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Leben in Japan – Wie findet man eine Unterkunft?

Wer länger in Japan bleiben will, braucht eine Unterkunft! Jeder Japan-Reisende weiß, dass Hotels auf Dauer zu teuer sind und Manga Cafes nicht gerade den nötigen Komfort bieten, den man nach einem anstrengenden Arbeitstag benötigt.

Eine eigene Wohnung, ein eigenes Zimmer muss her! Doch wie sucht man in Japan am besten und wer gibt einem eine Wohnung, auch wenn man keine Japanisch-Kenntnisse hat?

Leider ist es nach wie vor so, dass nicht jeder Ausländer in Japan sofort eine Wohnung beziehen kann. Das liegt nicht nur am Mangel an Wohnplätzen in Großstädten wie Tokyo, sondern auch an den strengen Regeln die es bezüglich Mieten und Vermieten in Japan gibt.

Die meisten Vermieter wollen einen Bürgen für die Mieter genannt haben, dazu kommen unzählige Gebühren – sei es eine Service-Gebühr, eine Schlüssel-Gebühr oder andere verschiedene Versicherungen, die man vor Mietbeginn abschließen muss.

Die Liste kann manchmal endlos sein.

Eine Wohnung zu finden und zu beziehen ist in Japan also nicht gerade einfach. Auch nicht für Japaner. Für Ausländer kommt dann noch die Sprachbarriere hinzu. Die Spanne in der man sich fuer eine Wohnung entscheidet ist wiederum relativ gering. Wenn wir in Deutschland manchmal schon Monate vorher den Groß-Umzug planen, ist es in Japan eher üblich, zwei Wochen vor dem Umzug mit den Vorbereitungen zu beginnen.

Wenn man als Ausländer in Japan ankommt und vorerst eine günstige Unterkunft sucht, dann kann ein Guest house oder Shared Apartment eine gute Alternative sein.

Guest Houses sind inzwischen in allen Teilen von Tokyo zu finden. In einem Zimmer, dass man entweder privat bezieht oder als dormitory mit anderen teilt, kann man fuer wenig Geld sehr komfortabel wohnen. Die meisten Guest Houses akzeptieren Mieter ab einem Mindest-Aufenthalt von einem Monat. Badezimmer und Küche werden mit den anderen Mitbewohnern geteilt und die meisten Haeuser bieten einen professionellen Reinigungs-Service an, um die Gemeinschaftsräume sauber zu halten.

Shared Apartments sind meist kleiner als Guest Houses und bieten daher ein bisschen mehr Privatsphäre. Normalerweise bezieht man hier ein privates Zimmer und teilt die öffentlichen Räume mit anderen Mitbewohnern. Guest Houses beherbergen manchmal bis zu 20 Bewohner, Shared Appartements sind eher klein und 3 bis 6 Bewohner sind die Norm.

Einige wenige private Appartements, die man alleine oder mit Freunden beziehen kann, gibt es auch in Tokyo. Wenige davon sind möbeliert, wenn man also nur mit einem Koffer in Japan anreist, lohnt es sich vielleicht vorerst ein möbeliertes Guest House zu beziehen.

In Japan ist alles viel kleiner. Auch Wohnungen und Zimmer sind vielleicht zu Beginn gewöhnungsbedürftig, da man oft durch den Platzmangel nicht weiss, wie man seine Sachen am besten verstauen kann. In japanischen 100-Yen Shops finden sich jedoch tolle Möglichkeiten zur Platzgewinnung – Hochbetten, Raumteiler und erweiterbare Plastik-Schraenke sind nur einige der Moeglichkeiten um sich komfortabel und praktisch einzurichten.

Ein guter Anlaufpunkt für die Wohnungssuche ist Tokyoroomfinder.
Dort finden sich verschiedene Unterkünfte in allen 23 Bezirken Tokyos zu unterschiedlichen Preislagen. Normalerweise verlangen Guest Houses/Shared Apartment keine Schlüsselgelder, Servicegebühren oder ähnliches und sind deshalb besonders günstig.

Ähnlich wie in Deutschland wird beim Einzug meistens eine Kaution fällig (zwischen 30.000 und 60.000 Yen), die man nach Auszug zurück erstattet bekommt. Voraus gesetzt das Zimmer befindet sich in einem ordentlich Zustand.
Manche Vermieter behalten einen geringen Teil der Kaution für eine professionelle Reinigung nach dem Auszug.

Eine Feuer-Versicherung von 7000 Yen ist in den meisten japanischen Appartements Pflicht.
Manche Guest Houses/Share Houses bieten eine Pauschale für die Nebenkosten an, in anderen Unterkünften bezahlt man diese privat.

Im Zentrum von Tokyo ist es genau so wie im Zentrum von Berlin – die Preise steigen je näher man an einem Bahnhof wohnt und natürlich auch, wenn die Gegend sehr beliebt ist.

Außerhalb von Tokyo gibt es auch viele, sehr günstige Wohnmöglichkeiten und da die japanische Bahn-Verbindung einen schnellen Transport ermöglicht muss man nicht immer viel Geld fuer ein Zimmer im Zentrum ausgeben.

Für kurze Aufenthalte mit geringem Budget sind Guest Houses bestens geeignet. Wenn man etwas Privatsphäre sucht, dann bieten sich Shared Apartments und private Apartments als Alternative an.
Für private Apartments muss man aber einen Mindest-Aufenthalt von einem Jahr in Kauf nehmen. Guest Houses und Shared Apartments vermieten auch monatlich.
Man sollte sich bei der Wohnungssuche auf jeden Fall nicht unterkriegen lassen und immer mehrere Möglichkeiten in Aussicht haben.
Auch Japaner haben es nicht leicht, eine Unterkunft zu finden, vor allem wenn man die Ballungsgebiete Tokyo und Osaka bevorzugt.

Webseiten wie Tokyoroomfinder bieten englischen Support, um die Wohnungssuche zu erleichtern. Inzwischen kommt man also auch mit geringen Japanisch-Kenntnissen weiter.
Und da Olympia 2020 immer näher rückt wird es in den nächsten Jahren noch weitere verschiedene Anbieter geben, die Ausländern dabei helfen werden, eine Unterkunft zu finden.

Viel Glück bei der Wohnungssuche in Tokyo!

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