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Nippon Connection 2017 – Meinungen der Besucher

Die 17. Nippon Connection fand dieses Jahr vom 23. bis zum 28. Mai in Frankfurt am Main statt. In diesem Artikel möchten wir darüber berichten, was die Besucher über die Veranstaltung zu sagen hatten und warum es sich lohnt, dem Festival einen Besuch abzustatten.

Die Besucher waren begeistert
Als wir für euch auf der Nippon Connection 2017 waren, haben wir natürlich mit deutschen wie auch mit japanischen Besuchern über die Veranstaltung gesprochen. Erst einmal vorweg: Alle waren sehr positiv angetan und konnten die Veranstaltung durchweg genießen!
Die für uns wohl wichtigste Frage war, ob man auf der Nippon Connection 2017 Japan „fühlen“ konnte – also die Atmosphäre, die Kultur und auch das Land an sich. Hier haben wir von den Leuten verschiedene Antworten gehört, die je nach dem Hintergrund der Befragten variierten.

Nippon Connection 2017
Abseits der Filme hatte man viele Möglichkeiten, mit anderen Besuchern in Kontakt zu kommen; © Sumikai/Katara

Für viele normale Besucher war vor allem das Essen und die Getränke eine Möglichkeit, mit Japan in Kontakt zu kommen. Hier konnte man viele Dinge probieren, an die man sonst nicht so einfach kommt, auch, wenn die Preise an den extern betriebenen Essenständen ein wenig hoch waren. Auch die Filme an sich und die Gespräche, die sich oft beim Anstehen für die Menschen ergeben haben, konnten viel dazu beitragen, dass die Anwesenden sich gemeinsam etwas mehr nach Japan versetzt gefühlt haben.

Für Deutsche, die etwas mit Japan an sich zu tun hatten – dazu zählen Personen, die an einer Arbeitsstelle mit Japan-Bezug angestellt sind, mit der Filmbranche in Verbindung stehen, und auch Studenten der Japanologie usw. – stellte die Veranstaltung eine sehr gute Möglichkeit dar, mit Japanern und auch Menschen aus der Filmbranche in Kontakt zu kommen. Die Möglichkeit zum Netzwerken wurde natürlich ausgiebig genutzt; stets konnte man Leute sehen, die miteinander in interessante Gespräche zu japanischen Filmen und der Filmbranche an sich oder auch einfach nur über Japan verwickelt waren. In Deutsch wie auch in Japanisch.

Nippon Connection 2017 Melonpan
Japanisches Essen wie Melonpan warsehr gefragt auf dem Festival; © Sumikai/Azathoth

Für viele Japaner selbst war die Veranstaltung auch wie ein Tor zur Heimat: Essen und Trinken wurden genauso genossen wie die Anwesenheit ihrer eigenen Landsleute. Vor Allem waren jedoch die japanischen Filme im Originalton eine kleine Besonderheit, weil man diese in Deutschland nicht so häufig auf Leinwänden sehen kann.

Die Möglichkeit, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, wurde von eigentlich allen sehr positiv aufgenommen – viele der Besucher waren auch nicht zum ersten Mal dort, sondern kommen regelmäßig jedes Jahr aufs Neue für die Nippon Connection nach Frankfurt.

Die Nippon Connection ist keine Convention, sondern ein Filmfestival!
Für die meisten Besucher war jedoch der kulturelle Aspekt der Veranstaltung von besonderer Wichtigkeit. Bei der Nippon Connection handelt es sich nicht um eine Convention, sondern um ein waschechtes Filmfestival – dementsprechend stehen hier Anime und Manga natürlich nicht im Mittelpunkt. Das heißt aber nicht, dass es dazu gar nichts gibt: Mehrere Anime-Filme wurden gezeigt, darunter die Deutschlandpremiere von „A Silent Voice“. Im Mittelpunkt standen dennoch normale Filmproduktionen und Independant-Filme. Es wurde demnach jeder Zielgruppe etwas geboten, doch der Fokus der Nippon Connection war natürlich die Filmkunst an sich.

Die Veranstaltung war auf jeden Fall einen Besuch wert. Neben den rund 100 Filmen, die man auf der Nippon Connection ansehen konnte, gab es viele Workshops und Podiumsdiskussionen, an denen man aktiv teilnehmen und sich durch diese ein Bild von Japan und der japanischen Filmindustrie machen konnte.
Wenn man sich für Japan und japanische Filme interessiert, sollte man auf jeden Fall einmal die Nippon Connection besucht haben – und wenn ihr es dieses Jahr nicht geschafft haben solltet, dann nächstes Jahr. Das bunte Programm, der Kontakt mit Japanern, das Essen und Trinken – man bekommt hier ein Rundumpaket geboten, dass einem einen Funken des wirklichen Japan zeigen kann. Und das bekommt man in dieser Form innerhalb Deutschlands nur sehr selten zu Gesicht.

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