• Japan entdecken

Anzeige

Japanische Architektur: Von der Erdhütte bis zum Wolkenkratzer – Teil 4

Im vierten Teil unserer Reihe soll es nun um die Architektur der Kamakura- und Muromachi-Zeit gehen.

Kamakura-Zeit (1185-1333 n. Chr.)

Nach der von Unruhen geprägten Heian-Zeit gewann im 12. Jahrhundert der Kriegeradel der Samurai zunehmend an Bedeutung. Dementsprechend unterlag auch die Architektur einem gewissen Wandel. Ihr Einfluss führte dazu, dass sich aristokratische Residenzen der Heian-Zeit jetzt mit militärischen Befestigungen wie Türmen und Gräben paaren.

Kofuku-ji
Kofuku-ji © Von NekosukiEigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, Link

Während des Genpei-Krieges um die Vorherrschaft in Japan, welcher von 1180-1185 wütete, wurden außerdem viele traditionelle Gebäude in Nara und Kyōto zerstört. Das betraf zum Beispiel auch den Kōfuku-ji und den Tōdai-ji. Viele dieser Bauten wurden allerdings vom Kamakura-Shogunat wieder aufgebaut mit dem Ziel, die Autorität des Shogun zu stärken.

Der Begriff Shogunat umfasst hierbei einen Shogun (entsprach ungefähr der Stellung eines Herzogs) und seine Gefolgsleute. Der Titel wird an die Erben weitergegeben. Das Wiederaufbauprogramm selbst war so intensiv, dass die Kamakura-Zeit stilbildend für Tempel und Schreine nachfolgender Epochen wurde.

Muromachi-Zeit (1336-1573 n. Chr.)

In der Muromachi-Zeit traten wesentliche Veränderungen in den Prinzipien der weltlichen Architektur auf, welche die folgenden Jahrhunderte stark beeinflussten. Die bereits vorhandenen, für zeremonielle Zwecke ausgerichteten, hallenartigen Pavillons in den Adelssitzen wurden immer häufiger durch Bauten ergänzt, die aus einer Vielzahl von kleineren Räumen bestanden.

Ginkakuji Kyoto
© Sumikai/Claudia Yoko-chan

Sie dienten als Rückzugsorte und Arbeitsräume. Einen solchen Pavillon aus der Zeit um 1485 findet man im Ginkaku-ji in Kyōto. Die meisten eingeschossigen Bauten wurden nun nach einem standardisierten Raster angelegt, welches die Verbindung mit beweglichen Elementen, die regional genormten Bodenmatten (Tatami) und die wand-bildenden Schiebeelemente mit Malerei ermöglichte. Durch den Einfluss des Zen-Buddhismus oder auch Meditations-Buddhismus entstand ein neues Verständnis einer schlicht und funktional gehaltenen Bauweise.

Ein Beispiel hierfür sind die bewusst rustikal gehaltenen Teehäuser. Sie gaben der Teezeremonie einen Raum, welcher es den Besuchern erleichtern sollte, ihren Geist vom Alltagsstress zu befreien, sobald sie das Gebäude betreten. Sie wurden im Stil von Landhäusern mit unbearbeitetem Holz oder Bambus und geflochtenem Stroh errichtet. Meist gehörte zu einem solchen Gebäude auch ein kleiner Teegarten.

Quellen: Japan-Infos, Wikipedia

Teil 1 | Teil 2 | Teil 3

Anzeige

Anzeige

Nachrichten

Japanische Convenience-Store-Betreiber legen Aktionspläne gegen Arbeitskräftemangel vor

Die Betreiber von japanischen Convenience Stores haben am Donnerstag Pläne vorgelegt, um gegen den akuten Arbeitskräftemangel vorzugehen."Wir werden die Eigentümer von Franchise-Stores die endgültige...

Tokyo stellt vermutliches Banksy-Bild aus

Vor wenigen Tagen gab die Stadtregierung von Tokyo bekannt, dass sie überlegen, ein vermutliches Bild von Banksy auszustellen. Das kleine Graffiti einer Ratte mit...

Nintendo verzeichnet Umsatzsteigerung von 13,7 Prozent

Nintendo stellte am Donnerstag den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr bekannt, dass am 31. März endete.Laut des Berichts erzielte das Unternehmen einen Nettoumsatz von 1.2005...

Auch interessant

CNN-Spezial: “Chrysanthemum Throne – End of an Era“ ...

Im Rahmen einer 30-minütigen Dokumentation betritt CNN-Korrespondent Will Ripley am Vorabend der historischen Abdankung des Kaisers Akihito den japanischen Kaiserpalast in Tokyo.Seit drei Jahrzehnten...

Beliebte Artikel

Eiichiro Oda: Stirb für “One Piece”.

Dass Eiichiro Oda durch seinen Hitmanga One Piece sehr beschäftigt ist, war den meisten Lesern bereits bekannt.Er betonte einst, lediglich von 2:00 bis 5:00 Uhr...

Gesehen: Akira (2014)

Im August gab Universum Anime bekannt, dass der Klassiker Akira in einer überarbeiteten Fassung noch 2014 auf den Markt kommen wird, genauer am 31...

Trailer zu “Maestro!”

"Maestro!" basiert auf den gleichnamigen Musik-Manga von Saso Akira und kommt 2015 in die japanischen Kinos. Mit dabei sind Matsuzaka Tori und Sängerin...

Kommentare

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück