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Sightseeingtour: Die Präfektur Hyogo – inmitten von Japans Kansai-Region

Hyogo ist eine japanische Präfektur, die insbesondere dank Städten wie Kobe und Himeji zahlreiche Touristen anlockt. Auch Anime-Schöpfer ließen sich von Schauplätzen aus diesem Gebiet inspirieren. So spielt beispielsweise Die letzten Glühwürmchen während des Zweiten Weltkrieges in Kobe.

Die Präfektur Hyogo befindet sich auf der Insel Honshu in der Region Kansai. Sie besitzt acht Landkreise und über 5,5 Millionen Einwohner. Abgesehen von den zwei Präfekturen an den äußeren Spitzen Honshus, ist es die einzige Präfektur Japans, bei der sowohl die nördliche als auch die südliche Grenze am Meer liegen – nämlich am Japanischen Meer (Norden) und an die Inlandsee (Süden). Der mittlere Teil Hyogos ist wiederum gebirgig. Im Westen grenzt Hyogo an die Präfekturen Okayama und Tottori, im Osten wiederum an Osaka und Kyoto. Die Naruto-Brücke und Akashi-Kaikyo-Brücke verbinden Hyogo zudem mit der Präfektur Tokushima und der Insel Awaji-shima.

Das Klima variiert in diesem Gebiet insbesondere im Winter: Während der Süden durch Bergrücken von den Meeren geschützt liegt, wodurch milde Temperaturen vorherrschen, wird es im Inneren und im Norden sowohl kalt als auch schneereich.

Akashi-Kaikyo-Brücke
Akashi-Kaikyo-Brücke (C) Tysto • CC-BY-SA-3.0

Ein wenig Geschichte

Die Präfektur Hyogo entstand 1868 in der Meiji-Restauration und war damals nur ein kleiner Teil des heutigen Gebiets. Sie umfasste neben dem Hafen in Kobe und seiner Umgebung vor allem damalige Shogunatsländer in den Provinzen Settsu und Harima, zeitweise jedoch auch Teile von Osaka und des Nordens von Awaji.

1871, demzufolge mit der Abschaffung der Han (*), ereignete sich die erste Konsolidierung der entstandenen Präfekturen und das heutige Gebiet von Hyogo teilte man zwischen vier Präfekturen auf. 1876 folgte der zweite Zusammenschluss Hyogos, dieses Mal sowohl mit Shikama als auch mit Teilen von Toyooka und Myodo. Dadurch erhielt die Präfektur – mit Ausnahme von minimalen Grenzverschiebungen, die sich im Nachhinein ereigneten – sein heutiges Gebiet.

Burg von Himeji
Burg von Himeji (C) Lukas • CC BY 2.0

Bekannte Großstädte

Die wohl bekannteste und größte Stadt der Präfektur Hyogo ist Kobe, wo sich ebenso ihr Verwaltungssitz befindet. Kobe mag keine typische Touristenstadt sein und bietet seit dem großen Hanshin-Erdbeben im Jahr 1995 in den meisten Stadtvierteln einen eher modernen Anblick. Dennoch lockt Kobe beispielsweise mit zahlreichen Museen, Thermalbädern, religiösen Stätten und Parkanlagen. Auch ist die Stadt für seine Jazz-Clubs und das im Oktober in Kitano stattfindende Event Jazz Street bekannt. Als musikalisch entpuppt sich auch das Samba-Festival, welches im Mai im Rahmen des Kobe Matsuri stattfindet. Im Dezember lädt dagegen das Lichtfest Kobe Luminarie Besucher in den Higashi Yuenchi Park ein. Das Event erinnert an das große Hanshin-Erdbeben.

Kulinarisch ist Kobe weltweit für seine Zuchtrinder berühmt, aus denen Rindfleisch gewonnen wird, allerdings auch für seinen Sake (Reiswein) aus Nada. Des Weiteren kommen verschiedene Süßigkeiten und Gebäck aus Kobe. Eine weitere regionale Spezialität ist Ikanago no Kugini, womit kleine Babyfische gemeint sind. Diese kocht man sowohl mit Sojasoße, Ingwer, Mirin als auch Zucker und bietet sie mit Reis zum Verzehr an.

Sehenswürdigkeiten & Attraktionen 

Die Burg Himeji, die mit ihrem weißen Äußeren besticht, gehört zu den nationalen Kulturschätzen Japans und wurde 1993 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Anders als viele andere Burgen wurde diese nicht durch Erdbeben, Krieg oder Brände zerstört – es handelt sich demnach um eines von zwölf originalen Burgschlössern Japans. Der Park um die Burg ist besonders während des Kirschblütenfestes Hanami beliebt.

Ein weiterer Blickpunkt der Präfektur ist Kokoen, ein japanischer Garten, der 1992 neben der Burg Himeji errichtet wurde. Er besteht aus neun verschiedenen Gartenanlagen, die verschiedene Stile der Edo-Periode nachempfinden.

Kokoen in Himeji (C) 663highland • CC BY 2.5

In der Stadt Asago können Interessierte mit der Burg Takeda eine attraktive Burgruine begutachten. Diese entstand ehemals im Jahr 1411. In den 70er und 80er Jahren restaurierte man die zerfallenen Burgreste, woraufhin der Ort für Touristen zugänglich wurde.

Kinosaki Onsen befindet sich wiederum im Norden der Präfektur Hyogo direkt an der Küste des Japanischen Meeres. Dabei handelt es sich um eines der beliebtesten Onsen der Kansai-Region. Man entdeckt die heißen Quellen im achten Jahrhundert. Seitdem entwickelte sich der Ort zu einer altmodischen Onsen-Stadt.

Kinosaki Onsen
Kinosaki Onsen (C) Samchan91 • CC BY-SA 4.0

Mit Kitano-cho – auch Kitano Ijinkan genannt – befindet sich ein historisches Viertel in Kobe. Die Kulisse bietet Touristen viele ausländische Residenzen aus Japans später Meiji- und früher Taisho-Zeit. Einige der Häuser dienen weiterhin als Residenz, viele sind jedoch nur für Touristen zugänglich, was das Viertel zu einem attraktiven Touristengebiet macht.

Zu guter Letzt mag auch Sorakuen, ein traditioneller japanischer Garten in Kobe, ein Besuch wert sein. Er gehörte einst zur Residenz von Kodera Kenkichi, ein ehemaliger Mayor aus Kobe. Seit 1941 ist der Garten für die Öffentlichkeit zugänglich.

Weitere Informationen:

Legende

  • [*] Die Abschaffung der Han und die damit verbundene Errichtung der Präfekturen ist eine im Jahre 1871 durchgeführte Reformmaßnahme. Bei dieser ersetzte die Meji-Regierung die feudalen Han der Edo-Zeit durch eine zentrale Verwaltung. Die Maßnahme gilt als wichtigster Schritt, der zur Meiji-Restauration beitrug.

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