Katzenstadt Yanaka – Das Paradies für Katzenliebhaber in Tokyo

Tempel, Wälder, traditionelle Einkaufsstraßen und Katzen, so weit das Auge reicht: Das abseits der Touristenpfade gelegene Viertel Yanaka gehört zu den Geheimtipps in Tokyo.

Tokyo ist die Millionenmetropole der Kontraste. Hier existieren futuristische Wolkenkratzer, Neonreklamen und Menschenmassen in friedlicher Koexistenz mit traditionellen Tempeln, Teehäusern und einfachen Holzbauten aus der Edo-Zeit. Wer dem geschäftigen Treiben in Stadtteilen wie Shinjuku und Shibuya entkommen möchte, der sollte einen Abstecher nach Yansen unternehmen. Die Gegend, deren Name sich aus den Stadtvierteln Yanaka, Nezu und Sendagi zusammensetzt, könnte nicht gegensätzlicher als Tokyo sein. Auch wenn sie nur einen Katzensprung vom geschäftigen Ueno entfernt ist.

Yanaka ist einer der wenigen Orte Tokyos, an dem noch immer der Charme vergangener Tage zu spüren ist. Das liegt vor allem daran, dass der Ort sowohl das große Erdbeben von Kanto 1923, als auch den Zweiten Weltkrieg nahezu unbeschadet überstanden hat. Abseits der touristischen Hauptpfade gelegen, eröffnet es seinen Besuchern seltene Einblicke in Tradition und Charme des alten Edo (ursprünglicher Name von Tokyo). Zahlreiche buddhistische Tempel, japanische Häuser, traditionelle Läden und Vorkriegsbauten sind hier beheimatet. Fast könnte man meinen, hier sei die Zeit stehengeblieben.

Katzenstadt Yanaka in Tokyo
Die historische Einkaufsstraße Yanaka Ginza ist das Herz von Yanaka | Flickr © TAKA@P.P.R.S (CC BY-SA 2.0)

Die Stadt der Katzen

Doch Yanaka ist nicht nur für die historische Atmosphäre bekannt, sondern auch für seine große Population an freundlichen Streunerkatzen. Diese sind nahezu überall im Viertel zu finden und lassen sich von Anwohnern und Besuchern gerne streicheln. Mittlerweile zieht es Tausende von Katzenfans in die beschauliche Gegend, denn Yanaka hat seinem Namen als „Katzenstadt“ alle Ehre gemacht. Die Anwohner der kleinen Gemeinde lieben die Katzen sogar so sehr, dass sie die lokale Verwaltung unter Druck setzten, Katzen gleich auf die Bezirksflagge zu drucken.

Katzenstadt Yanaka in Tokyo
Katzenstatuen auf der Yanaka Ginza | Flickr © Toshihiro Gamo (CC BY-NC-ND 2.0)

In der Einkaufsstraße Yanaka Ginza verkaufen kleine Geschäfte Katzen-Kunsthandwerk und Souvenirs mit dem Antlitz der Samtpfoten schmücken die Auslagen der Händler. Auch stellen Anwohner behelfsmäßige Unterschlüpfe und Futterstellen für die vielen Tiere bereit.

Zwar weiß niemand, warum ausgerechnet Yanaka der Hotspot für Streunerkatzen ist, jedoch nimmt man an, dass die Vierbeiner von der hohen Dichte an Bäumen und Tempeln angezogen wurden. Besonders zahlreich sind die Tiere auf dem weitläufigen Friedhof, der nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt liegt. Über 7.000 Gräber reihen sich auf der heiligen Ruhestätte aneinander. Auch auf dem angrenzen Gelände des Tennoji-Schreins haben viele Katzen ihr Zuhause gefunden.

Katzenstadt Yanaka in Tokyo
Im Schatten der Bäume auf dem Friedhof von Yanaka sind besonders viele Samtpfoten zu entdecken | Flickr © Masaki Tokutomi (CC BY-NC 2.0)

Wer sich den Katzen wohlwollend nähert, der kann die Samtpfoten streicheln und mit ihnen spielen. Nur das Füttern der Katzen wird ihrer Gesundheit wegen nicht gerne gesehen.

Auch ohne Katzen ist Yanaka einen Ausflug wert. Nicht nur kann man hier den Charme lang vergangener Zeiten spüren. Das verschlafene Städtchen ist auch nicht so überlaufen wie andere Attraktionen in Tokyo.

Erreichen kann man Yanaka ohne Weiteres mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die naheliegendsten Stationen sind die JR Nippori Station und die Sendagi Subway Station.

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