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HomeJapan entdeckenKaminari Okoshi - die traditionelle japanische Süßigkeit aus Asakusa

Einblick in die Herstellung der traditionellen japanischen Süßigkeit

Kaminari Okoshi – die traditionelle japanische Süßigkeit aus Asakusa

Kaminari Okoshi sind eine traditionelle japanische Süßigkeit aus Reis, Zucker und Sirup. Ein kleiner unscheinbarer Laden in Asakusa bietet seinen Besuchern zahlreiche traditionelle Varianten, aber auch die Möglichkeit, diese Spezialität selbst herzustellen. Damit soll das Bewusstsein der Menschen für traditionelle japanische Süßigkeiten geweckt werden

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Die Cracker haben eine direkte Verbindung zum berühmten Kaminarimon, dem beeindruckenden roten Tor, das den Eingang zur Nakamise-dori und dem Senso-Ji Tempel markiert.

Lokale Spezialität in Asakusa

Das Kaminarimon selbst ist in seiner Geschichte bereits mehrere Male durch Feuer zerstört worden. Daher wurden in den späten Jahren der Edo-Zeit, nach einer wiederholten Rekonstruktion in Asakusa, die kleinen Reiscracker als Glücksbringer verkauft, um das Tor vor Blitzschlägen zu schützen.

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In dieser Zeit entstand auch der Name Kaminari Okoshi. Dieser Name setzt sich zusammen aus den japanischen Wörtern Kaminari, was Donner oder Blitz bedeutet, und Okoshi, was in diesem Zusammenhang für „etwas geschehen lassen“ steht. Somit soll, sobald man einen dieser Cracker isst, sprichwörtlich mit einem Knall etwas Gutes geschehen.

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Kaminarimon in Asakusa
Das namensgebende Kaminarimon in Asakusa. Bild: Sumikai

Kaminari 5656 Kaikan Asakusa

Während Kaminari Okoshi bereits auf dem berühmten Gelände des Senso-Ji Tempels und der Nakamise-dori gekauft werden können, befindet sich unweit dessen das Kaminari 5656 Kaikan Asakusa an der Kototoi-dori Straße.

Dank dem traditionell angehauchten Äußeren ist das Gebäude für Besucher leicht zu finden. Nachdem dieses, sowie große Teile der Region, im Zweiten Weltkrieg den Bombenangriffen zum Opfer gefallen war, wurde es nach dem Ende des Krieges rasch wieder aufgebaut, um hier erneut die farbenfrohen Reiscracker in verschiedenen Geschmacksrichtungen zu verkaufen.

Heutzutage können hier zahlreiche Sorten bewundert und gekauft werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, an einem Workshop teilzunehmen, um mehr über die Geschichte und die Herstellung der Kaminari Okoshi zu erfahren und dabei sogar seine eigenen Cracker frisch herzustellen.

Geschichte des Okoshi

Auch wenn die Workshops vor allem von japanischen Schülern besucht werden, gibt es auch die Möglichkeit, als Einzelperson oder in einer kleinen Gruppe an diesen teilzunehmen. Mit viel Energie und Begeisterung für das Produkt werden den Teilnehmern die Kaminari Okoshi nahegebracht.

Zuerst stellen sich die Teilnehmer vor und wählen eine von drei Geschmacksrichtungen für ihre persönlichen Okoshi. Zur Auswahl stehen hierbei Karamell, brauner Zucker und weißer Zucker. Auch wer sich vegan ernährt, kann dieses im Vorfeld mitteilen und somit werden die Zutaten entsprechend vorbereitet.

Die eigentliche Tour beginnt dann mit einem Video, bei dem den Teilnehmern die Herstellung, die Verbindung der Süßigkeit zur japanischen Kultur und die Bedeutung des Namens erklärt werden.

Das Video verfügt über englische Untertitel, sodass auch Besucher ohne tiefergehende Japanisch-Kenntnisse den Erzählungen folgen können. Dann geht es zum eigentlichen Workshop und in einer kleinen Küche versammeln sich die Teilnehmer und lauschen den klaren Erläuterungen des Sensei.

Kaminari Okoshi Zutaten
Die Zutaten sind vorbereitet … Bild: Sumikai

Auch wenn die Herstellung in den Grundschritten nicht schwierig ist, ist es dennoch wichtig, auf verschiedene Anzeichen der Zutaten zu achten, um den richtigen nächsten Schritt einzuleiten.

Kaminari Okoshi Workshop Einleitung
… aber zuerst wird jeder Schritt genau erklärt Bild: Sumikai

Während der Herstellung ist auch ein wenig Muskelkraft notwendig, denn mit der Zeit bekommt die Mixtur aus japanischem Puffreis, Sirup und Nüssen eine recht feste Konsistenz. Nach dem eigentlichen Kochvorgang wird die fertige Masse in eine Form gegeben, wo sie erneut mit ein wenig Körpereinsatz in ein gleichmäßiges Quadrat geformt wird.

Okoshi in die Form pressen
Endlich darf man sich selbst an der Herstellung versuchen. Bild: Sumikai

Danach wird sie mit einer Art Presse leicht eingeschnitten und auf einen Teller gelegt, um die einzelnen Rechtecke mit der Hand vorsichtig abzubrechen. Die frischen Kaminari Okoshi sind besonders lecker, wenn sie noch warm sind und sollten daher unbedingt frisch probiert werden.

Zum Abschluss werden sie in eine kleine Metallbox im klassischen Design gepackt, welche man mit nach Hause nehmen kann. Als ein besonderes Extra gibt es noch ein komplettes Set mit Zutaten und einem Rezept für zwei Portionen Kaminari Okoshi. So kann man für sich und seine Liebsten traditionell japanische Reiscracker herstellen.

Kaminari Okoshi
Fertig! Jetzt kann man probieren … Bild: Sumikai

Bedeutung von Reis in der japanischen Kultur

Nach dem kleinen Kochkurs gibt es eine ausführliche Erläuterung über die Wichtigkeit von Reis in Japan. Dazu gehören auch die zahlreichen japanischen Sprichwörter, welche sich um den Reis in Japan drehen.

Metallbox fuer Kaminari Okoshi
… und alles einpacken. Bild: Sumikai

Auch wenn es oftmals schwierig ist, Sprichwörter direkt in eine andere Sprache zu übersetzen, lautet eines von ihnen grob wörtlich übersetzt: „Wenn du nur zwei Münzen auf der Welt übrig hast, solltest du mit der ersten Münze Reis kaufen, um deine Familie zu ernähren. Mit der zweiten Münze solltest du eine Lilie kaufen.“

Wer einmal einen Blick auf die Fünf-Yen-Münze wirft, wird die Reispflanze darauf sofort erkennen. Natürlich werden auch Fragen zu den Süßigkeiten und der damit zusammenstehenden Kultur geduldig und ausführlich beantwortet.

Beliebte Souvenirs können direkt vor Ort gekauft werden

Bereits beim Betreten werden die Besucher die farbenfrohen Auslagen und Regale bemerkt haben. Zum Abschluss gibt es nun natürlich auch die Möglichkeit, sich noch einmal in Ruhe in dem großen Verkaufsraum umzusehen, um etwas Wegzehrung oder ein Omiyage zu kaufen.

Hier werden viele verschiedene Geschmacksrichtungen angeboten und auch für die Liebhaber von Matcha ist selbstverständlich das passende Okoshi zu finden.

Gott des Donners
Tradition wird hier großgeschrieben.

Lehrreicher und leckerer Workshop

Da die komplette Aktivität nur etwas über eine Stunde dauert, eignet sie sich hervorragend für Menschen, die auf der Durchreise sind.

Durch das eigene Zubereiten, die gratis Zutaten für Zuhause und die vielen spannenden Informationen zur Kultur und der Wichtigkeit des Rohstoffes Reis in Japan ist dies für jeden Fan der japanischen Kultur aus der Edo-Zeit ein lohnender Ausflug.

Dank der Nähe zum Senso-Ji Tempel und der Asakusa Station ist das Kaminari 5656 Kaikan Asakusa leicht zu erreichen und bietet jedem Besucher eine einzigartige Erfahrung inmitten von Tokyos beliebtesten Touristenhotspots.

Wer nun selbst Lust bekommen hat, bei seinem Besuch in Asakusa einmal Kaminari Okoshi herzustellen, der hat die Möglichkeit, auf der Webseite von Attractive Japan eine Reservierung vorzunehmen.

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