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Vom Backpacking, Campen, Wandern und Fahrradfahren

Reisen mal anders – Touren durch Japan zur Zeit der Pandemie?

Auch Japan kämpft nach wie vor mit den Folgen der Corona-Pandemie und lange war es äußerst schwierig für Menschen aus anderen Teilen der Welt, das Land zu besuchen. Nur langsam werden die Grenzen für ausländische Einreisende wieder geöffnet. Geschäftsleute und Studierende dürfen inzwischen wieder einreisen, aber wie sieht es mit dem Tourismus aus?

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Wer aus dem Ausland kommt und in Japan studieren möchte, kann nun bedingt wieder aufatmen. Studierende dürfen nach Angaben der Regierung wieder einreisen, wenn sie einen gültigen Impfnachweis vorlegen können. Und auch die Quarantänezeit für einreisende Geschäftsleute wurde vor einigen Tagen auf drei Tage verkürzt. Japans Grenzen werden Schritt für Schritt wieder geöffnet, aber der internationale Tourismus bleibt weiter auf der Strecke, obwohl es längst Reisekonzepte gibt, die der pandemischen Lage entsprechend angepasst wurden. Was für Möglichkeiten es da gibt und welche Regionen auch noch zur Zeit der Pandemie auf jeden Fall einen Besuch wert wären, zeigen wir euch heute.

Ein Lichtblick am Horizont für den Tourismus?

Kaum eine Branche hat so sehr unter den momentanen Pandemie gelitten wie die Tourismusindustrie. Ausländische Reisende dürfen noch nicht wieder in das Land einreisen und es ist für viele der Betriebe kaum möglich, sich nur über den Inlandstourismus über Wasser zu halten.

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Die japanische Tourismusbranche forderte bereits die Wiederaufnahme der Reisesubventionen, aber gerade die damit verbundene „Go-To-Travel-Kampagne“ wurde zu diesem Zeitpunkt äußerst kritisch gesehen. Das Konzept würde keine nachhaltige Verbesserung der Lage für die Tourismusindustrie mit sich bringen, außerdem befürchtete man, dass die Infektionszahlen bei einer Wiederaufnahme der Kampagne wieder rasant ansteigen könnten.

Letztendlich wurde die „Go-To-Travel-Kampagne“ teilweise wiederaufgenommen. Die Regierung veranlasste kontrollierte Testläufe, an denen ausschließlich vollständige geimpfte Personen teilnehmen durften. Damit hatte man die Lage neu bewerten und die damit verbundenen Risiken besser einschätzen wollen.

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Allerdings weckte die Regierung vor kurzem auch neue Hoffnungen, was die Situation der ausländischen Reisenden und damit auch die der Tourismusbranche betrifft. In Japan wird momentan darüber nachgedacht, die Grenzen wieder für den Tourismus zu öffnen, wenn auch unter sehr strengen Bedingungen. Allerdings bezogen sich entsprechende offizielle Äußerungen dazu bisher nur auf Reisegruppen und nicht auf Personen, die einzeln reisen möchten. Wer diesen Bedingungen in Zukunft entsprechen kann und sich auch an sie halten will, dem könnten vielleicht schon bald wieder die Tore in dieses faszinierende Land offenstehen.

Schwere Zeiten erfordern innovative Lösungskonzepte

Wie genau diese speziellen Einreisebedingungen aussehen werden und ab wann die Einreise für ausländische Touristen konkret wieder möglich sein wird, ist momentan noch unklar, aber eins ist sicher. Die Hotels, Campingplätze, Restaurants, Museen sowie viele andere Sehenswürdigkeiten des Landes warten bereits sehnsüchtig auf euch.

Japan ist für viele Menschen in Europa eines der Traumurlaubsziele. Verständlich, denn immerhin hat es eine absolut einzigartige Kultur- und Naturlandschaft zu bieten. Viele wollen reisen, dabei aber weder das eigene Leben noch das anderer gefährden. Möglichkeiten, sich und die Menschen in der Umgebungen zu schützen: In kleinen Gruppen reisen, viel an der frischen Luft unterwegs sein und überfüllte Tourismus-Hotspots meiden. Wie genau aber kann aber eine solche Tour aussehen?

Backpacking wird immer beliebter

Wer in einer beschaulichen Runde oder vielleicht sogar ganz ohne andere Reisefans, sondern nur mit einem beratenden Guide an der Seite in Japan unterwegs sein möchte, für den sind Backpacking-Touren vielleicht genau richtig. Beim Backpacking ist es üblich, sein ganzes Gepäck in einem Rucksack mit sich zu führen und von Ort zu Ort zu ziehen, anstatt dauerhaft in einem festen Gebiet zu verweilen.

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Es gibt inzwischen einzigartige Reisekonzepte und Touren, die auf Backpacking basieren und es einem ermöglichen, einen Teil von Japan hinter den Kulissen des Massentourismus kennenzulernen. Keine typischen Busrundreisen, keine großen Hotelketten, kein Massenandrang. Stattdessen kleine, oftmals inhabergeführte Hotels und Restaurants und gereist wird zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Rucksackreisen bieten viele Freiheiten und die Chance auf ganz neue individuelle Einblicke in die japanische Kultur. Gerade Menschen, die am besten alleine Energie tanken können und sich trotzdem eine geführte Tour wünschen, können sich hier von einem Reiseguide begleiten und unterstützen lassen.

Campingwagen und Zelt statt Hotel und Herberge

Wer der Natur so nah wie nur irgend möglich sein und gleichzeitig das Infektionsrisiko aufgrund von geschlossenen Räumen senken möchte, sollte vielleicht mal über eine Tour mit dem Campingwagen oder über ein Zelt im Gepäck nachdenken. In vielen Präfekturen werden inzwischen tolle, naturnahe Campingmöglichkeiten angeboten.

Die Präfektur Shizuoka ist ein gutes Beispiel dafür. Hier warten hochwertig ausgestattete Campingplätze auf euch. Die Region ist äußerst vielseitig und hat auch kulinarisch viel zu bieten. Das Fremdenverkehrsamt von Shizuoka und der Karavan-Anbieter Dream Drive haben beispielsweise im Rahmen einer Kooperation eine viertägige Reise zusammengestellt, bei der man im Camper die vielfältige Region erkunden kann. Ein wunderschöner Ausblick auf den Mt. Fuji ist hier mit inbegriffen.

Wandern und Fahrradfahren laden zum Reisen ein

Aber natürlich kann man nicht nur in Shizuoka naturnah Urlaub machen. Die Präfektur Kochi auf Japans kleinster Hauptinsel Shikoku beherbergt ebenfalls eine traumhafte Naturlandschaft, die in vielen Teilen noch völlig unberührt ist. Bergiges Terrain, lange Strände und noch ganz natürliche Flussgebiete machen die verhältnismäßig abgeschiedene Region zu einer Wanderoase. Mit die schönste Aussicht bietet euch hier der Katsuharama-Strand, der gleichzeitig auch eines der beliebtesten Fotomotive der Region ist. Das Meer und den Horizont vor Augen und die Berge im Rücken.

Kochi Küste
Die malerischen Naturlandschaften der Präfektur Kochi sind allemal eine Reise wert. Bild: Natascha Machner

Auch die Präfektur Ibaraki hat deutlich mehr zu bieten, als manche Statistiken es vielleicht suggerieren mögen. Zwar wurde sie in diesem Jahr erneut von der japanischen Bevölkerung zur unbeliebtesten Präfektur Japans gewählt, aber davon sollte man sich als Reisende auf keine Fall abschrecken lassen. Gerade Ibarakis Landschaft trotzt dem schlechten Ruf der Präfektur. Zu den bemerkenswertesten Sehenswürdigkeiten gehört der Kairakuen Park, der zu den drei schönsten Landschaftsparks Japans zählt. Ein wahres Paradies für Botanik-Fans, das vor allem für seine Pflaumenbäume bekannt ist. 3.000 sind es an der Zahl und in ihrer Blütezeit findet man dort ein wahres Blütenmeer vor.

Gleichsam ist Ibaraki ideal für Touren mit dem Fahrrad, die auch gerne mal ein paar Tage länger dauern dürfen. Die Weiten dieser Landschaft zu erkunden, lohnt sich. Die Präfektur ist wie gemacht dafür, um der Hektik der Städte zu entfliehen, denn dort scheint die Zeit langsamer zu laufen.

Ibaraki Felder
Eine Reise nach Ibaraki verspricht Ruhe und Entspannung abseits des hektischen Alltags. Foto: Soyoung Han (Unsplash)

Sorglos frische Luft atmen

Japan hat sage und schreibe 47 Präfekturen verteilt in acht Regionen. Die meisten von ihnen sind gerade im deutschsprachigen Raum noch überwiegend eher unbekannt. Schade, denn auch die abgelegeneren Regionen haben oft viel zu bieten. Natürlich haben große Metropolen wie Tokyo oder Kyoto ihre ganz eigene Anziehungskraft, aber Japan zeichnet sich nicht nur durch seine teils hochtechnisierten Großstädte und seine reiche Kultur aus. Auch die Naturreichtümer seiner hintersten Winkel sind allenfalls einen Besuch wert.

Fernab der Massen, elektrischen Lichter und des Verkehrslärms warten noch viele andere Sehenswürdigkeiten auf euch, die es kaum erwarten können, von euch entdeckt zu werden. Manchmal lohnt es sich, sich auf vielleicht eine Region oder eine Präfektur zu begrenzen und diese ganz in Ruhe zu erkunden, anstatt von einem überfüllten Zug in den nächsten zu springen, um möglichst viele der großen und bekannten Sehenswürdigkeiten innerhalb eines Urlaubs abzuklappern. Gerade dann, falls sich Japan noch vor dem Ende der Pandemie zu einer Öffnung der Grenzen für den Tourismus entschließen sollte, könnte es von Vorteil sein, sich den Schätzen der Natur zuzuwenden, denn in der Natur kann man vielerorts noch annähernd sorglos ohne Maske atmen.

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