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HomeJapan entdeckenJapanische Stadt macht ihre Kriegsvergangenheit als Virtuelle Realität erlebbar

Geschichte soll nicht in Vergessenheit geraten

Japanische Stadt macht ihre Kriegsvergangenheit als Virtuelle Realität erlebbar

Die japanische Stadt Kanoya in der Präfektur Kagoshima lässt Menschen ihre Kriegsvergangenheit als virtuelle Realität erleben, um so zu verhindern, dass die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg verblasst.

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In Kanoya waren während des Kriegs drei Stützpunkte, Kasanohara, Kanoya und Kushira, der kaiserlichen Streitkräfte und dort befand sich auch das Hauptquartier der Kamikaze-Flieger.

Japanische Stadt will Kriegsvergangenheit nicht in Vergessenheit geraten lassen

Von der Basis Kanoya aus flogen gegen Ende des Krieges mehr als 900 Kamikaze-Piloten, mehr als von jeder anderen Basis in Japan.

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Sprecher der Stadt erklärten, dass es ihr Ziel sei, den Nachkriegsgenerationen greifbare Beweise für die Schrecken des Kriegs an die Hand zu geben, damit sie über den dauerhaften Wert des Friedens nachdenken können, in der Hoffnung, dass sich die Geschichte nicht wiederholt.

Die Stadtverwaltung hat sich zu diesem Schritt entschlossen, da die Zahl der Überlebenden des Kriegs abnimmt und viele von ihnen inzwischen zu alt sind, um über ihre Erlebnisse vor mehr als sieben Jahrzehnten zu berichten.

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„Wir möchten, dass die Menschen die ehemaligen Stätten besuchen, um zu erfahren, wie sie in vergangenen Zeiten aussahen“, sagte ein Sprecher der Stadt.

Drei Virtual-Reality-Filme zeigen die Stützpunkte Kushira und Kasanohara der Kaiserlichen Japanischen Marine sowie den Strand von Kanehama, wo die US-Besatzungstruppen nach der Kapitulation Japans im August 1945 an Land gingen.

Überall in der Stadt findet man Videos

Das Videomaterial wurde unter Verwendung heutiger Landschaften sowie von Erinnerungen von Überlebenden und Darstellungen aus offiziellen Dokumenten erstellt. An jedem Standort ist ein QR-Code angebracht, der den Zugang per Smartphone ermöglicht, um das Video vor Ort anzusehen.

Im Video über die Landung am Strand von Kanehama tauchen sechs Schiffe der US-Marine in der Bucht von Kagoshima auf und nähern sich dem Ufer, um Bulldozern und Soldaten die Landung zu ermöglichen.

Ein Video über den Stützpunkt Kushira zeigt eine Selbstmordeinheit, die den Stützpunkt verlässt, und einen Kommunikationsoffizier, der in einem Unterstand eine telegrafische Nachricht von einem Piloten auf einer Selbstmordmission erhält.

Eine Szene aus dem VR-Video gibt es auf der Webseite der Stadt zu sehen.

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