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Um die Gründung von Kinosaki Onsen ranken sich viele Legenden

Kinosaki Onsen schaut auf 1.300 Jahre Geschichte zurück

Kinosaki Onsen ist eine der vielen Ortschaften Japans, die auf eine lange Geschichte zurückblicken können. Die Stadt in der Präfektur Hyogo hat sogar ihre eigene Legende, die von dem Ursprung ihres heilenden Wassers erzählt.

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Die Legende des heilenden Wassers beginnt im Jahr 720 n. Chr., als ein buddhistischen Priester namens Dochi Shonin das Land bereiste und auch Kinsosaki besuchte.

1000 Tage des Gebets

Als Dochi Shonin seinerzeit in Kinosaki ankam, sah er, dass viele der Menschen dort krank und schwach waren. Als er dann ein Orakel erhielt, sagte ihm dieses, er solle tausend Tage lang beten, um den Stadtbewohnern in ihrer Not und ihrem Leiden beizustehen.

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Er folgte den Worten des Orakels und betete Tag für Tag für die Kranken. Am tausendsten Tage dann sprudelte plötzlich Wasser aus dem Boden. Heute ist diese Stelle als Mandara-yu bekannt und zählt zu einer der allerersten heißen Quellen von Kinosaki.

Die Fähigkeit, heißes Wasser ohne den Einsatz von Feuer zu erzeugen, wurde als jenseitiger Akt angesehen, wodurch Kinosaki Onsen in ganz Japan Anerkennung als eine von den Göttern gesegnete Stadt erlangte.

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Schließlich gelangte die Nachricht von der aufstrebenden Stadt mit heißen Quellen bis zum Kaiser. Nachdem er die Echtheit des heißen Quellwassers von Kinosaki bestätigt hatte, verlieh er Onsenji, dem von Dochi Shonin zum Schutz von Kinosaki, seinen Gewässern und seinen Menschen errichteten Tempel, den Titel „Wächtertempel von Kinosaki Onsen“.

Dochi Shonins Geschichte ist bis heute nicht in Vergessenheit geraten. Ihm zu Ehren feiern die Einheimischen von Kinosaki Onsen jedes Jahr am 23. und 24. April ein Fest, bei dem sie gemeinsam dem Priester und seiner Taten gedenken.

Das Onsen-Festival von Kinosaki

Das Onsen-Festival beginnt am 23. April, dem aufgezeichneten Todesdatum von Dochi Shonin, mit Prozession, bei der die Shinto-Priester die sieben Onsen von Kinosaki segnen und ihnen ihren Respekt erweisen.

Nach einem Tag des Dankes erleuchten die Menschen die Stadt mit unzähligen Kerzen und Laternen. Sie schreiben ihre Hoffnungen und Gebete auf die Außenseite der Laternen, schmücken die Straßen mit einer farbenfrohen Beleuchtung und beten für den weiteren Wohlstand von allen, die in Kinosaki Onsen leben oder die Stadt besuchen.

Der Wächtertempel

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Seit der Gründung von Kinosaki Onsen wird jedem Gast gesagt, dass man, um die sieben heißen Quellen der Stadt wirklich genießen zu können, auf halber Höhe des Mount Daishi klettern und dem Onsenji-Tempel, dem Wächtertempel von Kinosaki, Respekt erweisen sollte.

Zur Gründungszeit der Stadt musste jeder, der in den Gewässern von Kinosaki Onsen baden wollte, vorher den Onsenji-Tempel besuchen.

Obwohl dieser Besuch heute keine Pflichtvoraussetzung mehr für das Betreten der heißen Quellen von Kinosaki ist, lohnt sich eine Wanderung zu diesem alten Tempel dennoch in jedem Falle. Die Priester dort erzählen die Geschichte Kinosakis und zeigen ihren Gästen die Artefakte, die in ihrem Tempel aufbewahrt werden.

Die Quelle Kono-yu

Die Quelle Kono-yu gehört ebenfalls zu den ältesten Quellen Kinosakis. Auch um sie rankt sich eine Legende.

Vor 1.300 bis 1.400 Jahren soll sie entdeckt worden sein, als ein orientalischer Weißstorch sein verletztes Bein in einem Wasserbecken badete.

Der Storch, der geheilt zu sein schien, ergriff schließlich die Flucht, und an der Stelle, an der der Storch gebadet hatte, wurde eine natürliche heiße Quelle gefunden. Diese Quelle ist heute als Kono-yu bekannt, „die heiße Quelle des orientalischen Weißstorchs“.

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