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Natur und Kultur in Japan genießen

Japan ganz unverfälscht erleben in der Bergregion Yoshino

Japan, das sind Hochhäuser und Leuchtreklamen, Roboter und Hochgeschwindigkeitszüge, Karaoke und Anime. Das Land hat aber auch eine ganz andere Seite, eine Seite, die Touristen nur selten zu Gesicht bekommen. Fernab von Tokyo leben die Menschen in der Bergregion Yoshino nach einem ganz anderen Rhythmus, der von den Traditionen und den geografischen Besonderheiten bestimmt wird.

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Yoshino eignet sich ohne Weiteres für einen mehrwöchigen Aufenthalt. Alternativ gibt es auch eine dreiwöchige Rundreise von Japaventura, die in Yoshino halt macht. Die Teilnehmer übernachten bei einer örtlichen Familie und lernen so nicht nur die Sehenswürdigkeiten, sondern auch die Bewohner der Region kennen. Auf welche Weise man auch in die Region gelangt, die folgenden Attraktionen erwarten Besucher hier.

Das Dorf Yoshino

Das Dorf Yoshino erstreckt sich über den Bergrücken des Yoshino-yama und ist schon wegen seiner außergewöhnlichen Lage ein Kleinod.

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Tausende von Kirschbäumen umgeben den Ort und bedecken die Hänge des Berges im Frühling mit einem zartrosa Blütenmeer. Dieser Anblick inspirierte einige der größten japanischen Poeten zu Gedichten und viele Legenden ranken sich um den Ursprung der Kirschhaine.

Angeblich war es der Bergasket En-no-Gyōja, der gegen Ende des 7. Jahrhunderts hier den ersten Baum pflanzte und damit den Grundstein für den heutigen Zauber der Region legte.

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Yoshino wird auch seit über tausend Jahren von Pilgern aufgesucht, die in einem der malerischen Tempel ihre Andacht verrichten wollen. Seit 2004 sind Yoshino und die Umgebung Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Tempel und Schreine

Der wichtigste Tempel der Region ist der Kimpusen-ji. Sein Herzstück, die prächtige Zaō-Halle, wurde 1592 erbaut und ist ein japanischer Nationalschatz.

Der Tempel zählt zu den wichtigsten Stätten des Shugendō, einer synkretistischen Religion, die Elemente von Buddhismus und Shintō vereint. Ein weiterer bedeutender Shugendō-Schrein liegt am Gipfel des Berges Ōmine. Außerdem beherbergt die Region zahlreiche Shintō-Schreine.

Im opulenten Yoshino Mikumari-Schrein, der 1605 vom Fürsten Toyotomi Hideyori errichtet wurde, wird die Fruchtbarkeitsgöttin Ame-no-mikumari-no-ōkami verehrt. Der Yoshimizu-Schrein ist Kaiser Go-Daigo und dem legendären Samurai Kusunoki Masashige gewidmet.

Onsen

In der Gegend um Yoshino gibt es auch einige Onsen, wie heiße Quellen in Japan genannt werden. Luxus-Wellness-Resorts wie in anderen Landesteilen sucht man hier aber vergeblich. Stattdessen gibt es kleine Badehäuser, die das Wasser der Quellen verwenden und von den Einheimischen frequentiert werden.

Sie sind der ideale Ort, um sich nach einer langen Erkundungstour zu entspannen. Dabei ist die besondere Onsen-Etikette zu beachten. Dazu gehört, sich vor dem Bad gründlich mit Seife zu waschen. Im Wasser wird grundsätzlich keine Bekleidung getragen, außerhalb des Wassers dürfen sich die Gäste mit einem Handtuch bedecken. Tätowierungen können übrigens ein Problem sein: Sie sind in vielen Onsen verboten oder müssen mit einem Aufkleber abgedeckt werden.

Obwohl Yoshino zu den schönsten Regionen Japans zählt, wird es von vielen Touristen aufgrund seiner abgeschiedenen Lage auf der Kii-Halbinsel übersehen. Wer dennoch dorthin reist, erlebt das ländliche Japan von seiner schönsten Seite. Yoshino ist am besten mit dem Zug und dem Bus zu erreichen. Während der Kirschblüte sind die wenigen Hotels vor Ort oft ausgebucht, Reisen im Frühjahr sollten also frühzeitig geplant werden.

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