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In Japan günstig Essen und Trinken

Bei einer Japanreise kommen neben dem Flug auch eine ganze Menge weiterer Kosten auf euch zu. In unserer neuen Reihe „Japan on a Budget“ möchten wir euch ein paar Tipps geben, wie ihr trotzdem möglichst günstig über die Runden kommt. Heute im Fokus: Essen und Trinken.

Nicht nur der Flug nach Japan ist zumeist ein etwas tieferer Griff in den Geldbeutel – Japan ist als Land durchaus für seine hohen Lebenshaltungskosten bekannt. Gerade aus diesem Grund ist es für viele Japanreisende wichtig zu wissen, wie man möglichst viel Geld sparen und damit günstig in diesem Land klarkommen kann. In unserer Reihe „Japan on a Budget“ wollen wir euch einige Tipps hierzu geben, damit ihr euch auch mit einem nicht so prall gefüllten Geldbeutel noch den ein oder anderen Extrawusch erfüllen könnt, wenn ihr an einem anderen Ende ein wenig spart. Den Anfang macht hierbei ein Thema, dass euch auch hier jeden Tag begleitet: Essen und Trinken!

Brot und Wasser

Brotkruste
Die labberige Kruste von Toastbrot wird in Japan oft nicht mitgegessen und ist daher als „Abfallprodukt“ sehr günstig bei Bäckereien zu erwerben; © Macaro-ni.jp

Fangen wir erstmal mit dem Billigsten vom Billigen an: Die preiswertesten Nahrungsmittel in Japan unterscheiden sich kaum von den unseren. Auch dort kann man mit Brot und Wasser relativ einfach über die Runden kommen. Toastbrot kostet vor allem in Supermärkten nicht viel, solange man bei den günstigen Sorten bleibt – in Bäckereien jedoch kann man oftmals ein besonderes Schnäppchen machen, wenn man einmal wirklich knapp bei Kasse ist: Brotränder! In Japan werden die Ränder von Toastbrot für Sandwiches und Co. meist abgeschnitten, weshalb viele Bäckereien diese Reste in Tüten abgepackt zu einem absoluten Spottpreis verkaufen. Mit ungefähr zwanzig Cent pro Tüte, die euch im Normalfall problemlos für ein oder zwei Tage reicht, solltet ihr deshalb schon einmal eine Menge sparen können. Wenn man jedoch in den Genuss dieser ‚reichhaltigen‘ Ernährung kommen möchte, sollte man bereits morgens in den Bäckereien erscheinen, weil die Ränder am Mittag oft schon ausverkauft sind.

Auch beim Wasser kann man eine Menge sparen. In Japan hört man bezüglich Leitungswassers unterschiedliches – einige Leute sagen, man könne es so trinken, andere verneinen dies entschieden. Fakt ist: Das Wasser schmeckt oft ein wenig nach Chlor, was einem zu denken geben sollte. Hier schaffen jedoch Wasseraufbereiter Abhilfe, die sich vor allem bei einem längeren Aufenthalt lohnen. Es gibt entweder größere Geräte, die man richtiggehend ‚installieren‘ muss, oder auch kleinere Filter, die man einfach am Wasserhahn anschrauben kann – diese reichen aber in den meisten Fällen völlig aus, wenn man sie regelmäßig wechselt.

Lokale Nahrungsmittel

In Japan ist es zumeist sehr teuer, sich sein Essen selbst zu kochen. Vor allem beim Kauf vieler frischer Zutaten – insbesondere bei Obst, Gemüse, Fleisch und Käse – muss man häufig aufpassen, damit am Ende die Rechnung im Supermarkt nicht zu hoch wird. Abhilfe kann man sich in der Regel damit schaffen, lokale Obst- bzw. Gemüsesorten und Zutaten zu benutzen. Diese sind zumeist günstiger als importierte Nahrungsmittel aus dem Ausland. Eine Ausnahme hiervon: Japaner essen lieber ihren eigenen in Japan produzierten Reis, weshalb der aus dem Ausland eingeführte Reis oft billiger ist. Wenn man keinen Reiskocher hat, tut es jedoch auch Mikrowellen-Reis – auch den findet ihr im Supermarkt.

Rindfleisch im Supermarkt
Fleisch im Supermarkt ist meistens sehr teuer – manchmal jedoch kann man trotzdem sehr gutes Fleisch zu einem billigen Preis bekommen, wenn am nächsten Tag das Mindesthaltbarkeitsdatum ablaufen sollte; © Rakuten

Wenn man jedoch trotzdem nicht auf unsere westliche Küche verzichten möchte, bieten sich vor allem Spaghetti an. Wie bei uns auch kann man die Nudeln in größerer Menge preiswert ergattern und sich dann mit billiger Tomatensoße – oder für die ganz Harten – mit Ketchup etwas verfeinern.

Zum Einkaufen empfiehlt es sich übrigens, abends in die Supermärkte zu gehen: Waren, die kurz vor ihrem Ablaufdatum stehen, sind in den japanischen Märkten generell bis zu 50% billiger. Nach 19 Uhr jedoch werden viele täglich frisch zubereitete Speisen, wie z.B. Sushi oder frittiertes Hühnchen, noch einmal stark vergünstigt angeboten, weshalb man dann die größten Schnäppchen machen kann! Sogar ganze Bentô kann man hier dann super günstig kaufen, mit denen man am nächsten Tag gut über die Runden kommen kann.

Konbinis

Auch unterwegs muss man natürlich nicht auf günstige Nahrungsmittel verzichten. In Japan gibt es buchstäblich an jeder zweiten Ecke sogenannte Konbinis (von engl. convenience store) – kleine Supermärkte, die 24 Stunden am Stück geöffnet haben. Diese sind minimal teurer als normale Supermärkte, aber wenn man sich an bestimmte Nahrungsmittel hält, die einen gut sättigen und darüber hinaus auch noch gut schmecken, kann man auch hier für wenig Geld eine ordentliche Mahlzeit bekommen. Hierbei springen einem vor allem onigiri, also Reisbällchen, in die Augen: Diese sind eine einfach, kalte Mahlzeit und gefüllt mit diversen Dingen – es gibt sie beispielsweise mit Thunfisch und Mayonnaise, Lachs oder auch Hähnchen oder Rindfleisch. Wenn man sich hiervon zwei Stück gönnt, hat man im Normalfall für etwa zwei Euro eine gesamte, sättigende Mahlzeit.

Auch Instant-Nudelsuppen eignen sich hierfür. Diese kann man im Konbini sogar selbst mit kochendem Wasser aufgießen, sodass man seine Mahlzeit auch sofort genießen kann. Diese lohnen sich auch für zu Hause – dann aber aus dem Supermarkt, wo man sie natürlich noch billiger erstehen kann.

Restaurants

Sushirô Restaurant
Selbst traditionelle Speisen wie Sushi kann man in den richtigen Restaurants zu günstigen Preisen genießen; © Sushirô/Tabelog, Aka

Wenn man günstig Essen gehen möchte, eignen sich dazu sogenannte Family Restaurants oft am besten. Bei diesen gibt es eine große Auswahl an kleineren, oft pseudo-italienischen Speisen, die gut schmecken und meistens für unter fünf Euro erhältlich sind. Wasser ist in Restaurants zwar generell kostenlos, aber man kann in Family Restaurants auch sehr günstig nomihôdai bestellen – Trinken, so viel man möchte. Dies beschränkt sich dann auf Softdrinks und lohnt sich vor allem, wenn man nicht nur kurz etwas essen möchte. Viele japanische Schüler und Studenten nutzen solche Restaurants, z.B. Saizeria und Gusto, oft auch zum Lernen, wofür sich nomihôdai natürlich besonders anbietet.

Auch günstige Running-Sushi Restaurants wie Sushirô oder Hamazushi sollte man hier nennen: In diesen bekommt man Sushi (je zwei bis vier Stück) und auch andere Speisen auf kleinen Tellern für je einen Euro – wenn man nicht gerade fünfzehn Tellerchen verspeist, kann man also auch dort für kleines Geld authentisch-japanische Cuisine genießen.

Es gibt in Japan übrigens auch viele Restaurants, in denen man sich ganze Lunchsets preiswert bestellen kann. Darunter fallen traditionelle japanische Restaurants und auch Fastfood-Ketten wie Mc Donalds, bei denen man wie bei uns auch Menus bestellen kann.

Wie viel Geld sollte man pro Tag einplanen?

Wie viel Geld man denn nun tatsächlich für einen Tag einplanen sollte, ist natürlich schwierig zu beantworten. Wenn man wirklich nur mit dem Allerwenigsten auskommen möchte (was wir euch natürlich eher weniger empfehlen möchten), reichen wohl weniger als fünf Euro. Wenn man jedoch auch ein bisschen mehr als Brot und Wasser zu sich nehmen möchte, dann sollte man am besten zwischen zehn und zwanzig Euro einplanen, um eine einigermaßen abwechslungsreiche Ernährung zu gewährleisten – je nachdem, wie viel man isst.

Kennt ihr noch weitere Möglichkeiten, mit denen man an den Kosten für Essen und Trinken sparen kann? Wenn ja, nur immer raus damit!

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3 Kommentare

  1. Eine Alternative die mir noch einfällt, wären die „Automatenrestaurants“ (leider fällt mir der japanische Begriff gerade nicht ein). Diese Restaurants sind normalerweise etwas kleiner als ein FamiResu (i.d.R 10-25 Plätze) und haben im Eingangsbereich einen Automaten an denen der Kunde sein Essen auswählt, bevor er sich einen Platz sucht. Bei größeren Ketten/neueren Automaten kann man die Sprache auch auf Englisch umschalten, was Leuten ohne Japanischkenntnisse sicherlich hilft. Den Schein den der Automat ausspuckt, gibt man einer Bedienung. Das Essen kommt dann normalerweise sehr zügig.
    In vielen dieser Einrichtungen gehen die Gerichte bei 400-500 Yen los (z. B. einfache Ramen/Uden-Varianten). Teilweise gibt es auch ermäßigte Sonderangebote/Menüs. Beim letzten Besuch eines solchen Lokals Ende 2015/Anfang 2016 habe ich für ein „hambagu suteki“ oder Tonkatsu (inkl. Reis, Salat, Miso-Suppe und Tee) etwas unter 1000 Yen bezahlt und war auch satt. Gehobene 5*-Küche sollte man nicht erwarten, für den Preis ist die Qualität aber mehr als OK.

    Wer Donburi oder Curry-Gerichte mag und wenig Geld ausgeben will kann z. B. nach Sukiya-Filialen (すき家) Ausschau halten (gibt es fast überall). In größeren Einkaufszentren gibt es in der Regel Food Courts in denen man ebenfalls relativ günstig essen kann.

    An Tagen an denen ich viel unterwegs bin und kaum Zeit habe, decke ich mich üblicherweise morgens im Konbini mit Essen/Getränken ein. Eine Tagesration besteht bei mir normalerweise aus 2 onigiri (Frühstück/Mittag) plus 3-4 Flaschen Grüntee (entspricht ca. 2l). Für den Abend dann Instant-Nudeln. Wem das zu einseitig wird, kann auch mal abgepackte Sandwiches o.ä. einstreuen. So kann man sich mit 1000-1200 Yen/pro Tag (ca. 9-11€) schon über Wasser halten. Auf Dauer würde ich diese Ernährungsvariante aber nicht empfehlen.

  2. Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass man vor allem am Essen nicht sparen sollte.
    Wenn man die Moeglichkeit hat, ist selber kochen das Beste, was man machen kann. Auch wenn am Anfang die Preise der Lebensmittel abschreckend sind, ist es auf längere Sicht definitiv die bessere Wahl.

    Man kann dann nämlich auch mit Gemüse kochen, was einen viel länger satt hält, als alles Zeugs, was hier aufgezählt wurde.

    Sushiro zum Beispiel ist für mich keine billige Alternative. Ich muss mindestens 10 Teller essen um halbwegs satt zu werden, das sind dann eben auch schon wieder 10 Euro…

    • Hallo Tim, danke für deine Antwort!

      Ich kann dir da bei vielen Punkten zustimmen – natürlich ist es nicht gerade empfehlenswert, über einen längeren Zeitraum am Essen zu sparen. Es gibt aber eben auch immer mal wieder Leute, die halt wirklich nur sehr wenig Geld zur Verfügung haben – sei es während eines Auslandsjahres, während eines kurzen, aber mühevoll zusammengekratzten Urlaubs oder ähnlichem. Für diese Leute ist es aber gut zu wissen, dass es durchaus möglich ist, mit dem allerwenigsten an Geld auszukommen – und wenn es nur für eine kurze Zeit ist, in der man sein Geld für etwas anderes braucht.

      Beim Sushirô ist das je nach Person unterschiedlich. Ich z.B. esse dort auch meistens mehr. Viele andere Freunde von mir sind aber nach 5 Tellern bereits satt und haben mir deshalb auch nahegelegt, solche Kaitenzushi-Restaurants auch explizit zu nennen. Das hängt von den individuellen Essgewohnheiten jedes Einzelnen ab.

      Viele Grüße,
      Azathoth

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