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Kirschblütensaison in Japans Hauptstadt – Tokyo im rosa Farbrausch

Zwar herrscht in Tokyo gerade der Winter, doch im Frühjahr ist die Stadt bekannt für ihr rosa Blütenmeer, wenn die Kirschblütensaison die Menschen auf die Straße lockt.

Wenn der Frühling die Natur in bunte Farben kleidet, dann leuchtet Japans Hauptstadt mit ihren unzähligen Kirschbäumen in den schönsten Rosatönen. Oft lockt Tokyo schon im März mit seinen angenehmen Temperaturen Einwohner und Urlauber nach draußen. Das traditionelle Hanami – was übersetzt „Blüten betrachten bedeutet – ist ein fester Bestandteil der japanischen Kultur und schon fast ein Volkssport. Die Kirschblüte beginnt meistens Ende März und dauert weniger als zwei Wochen. Besucher können Tokyo während dieser Zeit von einer anderen Seite erleben, denn die Kirschblüte wird von den Einheimischen mit zahlreichen Festen und gemütlichen Picknicks bis spät in die Nacht zelebriert.

Eintauchen in ein rosarotes Blütenmeer

• Ueno Park: Seit der Edo-Zeit ist der Ueno-Park mit seinen über 1.000 Kirschbäumen einer der bekanntesten Plätze Tokyos, um die Blütenpracht zu bewundern: Ein Mönch hat hier nach der Gründung des Kaneiji-Tempels bereits im 17. Jahrhundert die ersten Kirschbäume aus der Präfektur Nara anpflanzen lassen. Besonders eindrucksvoll ist das rosa Farbspiel entlang der Kirschbaumallee zwischen dem Hakamagoshi-Platz und dem großen Springbrunnen sowie am Shinobazuno-ike Teich, wo sich das rosarote Blütenmeer in der Wasseroberfläche spiegelt.

Ueno Park (cherry blossoms) 2
Bild: Tokyo Convention & Visitors Bureau

• Shinjuku Gyoen-Park: Im ehemaligen kaiserlichen Garten erwartet Spaziergänger eine ganz besondere Blütenpracht: Mit circa 1.300 Kirschbäumen – darunter 65 unterschiedliche Sorten – wechseln sich hier die schönsten Rosa- und Pinktöne ab. Gegen Ende der Kirschblütenzeit ist der weitläufige Rasen dicht mit Blütenblättern besprenkelt – doch es dauert nicht lange bis die ersten Azaleen und Rosen ihre Knospen öffnen. Die großzügige Parkanlage kombiniert Gärten im japanischen, französischen und englischen Stil und umfasst mehr als 10.000 Bäume.

Sumida River
Bild: Tokyo Convention & Visitors Bureau

• Sumida Park: Einen der beliebtesten Orte zur Kirschblüte finden Besucher der Metropole direkt am Sumida-Fluss, zwischen den Brücken Azumabashi und Sakurabashi. Viele der Bäume stammen aus der Edo-Zeit, als der achte Shogun um 1700 die Kirschbäume für das Volk anpflanzen ließ, damit jeder Bewohner des Reiches die Blütezeit genießen konnte. Heute säumen mehr als 1.000 Kirschbäume die Ufer des Sumida-Flusses und der Tokyo Skytree im Hintergrund bildet die perfekte Kulisse für das Farbspektakel.

Cherry blossoms along Sumida-gawa River
Bild: Tokyo Convention & Visitors Bureau

Märchenhaftes rosa Leuchten

Nicht nur am Tag bezaubern die Kirschblüten – für eine ganz besondere Atmosphäre sorgen sie am Abend, wenn sie vor dem dunklen Nachthimmel hell angestrahlt werden und Besucher in ihren Bann ziehen. Entlang des Grabens um den Kaiserpalast erstreckt sich auf 700 Metern Länge die grüne Uferpromenade Chidori-ga-fuchi, die in ganz Tokyo für ihre Kirschblüte berühmt ist. Von Ende März bis Anfang April findet hier das Chiyoda-Kirschblütenfest statt. Spaziergänger können abends die circa 260 Bäume bewundern, die nach Einbruch der Dunkelheit angestrahlt werden. Ein ganz besonderer Ausblick auf das leuchtende Blütenmeer bietet sich vom Wasser aus, denn während des Kirschblütenfests ist der Bootsbetrieb auch abends geöffnet.

Sumida River 4
Bild: Tokyo Convention & Visitors Bureau

Ein Geheimtipp ist der 3,8 Kilometer lange Meguro-Fluss im beliebten Stadtviertel Nakameguro, südlich von Shibuya. Hier umsäumen rund 800 Kirschbäume die Flussufer und bilden eine Art Tunnel aus einer weiß-rosa Blütenpracht. Zwischen den Brücken Tenjinbashi und Horaibashi werden während der Dauer des Nakameguro-Kirschblütenfestes Laternen aufgestellt, sodass Spaziergänger den Anblick auch bei Nacht genießen können.
In Anlehnung an eine Landschaft aus einem japanischen Gedicht entstand der Rikugi-en, ein beeindruckender Wandelgarten aus der Edo-Zeit. Besucher können durch die Hügel des Gartens lustwandeln und dabei nicht nur die Teiche bestaunen, sondern auch die Landschaft genießen, die sich mit jedem Schritt ändert. Besonderes Highlight während der Hanami-Wochen ist die circa 70 Jahre alte Trauerkirsche – vor allem nachts, wenn die lang herabhängenden Zweige mit ihren unzähligen Kirschblüten einem rosa Wasserfall gleichen.

Sakuradai night
Bild: Tokyo Convention & Visitors Bureau

Pinke Leckerbissen

Die Kirschblüte in Tokyo ist nicht nur ein Augenschmaus, sondern bietet auch kulinarische Genüsse. Die Blüten werden hierbei in traditionellen Rezepten verwendet, Gerichte imitieren die zahlreichen Rosa- und Pinktöne. Sakura-mochi – ein mit eingelegten Kirschblättern umwickelter Reiskuchen – ist eine besonders beliebte Süßigkeit dieser Saison. Bereits 1717 soll diese von Mönchen an Besucher der Kirschblüte am Sumida-Fluss verkauft worden sein. Noch heute können Spaziergänger die traditionellen Sakura-mochi dort genießen. Bei Sakura-yokan handelt es sich um ein süßes, rosafarbenes Bohnengelee, das meist gesalzene Kirschblätter und -blüten enthält oder aus mehreren Schichten mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen besteht. Wer Süßes in Blütenform mag, für den sind Higashi genau das Richtige. Das japanische Konfekt besteht aus einem Teig aus Reismehl und Zucker und wird zu einer Blüte geformt und getrocknet. Die meisten der pinken Leckerbissen werden nur für einen begrenzten Zeitraum von Mitte Februar bis April angeboten.

Weitere Informationen zur Kirschblüte und Tokyo im Allgemeinen unter www.gotokyo.org

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3 Kommentare

  1. Absolut faszinierend!!! Ich liebe das Land und die Menschen. Das Essen ist einfach nur grandios. Gerne würde ich für immer dort wohnen. Deswegen buche ich so oft es geht mit den Profis von die-japanreise.de meinen Jahresurlaub. Ich kann es gar nicht erwarten das nächste mal hinzufliegen.

    • Da es sich hierbei um eine Pressemitteilung gehandelt hat, wird das etwas dauern, bis wir so eine Auslistung haben. Ich gebe es auf jeden Fall weiter 🙂

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