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Geschichten über das Jugendlichsein

Japanisches Kulturinstitut präsentiert Filmreihe “Zwischen Rebellion und Sinnsuche”

Für Fans japanischer Filmkunst hat der Sommer einiges zu bieten. Vor wenigen Wochen ging das Filmfestival “Nippon Connection” in Frankfurt am Main zu Ende, bis zum Sonntag lief noch das 23. Japan-Filmfest Hamburg. Und aktuell lädt in Köln das Japanische Kulturinstitut (JKI) zu einer Filmreihe über das Erwachsenwerden ein.

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Unter dem Namen “Zwischen Rebellion und Sinnsuche, Jugendliche im japanischen Film” präsentiert das JKI neun Filme, die sich dem Thema Erwachsenwerden aus verschiedenen Blickwinkeln nähern. Entstanden ist die Reihe in Zusammenarbeit mit der “Nippon Connection”, wo einige der Filme bereits in der Sektion “Nippon Retro” zu sehen waren.

Neun Filme über das Erwachsenwerden aus fünf Jahrzehnten

Seit dem 30. Mai lädt das JKI am Montag, Donnerstag und Samstag um jeweils 18 Uhr zum Kinoabend ein. Am Montag endet mit “Kanaria” der erste Durchlauf durch alle neun Filme, bevor am 30.06. mit “Sabishinbo” eine zweite Runde startet. Bis zum 28.07. laufen die Vorführungen. Wer einen der Filmabende besuchen möchte, muss sich vorher anmelden. Anmeldungen sind 1-2 Wochen im Voraus über die Webseite guestoo möglich.

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In den gezeigten Filmen setzen sich renommierte Regisseure mit dem Übergang von Kindheit zum Erwachsensein in der japanischen Gesellschaft auseinander. Entstanden sind sie zwischen 1959 und 2005 und nehmen sehr verschiedene Perspektiven ein. Wie prägen familiäre, finanzielle und gesellschaftliche Einflüsse die Persönlichkeitsentwicklung? Vor welchen Herausforderungen stehen Jugendliche, die sich in ihrem sozialen Umfeld behaupten und ihren Platz in der Gesellschaft finden müssen?

Mal fantasievoll, mal dokumentarisch, mal autobiografisch blicken die Filme auf die Welt der Jugendlichen. Etwa in “Sabishinbo” vom 2020 verstorbenen Regisseur Obayashi Nobuhiko, angesiedelt in dessen Heimatstadt Onomichi. In dem Film aus den 80er Jahren sieht sich der Oberschüler Hiroki dem Druck seiner Eltern ausgesetzt, immerzu zu lernen. Viel lieber beobachtet Hiroki aber mit seinem Teleskop die Schülerin Yuriko, wenn diese ensam und melancholisch auf dem Klavier spielt. Eines Tages taucht eine geisterhafte Doppelgängerin Yurikos in Hirokis Leben auf und nennt sich selbst “Sabishinbo” – “Fräulein Einsam” – ein Spitzname, den Hiroki sich für das mysteriöse Mädchen ausgedacht hatte.

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In “Kanaria” von 2005 wiederum dienen reale Ereignisse als Basis des Films. Regisseur Shiota Akihiko verarbeitet in dem Streifen die Giftgas-Anschläge der Aum-Shinrikyo-Sekte auf die U-Bahn von Tokyo 1995. Der Film erzählt die Geschichte zweier Jugendlicher, die von Erwachsenen enttäuscht und desillusioniert werden. Missbrauch und das Aufwachsen in einer radikalen Sekte bilden den Ausgangspunkt für die Suche der beiden nach ihrem Platz in der Gesellschaft.

Informationen zu allen Filmen der Reihe “Zwischen Rebellion und Sinnsuche” finden sich auf der Webseite des JKI. Alle Filme werden im japanischen Original mit englischen Untertiteln gezeigt. Im Juli findet im Japanischen Kulturinstitut zudem das “Natsumatsuri”-Sommerfest statt.

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