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Kulturelle Unterschiede – Körpersprache in Japan und Deutschland

In der zwischenmenschlichen Kommunikation spielen Mimik und Gestik eine wichtige Rolle. Zum einen bestimmen sie den berühmten ersten Eindruck und zum anderen unterstreichen sie als Spiegelbild der Emotionen die Bedeutung des gesprochenen Worts. Die Körpersprache ist ebenso wie die Sprechsprache kulturellen Einflüssen unterworfen, sodass sich Unterschiede zwischen einzelnen Ländern ergeben. Um beim Japanaufenthalt einen positiven ersten Eindruck zu hinterlassen, sollte man sich daher über die Gepflogenheiten der Japaner informieren.

Die Kommunikation ohne Worte

Mimik und Gestik verstärken in der Regel unbewusst die Bedeutung von Aussagen. Mit zu Fäusten geballten Händen betonen bereits kleine Kinder, dass sie sich über eine Sache ärgern. In einer mündlichen Prüfung zeigen Stirnrunzeln oder zusammengezogene Augenbrauen beim Prüfer, dass die Antwort des Prüflings falsch ist. Während eines Business-Meetings verdeutlicht es Souveränität, wenn man sich zurücklehnt und die Arme hinter dem Kopf verschränkt. Grundlegende Informationen zum Thema Körpersprache sind in diesem kostenlosen eBook zusammengefasst.

Unterschiede in der Mimik

Besonders bei Geschäftsverhandlungen kann das immerwährende Lächeln der Japaner Probleme verursachen. Daher gelten sie auch als „undurchsichtig“. Wenn eine Person in Deutschland lächelt, drückt dies Sympathie, Freundlichkeit, Offenheit oder Zustimmung aus. Es kann somit als eindeutiges, positives Signal gewertet werden. Im Gegensatz dazu ist das Lächeln in Japan deutlich schwieriger zu interpretieren, weil die Menschen dort über Dinge, die sie nicht sagen möchten, oftmals einfach hinweglächeln. Sie verwenden dieses Mittel der Körpersprache eher aus Höflichkeit, weil sie den Gesprächspartner nicht enttäuschen oder gar beleidigen möchten, und nicht um ihre Zustimmung auszudrücken. Vielleicht lässt sich dieser Unterschied damit begründen, dass Japaner bei der Deutung der Körpersprache in erster Linie auf die Augen und nicht wie in westlichen Gesellschaften üblich auf den Mund achten.

Missverständnisse bei der Körpersprache vermeiden

Bei der Begrüßung in Deutschland geht man – im besten Fall mit einem Lächeln – aufeinander zu und reicht sich die rechte Hand. In Japan ist dagegen eine Verbeugung üblich. Des Weiteren verbeugen sich die Japaner, wenn sie sich verabschieden, bedanken, jemanden beglückwünschen oder um Entschuldigung oder einen Gefallen bitten. Dabei läuft die Verbeugung nach genauen Regeln ab und kann sowohl im Stehen als auch im Sitzen erfolgen. Außerdem unterscheidet sich das Verbeugen hinsichtlich Alter und Geschlecht. Frauen verbeugen sich, indem sie ihre Arme auf dem Schoss zu einem Dreieck zusammenlegen, Männer tun dies mit den Armen seitlich am Körper. Freunde verbeugen sich in der Regel nicht wirklich voreinander, sondern senken lediglich leicht den Kopf. Ausländer müssen sich normalerweise gar nicht verbeugen, sondern können den Japanern auch die Hand reichen.

Während die Deutschen als Betonung eines Neins den Kopf schütteln, wedeln Japaner dafür mit der Hand. An heißen Tagen sollte man sich daher in einem Gespräch besser nicht mit der Hand Luft zu wedeln, weil das als Ablehnung verstanden werden kann.
Auch wenn es keine Geste darstellt, sollten Japanbesucher keinesfalls in der Öffentlichkeit ihre Nase putzen oder essen. Beides gilt als unhöflich und wird ungern gesehen. Zum Essen werden Stäbchen benutzt, für deren Verwendung es bestimmte Regeln gibt. So reicht man ein Stück Fisch zum Probieren immer mit dem Ende des Stäbchens weiter. Werden sie nicht benutzt, steckt man sie nicht einfach in den Reis, sondern legt sie auf einer dafür vorgesehenen, kleinen Ablage ab. Als Spieße dürfen Stäbchen auch nicht verwendet werden. Sie sind zum Greifen gedacht und nicht um Fisch, Fleisch oder Gemüse aufzuspießen.

Die kulturellen Unterschiede in der Körpersprache sind sehr interessant und fallen besonders dann auf, wenn man sie sich bewusst macht. Dies kann einen Aufenthalt in Japan sehr spannend machen und zudem vor Fauxpas schützen.

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