, aber auch Serien wie „Dragon Ball“ oder auch der deutsche Klassiker „Heidi“.

Die Manga-Sektion enthält eine Leseecke mit verschiedenen Manga aus jedem Genre, die man kostenfrei probelesen darf. Die Entstehung eines Mangas wird dort anschaulich erklärt und auch, welche Entwicklungsschritte hinter einer eigenen Figur stehen. Außerdem stellt das Museum Stift und Papier bereit, zusammen mit einer Auswahl an Lehrbüchern zur Manga-Zeichnung. Dort darf man sich dann nach Herzenslust austoben und verschiedene Zeichenstile ausprobieren. Wer allerdings kein Interesse am selbst Zeichnen hat, kann dort auch eine vorgefertige Manga-Seite verwenden und nur die Sprechblasen mit Text füllen. Als kleines Extra ist eine Magnetwand im Ausstellungsraum aufgestellt, auf welcher man das Magical Girl Nana erkennt und ihr mithilfe von weiteren Magneten verschiedene Outfits anziehen darf.

Mit Outfits gehts dann auch im letzten Ausstellungsraum weiter. Hier befindet sich eine Auswahl an verschiedenen Cosplays, die nach Belieben anprobiert und dann vor einer der Kulissen auch gerne fotografiert werden dürfen, Perücken und Accessoires inklusive. An den Wänden hängen Portraits von verschiedenen Cosplayern, die extra für die Ausstellung fotografiert und interviewt wurden. Sie erzählen von ihren Erfahrungen als Cosplayer, ihrer Motivation hinter allem und auch, wie sie selbst zu diesem speziellen Hobby gefunden haben. Verschiedene Cosplayer der Leipziger Buchmesse werden dort in einem Film ebenfalls vorgestellt.

Zum Ende der Ausstellung kann man eine kleine Origami-Faltstation besuchen, wo Papier und Faltanleitungen zum Ausprobieren ausgelegt sind. Dort sind dann nochmals zwei Fotokulissen mit dem Magical Girl Nana, die man frei verwenden darf.

Die Ausstellung macht wirklich großen Spaß, regt zum Ausprobieren an und bringt den Menschen die Faszination Japan ein wenig näher. Auch wenn das Museum nicht besonders groß ist, lohnt sich ein Besuch dieser Ausstellung dennoch sehr und ist ihr Geld auf jeden Fall wert.

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