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Heimat von Japans größter Caldera und dem beliebtesten Maskottchen

Kumamoto – zwischen Bergen und Quellen

Die Präfektur Kumamoto liegt an der Westseite von Japans südlicher Hauptinsel Kyushu und grenzt damit an die Ariake-See, in der auch die zugehörigen Amakusa-Inseln liegen.

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Die heutigen Grenzen von Kumamoto entsprechen denen der ehemaligen Provinz Higo, die wie alle Provinzen im Rahmen der Meiji-Restauration und der damit verbundenen Abschaffung der Fürstentümer aufgelöst wurde. Zeitweise wurde die Gegend Shirakawa genannt, schließlich aber wieder in Kumamoto umbenannt. Der Name bedeutet übersetzt etwa so viel wie „Ursprung der Bären“. Verwaltungssitz der Präfektur ist die gleichnamige Stadt Kumamoto.

Burg Kumamoto – Wahrzeichen der Stadt

Die Burg Kumamoto galt lange Zeit neben der Burg Himeji und der Burg Matsumoto als eine der schönsten in ganz Japan und war das Wahrzeichen der Großstadt. Sie befindet sich im Zentrum von Kumamoto und wird von hohen Burgwällen und einem ausgedehnten Park umgeben. Zum 400. Jubiläum der Burg wurde 2008 der rekonstruierte Honmaru Goten Palast eröffnet.

Die Burg Kumamoto befindet sich im Wiederaufbau.
Die Burg Kumamoto befindet sich im Wiederaufbau. Bild: Jcs Chen (Unsplash)

Bei dem schweren Erdbeben am 14. April 2016 erlitt die Burganlage massive Schäden und stürzte teilweise ein. Obwohl viele Teile mittlerweile wieder zugänglich sind, wird es vermutlich noch viele Jahre dauern, bis die Anlage vollständig repariert ist.

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Miniaturlandschaft im Suizenji Park

Der Suizenji Jōjuen, auch bekannt als Suizenji Park, ist ein japanischer Wandelgarten in der Stadt Kumamoto. Er stammt aus der Edo-Zeit und erstreckt sich über eine Größe von knapp 64 Hektar. Der Park ist ein gutes Beispiel für das Prinzip der komprimierten Landschaftsgärten und soll damit verschiedene Teile Japans in Miniaturform darstellen.

Der Suizenji Park in Kumamoto Stadt.
Der Suizenji Park in Kumamoto Stadt. Bild: Stacy Wu (Unsplash)
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Der Suizenji soll die 53 Stationen der alten Tokaido-Straße darstellen, einer ehemaligen Handelsroute. So findet man hier beispielsweise eine kleine Darstellung des Fuji und des Fushimi Inari Schreins. Außerdem befinden sich ein Schrein und ein Teehaus auf dem großen Gelände.

Berg Aso – aktiver Vulkan und Japans größte Caldera

Der Aso Vulkan liegt im Aso-Kuju Nationalpark und ist eine der bekanntesten Touristen-Attraktionen von Kyushu. Er besteht aus 17 Vulkankegeln, die in einer riesigen Caldera liegen. Diese ist mit einer Ausdehnung von knapp 25 Kilometern in Nord-Süd- und etwa 18 Kilometern in Ost-West-Richtung die größte in Japan und sogar eine der größten der Welt ist.

Die riesige Caldera des Aso Vulkans.
Die riesige Caldera des Aso Vulkans. Bild: SUPERIDOL (Unsplash)

Der Naka-date ist mit einer Höhe von 1506 Metern einer der höchsten und gleichzeitig der einzige noch aktive Krater des Aso. Er gehört zu den aktivsten Vulkanen Japans und verzeichnete immer wieder starke Eruptionen, bei denen wiederholt Besucher*innen ums Leben kamen.

Dennoch ist es bis heute möglich, mit dem Auto oder öffentlichen Bussen auf den Naka-date zu fahren, wo sich auch ein Besucherzentrum und ein Museum befinden. Die dortigen Seilbahnen nahe dem Krater sind allerdings aufgrund der schädlichen Gase und der Gefahr von Eruptionen dauerhaft geschlossen.

Heiße Quellen in Kurokawa Onsen

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In den Bergen von Kumamoto befindet sich einer der schönsten Spa-Orte Japans. Kurokawa Onsen ist eine Ansammlung von heißen Thermalquellen und besticht besonders durch das traditionell gehaltene Stadtbild. In diesem Ort befinden sich fast ausschließlich Ryokan Unterkünfte, die wiederum um die heißen Quellen herum gebaut sind und damit Zugang zu vielen unterschiedlichen Onsen bieten.

Besonders beliebt ist hier das sogenannte Rotemburo Meguri, eine Art Tour durch verschiedene Freiluft-Quellen. Hierfür kauft man eine Plakette, die den Eintritt in drei Quellen nach Wahl gewährt und somit eine gute Möglichkeit bietet, mehrere Bäder auszuprobieren.

Das beliebteste Maskottchen Japans: Kumamon

Wer Kumamoto besucht, kommt am Maskottchen der Präfektur nicht vorbei: Der schwarze Bär „Kumamon“ wurde im Jahr 2010 im Rahmen einer Kampagne erschaffen und ist seitdem nicht mehr aus der Präfektur wegzudenken. Maskottchen für Präfekturen, Städte und Geschäfte sind in Japan überaus beliebt und man findet sie beinahe überall.

Kumamon ist dabei jedoch das beliebteste und zudem bekannteste Maskottchen Japans und findet sich auf T-Shirts, Tassen und vielen anderen Produkten wieder. Es ist sogar international bekannt, nicht zuletzt, da der deutsche Hersteller Steiff 2013 einen Kumamon-Teddybären herausbrachte.

amelicart kumamoto
Makottchen-Star Kumamon Bild: amelicart

Kumamoto bietet mit kulturellen und landschaftlichen Highlights eine Vielfalt an Attraktionen. Mehr Informationen zur Präfektur finden sich auf Japan Travel.

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