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Nippon Connection 2018 – großes Japan-Kino in Frankfurt

Sumikai war dieses Jahr wieder auf der Nippon Connection vertreten. Es gab neben über 100 Filmen auch eine ganze Reihe anderer kultureller Aktionen. Trotz des schönen Wetters waren viele Filme und Workshops ausverkauft, vor allem am Donnerstag sah man reichlich Besucher auf der Nippon Connection. Dies spricht schon für das interessante Programm, das sich die Organisatoren überlegt hatten.

Ein Teil der Künstler, die auch Stände betrieben haben, boten Workshops an. So konnte man die Kunst des Papierschneidens üben oder Furoshiki knoten. Aber auch kulinarische Workshops, einer sogar für Kinder, konnten belegt werden. Nachdem man von der Shakuhachi Flöte dienstags betört wurde, konnte man donnerstags dieser selbst einen Ton entlocken. Die Teilnehmer des Ikebana-Workshops erkannten die anderen Besucher leicht an den Gestecken, die sie den restlichen Tag mit sich trugen. Besonders beliebt und als erstes ausverkauft, wohl auch zur Überraschung des Organisationsteams, war die Einführung in die japanische Sprache am Sonntag. Neben diesen genannten gab es noch eine Reihe anderer musischer und literarischer Kurse.

Zum ersten Mal dabei war eine deutsche Mangaka, Christina Plaka, die die Besucher portraitierte. Der Andrang hierfür war sehr groß. Der Stand des europäischen Kendama Verbandes direkt gegenüber lud am Wochenende zum Ausprobieren ein. Wie die letzten Jahre auch, konnten sich die Besucher an Shogi und Go versuchen, japanische Videospiele spielen, in der Teelounge entspannen oder eine Shiatsu-Massage genießen. Das kulturelle Angebot neben den Filmen war sehr breit gefächert und hat sicherlich jeden Geschmack irgendwie getroffen. Langeweile kam jedenfalls nie auf.

Musikalisch gab es dieses Jahr mehr Auswahl als letztes Jahr, auch konnte man an den meisten musikalischen Aktionen kostenlos teilnehmen. Gute Stimmung machten zum Beispiel die Open Air Konzerte vor der Naxoshalle. Insgesamt gab es vier Stück von vier unterschiedlichen Musikrichtungen. Alle zogen Besucher an, die begeistert zuhörten. So gaben Jim Franklin und Hiroko Sugino am Mittwochabend ein Shakuhachi-Konzert mit traumhaften Klängen. Melted Moon, die letztes Jahr schon auf der Nippon Connection ein Konzert gaben, waren am Donnerstag zu sehen mit ihrer elektronischen Gameboy-Musik. Am Freitag spielten die Yamasakis und schließlich am Sonntag Duo Fuga. Die Yamasakis haben fröhliche japanische Musik gespielt mit Piano und Shakuhachi kombiniert. Duo Fuga sind zwei japanische Frauen, die Querflöte und Cello spielen. Sie performten Anime- und Filmmusik. Auch das Wohnzimmerkonzert von Hatobako im Mousonturm Café sorgte für entspannte Stimmung. Selbst musizieren konnte man an zwei Abenden beim Karaoke, dieses Jahr zum ersten Mal im Studio 1 mit großer Leinwand, so dass jeder zum Mitsingen angeregt wurde.

Nippon Connection 2018
Bild: sumikai

Sumikai hat dieses Jahr beim Filmfrühstück und Filmdinner hineingeschnuppert. Beide Veranstaltungen kosten zwar deutlich mehr als eine normale Filmvorführung, dafür erhält man aber bei beiden Veranstaltungen eine große und leckere Essensauswahl. Beim Filmfrühstück gab es ein reichhaltiges Büffet während zum Filmdinner eine große Bento-Box und kostenloses Wasser warteten. Da dieses Jahr beide Veranstaltungen im Naxos Atelier und nicht mehr im Theater die Käs stattfanden, konnten keine zusätzlichen Snacks und Getränke angeboten werden, man musste sie sich selbst mitbringen. Dies war etwas schade, vor allem beim Filmdinner. Der Film zum Filmfrühstück war „The boy and the beast“, das als Start in den Tag auf jeden Fall gelungen ausgewählt wurde. Zum Dinner gab es den Film „Ramen Heads“. Wie letztes Jahr beschäftigt er sich mit der Zubereitung von Ramen, dieses Mal aber als Dokumentation. Es war zweifelsohne ein passender, lustiger und lehrreicher Film. Diejenigen, die sich über das Crowdfunding zu den Essen angemeldet hatten, haben auch Sondertische direkt vorne und zusätzlich Geschenke erhalten.

Wie bisher jedes Jahr, entsteht bei der Nippon Connection eine gemütliche Atmosphäre, bei der alle entspannt beisammen sitzen und sich austauschen, egal welcher Nation man angehört. Auch die geladenen Gäste aus Japan waren wieder einmal sehr offen.

In der Naxoshalle gab es bei manchen Filmen leider technische Probleme, zum Beispiel mit dem Ton. Daher musste ein Film auch verschoben werden und wurde kostenlos zu den Ersatzzeiten angeboten.

Insgesamt war die Nippon Connection auch dieses Jahr wieder eine gelungene Veranstaltung. Jeder, der verschiedene kulturelle Aspekte Japans, seine Filme und Menschen näher kennenlernen möchte, ist hier gut aufgehoben.

 

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