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Japan im Biergarten

Japanmarkt Berlin erweitert sein Angebot mit dem Kirschblütenfest

Die Kirschblüten in der Hauptstadt waren bereits verblüht, doch unter dem Namen “Kirschblütenfest” lockte eine frühsommerliche Ausgabe des Japanmarkts in Berlin am vergangenen Sonntag viele Gäste an. Im Stadtteil Kreuzberg gab es Kunst, Kultur und Kulinarisches rund um Japan.

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Organisiert wird der Markt von der deutschlandweit tätigen Eventagentur moij Momente, die sich auf Japan-bezogene Veranstaltungen spezialisiert hat. Ihr sommerlicher Japanmarkt und ein Japanischer Weihnachtsmarkt finden bereits seit einigen Jahren erfolgreich statt. Mit dem Kirschblütenfest wird das bewährte Konzept ins Frühjahr getragen.

Ein Markt zwischen Kimono und Ziegelbauten

Die Kulisse für das Event bildet der Festsaal Kreuzberg, eine Event- und Konzertlocation in einem alten Backsteinbau, in den der Festsaal vor vier Jahren zog. Im Inneren des Gebäudes finden die Stände Platz, an denen Händler und Kunstschaffende ihr Angebot präsentieren – insgesamt zweiunddreißig waren es an diesem Wochenende. Essensstände kommen in einem kleinen Foodcourt unter und der weitläufige Biergarten lädt zum Verweilen ein, um das abwechslungsreiche Showprogramm auf der Bühne zu genießen.

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Abgelaufen hat man die Location zwar schnell, doch zu sehen gibt es viel. Die Veranstalter haben bei den Ständen auf eine breite Auswahl geachtet. So fanden sich neben Plüschtieren und Merchandise für Anime-Fans auch anspruchsvolle Literatur zu Politik, Gesellschaft und Geschichte Japans, Gedichtbände und Kunstdrucke. Schmuck im japanischen Stil von deutschen Künstlerinnen war ebenso vertreten wie bunte Ansichten Berlins von japanischen Zeichnerinnen.

Kimono und Yukata zum Verkauf
Kimono und Yukata warten auf neue Besitzer. Bild: Robert Fischer
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Küchenutensilien und Keramik waren ebenfalls im Angebot und wer wollte, der konnte den Markt mit einer japanischen Handsäge verlassen. Auch Stoffe gab es auf dem Markt in vielen Formen zu finden. Kleine Geldbörsen, Furoshiki-Tücher zum Einwickeln von Geschenken und Bento-Boxen und natürlich eine stolze Auswahl an Yukata und einfachen Kimono standen zum Kauf bereit. Gleichzeitig fanden in der Halle auch Workshops zum Origami-Basteln und japanischer Kalligrafie statt.

Mit Taiyaki zum Tanzprogramm

Viel Aufmerksamkeit bekommt auf dem Markt auch die kulinarische Seite Japans. Vor Ständen für Bratnudeln, Onigiri-Reisbällchen vom Dresdner Team Tokyo Gohan und Taiyaki – gefüllten Waffeln in Fisch-Form – bildeten sich regelmäßig lange Schlangen. Daneben gab es Dango – Reismehlklöße mit süßer Sojasoße – und japanische Spirituosen und Biere vom in Berlin ansässigen Geschäft Ginza.

Dass die Gäste auch nach dem Ablaufen der Stände und dem Ausprobieren der angebotenen Leckereien stundenlang auf dem Markt verweilen, dafür sorgt das Bühnenprogramm. Auf der Wiese vor dem Festsaal trainierte der Verein Yanagi Jiujitsu Berlin und präsentierte Kampfkunst auf höchstem Niveau. Auf der Bühne hingegen luden mehrere Musik- und Tanzvorführungen zum Zuschauen ein und entführten tief in die japanische Kultur. Mit dabei waren diesmal unter anderem der Shamisen Berlin e.V. und die Teemeisterin und traditionelle Tänzerin Chihoco Yanagi.

Taiyaki
Frischer Fisch – Taiyaki-Waffeln vom Foodcourt. Bild: Robert Fischer

Zum Mitmachen lud der Programmpunkt von Tamaki Sugata und Yuki Arita ein. Die beiden unterrichten in Berlin die japanische Bewegungslehre KaQiLa, die den Fokus auf die Gelenke anstatt auf Muskeln legt. Eine halbe Stunde lang brachten sie das Publikum mit ihren Übungen zum Schwitzen. Abgerundet wurde das Bühnenprogramm schließlich durch eine Kimono-Präsentation von Ann-Dorothee Schlüter, auch bekannt als Spree Kingyo. Die studierte Kostümhistorikerin hat mit ihrem Wissen bereits im Filmbereich und als Kuratorin einer Kimono-Ausstellung in New York mitgewirkt und konnte als Expertin detailreich die Besonderheiten eines Kimono erklären und viele Fragen beantworten.

Anfangs mag der doch recht hohe Eintrittspreis von acht Euro abschreckend wirken. Insgesamt besticht der Markt aber mit einem breiten Angebot, das sowohl für Japan-Neulinge wie auch für eingefleischte Veteranen etwas zu bieten hat. Wer jetzt Lust hat, den Japanmarkt selbst zu erleben, muss gar nicht lange warten. Bereits am 28.08. geht es weiter mit “5 Jahre Japanmarkt Berlin”. Und noch im Laufe des Jahres wollen die Veranstalter das Angebot in eine neue Stadt ausweiten. Dann soll der erste Markt auch in Leipzig stattfinden.

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