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Seijin no hi (成人の日) – Tag der Erwachsenen in Japan

Heute wird in Japan der Seijin no hi begangen, der den offiziellen Übergang vom Jugendlichen ins Erwachsenenalter kennzeichnet.

Auch wenn der Seijin no hi (Tag der Erwachsenen) erst 1948 als offizieller Feiertag festgelegt wurde, entstammt die Tradition aus einer Shinto Zeremonie (gempuku) die das erste Mal bereits im 7. Jahrhundert erwähnt wurde. In dieser Zeremonie legten junge Samurai-Krieger mit etwa 15 Jahren ihre Jungennamen ab und wurden mit einem neuen Erwachsenennamen in den Kreis der Männer aufgenommen.

Für junge Frauen (ca. 16 Jahre) signalisierte das erste Anlegen eines speziellen Kimono (furisode) dass sie nun keine Kinder mehr, sondern junge unverheiratete Frauen waren.

Als offizieller Feiertag wurde der Seijin no hi seit 1948 am 15. Januar begangen, seit 2000 ist er festgelegt auf den zweiten Montag im Januar. Nahmen früher nur Jugendliche teil die im vorherigen Jahr oder genau auf den Tag 20 Jahre alt wurden, ist die Spanne heute auf den 2. April des Vorjahres bis zum 1. April des aktuellen Jahres, sodass auch teilweise 19. Jährige an der seijin shiki (Feier des Erwachsenwerdens) teilnehmen.

Seijin no hi_2011
By Color Lounge

Junge Frauen tragen traditionell einen furisode Kimono, der aber wegen der hohen Kosten eines neuen Kimonos heutzutage zumeist geliehen ist. Da der Seijin no hi einer der wenigen verbleibenden Tage ist an denen noch ein Kimono getragen wird nehmen die jungen Frauen oft professionelle Hilfe bei dem nicht einfachen Anlegen des Kimonos in Anspruch.

Die jungen Männer haben es da einfacher, da mittlerweile fast jeder einen einfachen schwarzen Anzug zur Zeremonie trägt und sich nur sehr wenige für einen traditionellen dunkelblauen Kimono (hakama) entscheiden.

In der Zeremonie (seijin shiki) werden den Jugendlichen die Rechte und Pflichten erklärt die sie nun als Erwachsene erwarten. Beispielsweise ist 20 das legale Mindestalter für Rauchen, Trinken und Wählen. Nach den Reden erhalten die nun Erwachsenen kleine Geschenke und gehen danach meist mit ihren Freunden zusammen aus und feiern.

In den letzten Jahren hat die Teilnahme am Seijin no hi jedoch stetig abgenommen. Die niedrige Geburtenrate und der damit verbundene sinkende Prozentsatz an Jugendlichen tragen dazu ebenso bei wie verschieden Ereignisse der letzten Jahre bei denen die Feierlichkeiten gestört wurden. Dazu kommt auch dass viele Jugendliche sich mit 20 selbst noch nicht als erwachsen sehen und nicht an der Zeremonie teilnehmen wollen.

Wir hoffen aber dass es für alle Teilnehmer ein ganz besonderer Tag wird.

 

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