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Mit viel Elan und Handarbeit

Konditorin glänzt trotz Kritikern mit veganen japanischen Süßigkeiten

Die Konditorin Alssa Mikey wird in Japan für das Aussehen ihrer „Kohakuto“, einer traditionellen Süßigkeit, kritisiert. Sie sind einen Mix aus japanischer Tradition mit westlichem Geschmack und erobern trotz Kritik gerade die Welt.

Dabei lässt sich Alssa Mikey nicht beirren und der Erfolg gibt ihr recht. Mittlerweile hat sie sogar eine Zusammenarbeit mit Kim Kardashian geschlossen und verfolgt bereits ein neues Ziel, japanischen Kunsthandwerkern den Weg in die internationalen Märkte zu ebnen.

Japanische Süßigkeiten für den westlichen Gaumen

Im November 2019 startete die junge Frau die Marke Misaky.Tokyo, die vegane und glutenfreie Süßigkeiten anbietet.

Ihre farbenfrohen Crystal Treats befinden sich in einer grünen Schachtel mit leuchtendem Orange und sind mit einer Schleife verschlossen. Die Bonbons gibt es in verschiedenen Farben, darunter Orange, Gelb, Grün und Blassrosa und haben einen reichen, fruchtigen Geschmack.

Mehr zum Thema:  Cool Japan bringt japanische Food-Märkte nach Europa

Kohakuto ist eine geleeartige japanische Süßware, die außen hart und innen weich ist und sich durch ihre knusprige Textur ausgezeichnet.

Eigentlich hatte die junge Konditorin noch nie traditionelle „wagashi“-Süßigkeiten hergestellt.

Sie ist in den Vereinigten Staaten geboren und in Japan aufgewachsen. Während ihres Studiums an der Waseda-Universität war sie an der Gründung einer Marke für konservierte Blumen beteiligt, die sie zu einem beliebten Online-Shop ausbauen half.

Nach ihrem Abschluss arbeitete Mikey für einen Lebensmittelhersteller, eine neu gegründete Sake-Brauerei und den Betreiber einer Auktionsseite für traditionelles Handwerk.

Sie wuchs in der Überzeugung auf, dass japanische Kunsthandwerker einen Vorstoß in die Überseemärkte machen müsse, da sie zwar qualitativ hochwertige Produkte herstellen, ihre Süßigkeiten aber zu niedrigen Stückpreisen verkauft werden und der schrumpfende Inlandsmarkt keine Zukunftsperspektiven bietet.

Mit viel Elan zum Ziel

Zu diesem Zweck dachte Miky, dass es besser wäre, eine weltweite Marke aufzubauen, mit der sie für Wagashi-Süßwaren werben und die von japanischen Kunsthandwerkern hergestellten Produkte verkaufen könnte.

Sie fand einen Job bei einem spezialisierten Handelsunternehmen in Israel, um zu lernen, wie man die Märkte im Ausland erobert und schärfte ihre Fähigkeiten, Produkte zu entwickeln, die auf die ausländischen Kunden in jedem Land abgestimmt sind.

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Vollkommen vorbereitet ihr Geschäft zu starten, ging die junge Frau im August 2019 mit 2 Millionen Yen nach Los Angeles. Sie entschied sich, mit preiswertem Kohakuto zu beginnen. Dadurch wäre es einfacher, die Vorlieben der Kunden zu ermitteln, bevor sie ihr Geschäft erweitert, um in Zukunft hochpreisigere Produkte anzubieten.

Alles in Handarbeit

Miky hatte anfangs vor, Wagashi-Handwerker mit der Herstellung ihrer Produkte zu beauftragen. Es war aber schwieriger als sie anfangs dachte, sie dazu zu bringen, traditionelle Süßigkeiten so umzugestalten, dass sie den Vorlieben ausländischer Kunden und ihren Erwartungen entsprachen. Also beschloss sie, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

Sie mietete eine Küche, in der sie von morgens bis abends arbeitete, um kohakuto zu kochen. Nach mehr als 200 Versuchen gelang es ihr, Bonbons herzustellen, die gut genug waren, um sie in den Verkauf zu bringen.

Die junge Frau war penibel darauf bedacht, vegane, gluten- und zusatzstofffreie Wagashi für Menschen, die auf ihre Ernährung achten, herzustellen.

Die Bonbons sind mit Aromen versetzt, die den Verbrauchern auf der ganzen Welt vertraut sind, darunter Yuzu“-Zitrus, Matcha“-Grünteepulver, Cranberry, Hibiskus und Passionsfrucht.

Kaum hatte sie die Bonbons im November 2019 auf den Markt gebracht, erhielt sie das Angebot, einen Stand auf einem Bauernmarkt in Los Angeles aufzubauen, wobei die Organisatoren sagten, sie hätten so etwas wie dieses Produkt noch nie gesehen.

Andere Geschäfte folgten und sie fand ihre Produkte unter anderem auf einem Markt auf dem Gelände eines großen Filmstudios und eines Luxus-Golfclubs wieder.

Kritik aus Japan

Ihre Süßigkeiten zogen jedoch Kritik von Menschen in Japan auf sich, oft wird ihr Produkt als „Schande“ bezeichnet.

Japanische Süßigkeiten würden von ausländischen Kunden nicht akzeptiert werden, wenn man sie so bringt, wie sie sind, erwiderte die Unternehmerin.

Zum Beispiel neigen Nicht-Japaner dazu, vor der süßen „Anko“-Bohnenpaste zurückzuschrecken, weil sie aus Bohnen hergestellt wird und eine dunkle Farbe hat. Sie würde leicht übersehen werden, wenn ihre Farbe und ihr Geschmack nicht auf die Vorlieben ausländischer Kunden zugeschnitten wären.

Ein unerwartetes Angebot kam im Oktober. Miky wurde von einer Parfümmarke, die von Kim Kardashian gegründet wurde, für eine Zusammenarbeit angesprochen, um ihre Kohakuto-Bonbons in Geschenke zu verwandeln, die exklusiv auf die 100 Stück limitiert sind.

Kardashian, die rund 190 Millionen Follower auf Instagram hat, bewies sofort, wie einflussreich sie ist.

Misaky.Tokyo erlangte große Bekanntheit, nachdem nicht nur Kardashian selbst, sondern auch andere Prominente, die die Geschenke erhalten hatten, Fotos der Süßigkeiten auf der Social-Networking-Website posteten.

Viele von ihnen betonten, dass sie sich vegan und glutenfrei ernähren. Einige von ihnen schrieben, dass die Crystal Treats wunderschön aussehen, dass der blumige Duft angenehm ist und dass die Marke sogar umweltfreundliche Verpackungen verwendet.

Im November erhielt die Unternehmerin eine neue Investition in Japan. Sie beabsichtigt, das Sortiment um Tee und andere Produkte zu erweitern.

Nachdem sie 2020 eine Stiftung für ihre Sache gegründet hat, um japanische Kunsthandwerker in der Welt zu fördern, scheint der Weg ihres Unternehmens 2021 auf einem erfolgreichen Weg zu sein.

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