Japan erleben Singender Sand und besondere Seide in Japans Küstenregion Kyotango

Singender Sand und besondere Seide in Japans Küstenregion Kyotango

Kyotango ist eine malerische Küstenregion in der Präfektur Kyoto. Angesiedelt auf der Halbinsel Tango ist der Ort ein perfektes Urlaubsziel. Denn die wunderschönen Strände und die gute Erreichbarkeit von den großen Städten Kyoto und Osaka machen die Stadt besonders attraktiv.

Vor allem für Kurzurlaube von Kyoto aus ist die Küstenregion Kyotango perfekt geeignet. Die Stadt hat eine Größe von etwa 90 Prozent der gesamten Größe der Insel Guam. Sie ist Teil des Sanin Kaigan Geoparks und bietet eine riesige geologische Vielfalt. Daher präsentiert die Gegend auch eine Vielzahl interessanter Naturmerkmale und Strukturen. Einige der besonderen Highlights sind der Kirifuri Wasserfall, Tate-iwa und Byobu-iwa, sowie die Uchiama Buchenwälder und der Kyoga Misaki Leuchtturm.

Der Kirifuri Wasserfall ist erstaunliche 21 Meter hoch und 4 Meter breit. Sein Name leitet sich von der Art und Weise, wie das Wasser gegen die Felsen spritzt und dann einen hübschen Sprühnebel bildet, ab. Kirifuri bedeutet hübsch und ist eine sehr passende Beschreibung für einen so beeindruckenden Wasserfall. Tate-iwa und Byobu-iwa klingen zunächst sehr fremd. Doch es handelt sich dabei um die Namen von zwei Felsformationen der Küstenregion. Sie liegen etwa eine halbe Stunde Fußmarsch von einander entfernt. Der 13 Meter hohe Byobu-iwa soll an einen Paravent erinnern. Dagegen heißt es, dass ein oni, ein japanischer Dämon, unter dem mächtigen Tate-iwa eingeschlossen sei.

Die Uchiyama Buchenwälder tragen schon im Namen, was sie sind. Eine malerische Waldgegend, die zu den größten Buchenwäldern der gesamten Präfektur gehört. In diesem Wald sind etwa 300 verschiedene Typen von Bäumen beheimatet. Dieses Waldgebiet der Küstenregion ist so interessant, dass auch geführte Touren angeboten werden. Einen im territorialen Ausmaß vollkommen gegensätzlichen Pol stellt der Kyoga Misaki Leuchtturm dar. Er markiert den nördlichsten Punkt der Kansai Region. Von seiner Spitze aus können Besucher eine ganz besondere Aussicht über das japanische Meer genießen.

Die Küstenregion bietet je nach Jahreszeit einige ganz besondere Sehenswürdigkeiten

Der Stolz Kyotangos ist ihr ganzjährig fantastisches Angebot. Sie werben damit, dass die Küstenregion die verschiedensten Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten für jede der Jahreszeiten zu bieten hat. Im Frühling sind natürlich, wie auch im Rest des Landes, die Kirschblüten besonders sehenswert. Doch auch nach ihrem Verblühen gibt es noch eine Menge zu sehen. Die 16 Strände der Region sind perfekt für eine Erleichterung von der Sommerhitze. Einer der größten dieser Strände ist der Kotobikihama Strand. Sein Name bedeutet „Koto Spielstrand“ und leitet sich von dem einzigartigen singenden Geräusch ab, das der Sand machen soll. Das Koto ist ein traditionelles japanisches Instrument, das die Töne des singenden Sandes repräsentieren soll.

Auch im Herbst und Winter gibt es jede Menge in der Küstenregion zu sehen. Besucher dürfen lokale Früchte und lokales Gemüse ernten. Zu diesen gehören Birnen, Pfirsiche und Süßkartoffeln. Ein solches Angebot bieten Obstgärten wie zum Beispiel Yasaka Fruit Kingdom. Dabei ist es natürlich erlaubt, so viel der selbstgeernteten Produkte zu essen, wie es jedem beliebt. Gegenüber diesen typisch herbstlichen Aktivitäten steht der Winter mit seinen perfekten Angeboten. Obwohl die Stadt auf einer Insel gelegen ist, ist Skifahren auch dort die Sportart der kalten Jahreszeit. Der 683 Meter hohe Berg Taiko im Norden der Region macht es möglich. Auf diesem Berg befindet sich das Swiss Village Ski Resort, in dem es – wie in japanischen Resorts üblich – auch einen Onsen gibt. Diese stehen dabei nicht nur im Winter, sondern zu jeder beliebigen Jahreszeit offen.

Auch die angebotenen lokalen Produkte haben ihre ganz besonderen Eigenheiten

Kyotangos berühmtestes Produkt ist Tango chirimen, oder auch Seidenkrepp. Dabei handelt es sich um ein besonderes, hochwertiges Flachgewebe, das eine charakteristische gekräuselte Struktur aufweist. Für dieses Seidenkrepp ist Amino einer der größten Hersteller. Die weiche Haptik und die lebhaften Farben machen das Material besonders beliebt für die Herstellung der traditionellen japanischen Kimonos. Auch andere japanische Accessoires wie zum Beispiel Geldbörsen und Wickeltücher werden besonders gern aus diesem Material produziert. Diese besonderen lokalen und zugleich traditionell japanischen Produkte sind ein perfektes Souvenir für diese Küstenregion. Es ist sogar möglich, im Kulturzentrum bei der Herstellung von chirimen zuzusehen und diese sogar selbst zu färben.

Doch nicht nur für textile Produkte ist die Küstenregion bekannt. Auch ihr hochqualitativer Reis erhielt besondere Aufmerksamkeit. Denn er wird sowohl gegessen, als auch für die Herstellung von japanischem Reiswein verwendet. Die Kinoshita Brauerei in Kumihama bietet Touren und auch Verkostungen für Interessierte Besucher an. Natürlich sollte jeder, der Fisch mag, auch die berühmten frischen Austern und Seeigel probieren, bevor der Sake an der Reihe ist.

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