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HomeJapan entdeckenKyushu - Erlebnisse im Süden Japans

Natur, Kultur und Entspannung abseits der üblichen Routen

Kyushu – Erlebnisse im Süden Japans

Die südliche Hauptinsel Kyushu bietet eine große Vielfalt an Möglichkeiten für alle, die abseits der typischen Reiseziele in Japan reisen und eine ganz neue Seite des Landes erleben möchten.

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In Japan gibt es viele Destinationen, die bei einem ersten Urlaub im Land der aufgehenden Sonne dazu gehören: Die Metropole und Hauptstadt Tokyo, die alte Kaiserstadt und kulturelle Hochburg Kyoto, daneben häufig noch das Gourmet-Mekka Osaka und die Stadt des Friedens, Hiroshima. Letztere ist dabei in der Regel der südlichste Punkt, der bereist wird. Für alle, die stattdessen lieber abseits der üblichen Touristenziele reisen möchten oder vielleicht sogar schon zum zweiten Mal nach Japan kommen, lohnt sich auf jeden Fall ein Trip nach Kyushu.

Zwischen Vulkanen und Stränden

Japans südliche Hauptinsel ist geprägt von vulkanischen Landschaften, die Wandernde und Naturliebhabende gleichermaßen anziehen. Mit Mount Aso befindet sich hier Japans größter aktiver Vulkan, der zu den bekanntesten Attraktionen in Kyushu gehört und atemberaubende Aussichten verspricht. Er liegt im Aso-Kuju-Nationalpark, wo sich auch viele weitere attraktive Wandergebiete befinden.

Die Abwechslung aus vulkanischen Landschaften, die einem das Gefühl geben, auf einem anderen Planeten zu sein, und den üppigen, grasbewachsenen Ebenen, bieten Wandernden jeden Levels eine ideale Route. Nicht weniger beeindruckend ist der Sakurajima, ein ebenfalls aktiver Vulkan in der Bucht bei Kagoshima, der mit seiner typischen Rauchwolke ein tolles Fotomotiv bildet.

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Daneben bietet die südliche Region auch eine Vielzahl an wunderbaren Stränden, die auch weniger stark besucht sind als die traditionellen Badeziele auf Honshu. Die Sandstrände in der Präfektur Miyazaki zählen beispielsweise zu den schönsten in ganz Japan, außerdem sind die Wellen beliebt bei Surfenden und auch die Möglichkeit für Tauchgänge und Bootstouren bietet sich hier. Aber auch die kleine Präfektur Saga bietet neben den bekannten von hier stammenden Keramiken tolle Strände, bei denen man besonders beim Windsurfen auf seine Kosten kommt.

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Nagasaki dagegen bietet mit den mehr als 200 kleinen, vorgelagerten Kujukushima Inseln das perfekte Ziel für alle, die Meer und Strand gerne bei einer Bootstour genießen möchten. Den schönsten Sonnenuntergang auf Kyushu findet man dagegen am kleinen Sakurai Futamigaura Strand in der Präfektur Fukuoka – ein Muss für alle, die auf der Suche nach Postkartenmotiven sind.

Die Region bietet viele Möglichkeiten für Wanderer.
Die Region bietet viele Möglichkeiten für Wanderer. Bild: Fabienne Machner

Heiße Quellen: Onsen in Kyushu

Die vulkanische Gegend macht Kyushu zu einem Paradies für alle, die heiße Quellen lieben. Sogenannte Onsen haben in Japan eine lange Tradition und sollen neben Entspannung und weicher Haut auch gegen viele Krankheiten helfen. In jedem Fall aber lohnt es sich, gerade nach einer Wanderung oder einem Tag voller Sightseeing, in den heißen Quellen zu entspannen. Überall in der Gegend und besonders in der Nähe von Vulkanen finden sich daher unzählige Onsen, oftmals als Teil von traditionellen japanischen Ryokan-Unterkünften.

Einer der schönsten Kurorte ist Kurokawa Onsen, weit im Inneren der Präfektur Kumamoto. Der kleine Ort besteht fast ausschließlich aus Ryokan, die wiederum allesamt ihre eigenen Onsen-Quellen besitzen. Eine Besonderheit ist das sogenannte Rotemburo Meguri, bei dem man mit einer vorher gekauften Plakette Eintritt zu drei Onsen nach Wahl erhält und somit eine Tour durch die verschiedenen Quellen des Kurokawa Onsen machen kann. Das traditionelle Stadtbild, die Heilquellen und nicht zuletzt die hochwertigen Speisen in den klassischen Unterkünften machen die Gegend zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Idylle und heiße Quellen in Kurokawa Onsen.
Idylle und heiße Quellen in Kurokawa Onsen. Bild: Nicole Kirchmeyr

Alle, die heiße Quellen lieber fotografieren als darin zu baden, finden dagegen in Beppu in der Präfektur Oita das passende Reiseziel. Die sogenannten „Höllen von Beppu“ sind besonders heiß und optisch beeindruckend und lassen sich bei einer Tour durch die Stadt besichtigen. Baden kann man in dem kochend heißen Wasser zwar nicht, für Wellness bieten sich eher die Sandbäder am Strand von Beppu an, bei denen man im warmen Sand eingegraben entspannen kann.

Metropolen mit Charme

Neben vielfältiger Natur hat Kyushu auch das typische Großstadtflair, den man von Japan erwartet, gepaart mit vielen kulturellen Highlights und Charme. Die Stadt Fukuoka zum Beispiel bietet moderne Wolkenkratzer und lebhafte Einkaufsstraßen direkt neben grünen Oasen wie dem Ohori Park. Zudem findet man abends entlang des Flusses viele traditionelle Yatai, kleine Essensstände, die Spezialitäten der Gegend anbieten und an denen man tief in die Traditionen und den Alltag der Japaner eintauchen kann.

Die Metropole Kumamoto besitzt einige überdachte Einkaufsstraßen, die sich auch an regnerischen Tagen perfekt für einen Spaziergang eignen. In den umliegenden Seitenstraßen finden sich dann kleine, authentische Restaurants und Cafés für eine Pause. Die Burg Kumamoto zählt noch immer zu den imposantesten Burgen Japans, obwohl sie beim schweren Erdbeben 2016 großen Schaden genommen hat und sich noch immer im Wiederaufbau befindet. Mit dem Suizenji Garten findet sich hier auch noch einer der eindrucksvollsten Landschaftsgärten Kyushus.

Der Suizenji Park in Kumamoto Stadt.
Der Suizenji Park in Kumamoto Stadt. Bild: Stacy Wu (Unsplash)

Wer eine der schönsten Hafenstädte Japans sucht, wird in Nagasaki fündig. Gerade der abendliche Blick vom nahen Berg Inasa auf die Stadt gilt als absolutes Highlight. Daneben findet man in der Stadt viele ausländische Einflüsse, da Nagasaki lange Zeit die primäre Verbindung Japans zum Ausland war und sich hier entsprechend viele andere Kulturen angesiedelt haben. Fans von verlassenen Orten, sogenannten „Lost Places“ dürften daneben vor allem die verlassene Insel Hashima, alias Gunkanjima, spannend finden, die unter anderem schon als Drehort für Filme wie „Attack on Titan“ gedient hat.

Reisetipps und Anreise

Kyushu bietet unglaublich viele Möglichkeiten für einen abwechslungsreichen Japanurlaub. Man kann die südliche Insel beispielsweise im Rahmen einer Kyushu-Rundreise erkunden – einzeln oder als Abschluss einer Reise auf Honshu. So hat man die Möglichkeit, viele spannende Orte in kurzer Zeit zu besuchen – ohne dass die Reise dabei zu stressig wird. Dabei lassen sich auch Tagesausflüge gut integrieren, beispielsweise in den idyllischen, von Kanälen geprägten Ort Yanagawa, der sich unweit von Fukuoka befindet. Wer noch tiefer in die Naturschönheit Kyushus eintauchen und dabei besondere Orte wie die Takachiho Klamm oder die Insel Yakushima mit dem berühmten „Ghibli Wald“ besuchen möchte, sollte etwas mehr Zeit einplanen.

Küsten und heiße Quellen vereint auf Yakushima, Kyushu.
Küsten und heiße Quellen vereint auf Yakushima, Kyushu. Bild: Fabienne Machner

Die Anreise kann von Metropolen wie Tokyo oder Osaka aus mit dem Shinkansen erfolgen, teilweise aber lohnen sich auch Flüge zu den großen Städten wie Fukuoka, Nagasaki, Oita oder Kagoshima. Innerhalb von Kyushu bieten sich sowohl Züge als auch Busse oder Mietwagen an – je nachdem, wie lange und wohin man reisen möchte. Allen, die sich in den südlichen Teil Japans wagen, bietet Kyushu eine unvergessliche Reise und eine ganz andere Seite von Japan.

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