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Tattoos in Japan

Eintritt unerwünscht

Auch wenn Tattoos in Japan eine lange Tradition haben: sie werden nicht gerne gesehen und seit jeher mit den japanischen Verbrechersyndikaten Yakuza assoziiert.

Aus diesem Grund waren Tätowierte bis vor wenigen Jahren in den öffentlichen Bädern und heißen Quellen des Landes unerwünscht. Angesichts der gestiegenen Besucherzahlen ausländischer Gäste beginnt allerdings ein langsames Umdenken.

Japan zählt auch in diesem Jahr so viele ausländische Besucher wie nie zuvor. Während 2016 noch 24 Millionen Touristen in das Land einreisten, kamen in diesem Jahr schon über 10 Millionen Gäste und das alleine zwischen Januar und Mitte Mai. Bei vielen Touristen steht ein Besuch der traditionellen japanischen Quellen, den Onsen, ganz oben auf der To-Do-Liste.

Dennoch verbieten viele Betreiber der heißen Quellen tätowierten Besuchern den Eintritt. Angesichts der gestiegenen Besucherzahlen und im Hinblick auf die Olympischen Spiele im Jahr 2020 hat die japanische Regierung im Februar einer Erklärung zugestimmt, nach der die Betreiber öffentlicher Bäder auch tätowierten Gästen den Einlass gewähren sollen.

Baden in Japan: Tätowierte unerwünscht
Tätowierte unerwünscht! | Flickr © Turner (CC BY-NC-ND 2.0)

Die japanische Tourismusbehörde (Japan Tourism Agency) hat bereits im letzten Jahr öffentlich von den Betreibern japanischer Badehäuser gefordert, was viele im Land nicht für möglich gehalten hätten: da die Anzahl ausländischer Touristen in Japan kontinuierlich ansteigt, bitte man sie, auch den ausländischen Gästen mit Tattoos den Zutritt zu erlassen.

Verbindlich sei die Bitte zwar nicht und sie gilt auch nicht für tätowierte Japaner, sie stellt aber einen tief greifenden Wandel in der hochgeschätzten japanischen Badekultur dar.

Tattoos in Japan: „Damit kommst du nicht rein“

Da Tattoos in Japan seit jeher mit den Yakuza – japanischen Verbrechersyndikaten – assoziiert werden, galt in den öffentlichen Badehäusern bisher der strikte Grundsatz: kein Einlass für tätowierte Kunden. Zu groß die Angst der Betreiber, dass Menschen mit Tätowierungen die anderen Gäste vertreiben könnten und zu groß die Angst der Kunden, ihr Entspannungsbad mit einer Gruppe Gangster teilen zu müssen.

Das Verbot gilt allerdings nicht nur für tätowierte Japaner, sondern auch für die meisten Touristen. Auch, wenn diese ganz offensichtlich nichts mit organisierter Kriminalität zu tun haben. Negative Assoziationen und Stereotype über Tattoos sind in Japan vielerorts noch tief in der Gesellschaft verankert.

Dass auch immer mehr Japaner eine Tätowierung lange nicht mehr als Zugehörigkeit-Symbol mit den Yakuza, sondern wie im Westen als modisches Statement betrachten, führt nicht selten zu Konflikten. Auch an Stränden und in öffentlichen Schwimmbädern sind tätowierte Gäste oft nicht erwünscht.

Tattoos in Japan - Kein Eintritt ins Onsen
Das japanische Bad – egal ob zuhause, in einem öffentlichen Badehaus oder in einer heißen Quelle, ist tief in der japanischen Kultur verankert | Flickr © Masahiko Ohkubo (CC BY 2.0)

Onsen-Besuch weit oben auf der Wunschliste der Japan-Reisenden

In immerhin knapp über der Hälfte aller Badehäuser ist der Besuch tätowierter Urlauber mittlerweile unter einigen Bedingungen erlaubt. Viele Urlauber erleben dennoch eine böse Überraschung, wenn sie am Empfang eines Badehauses freundlich darauf hingewiesen werden, dass der Einlass ihnen leider nicht gewährt werden kann.

Ausländische Gäste haben in der Vergangenheit häufig ihren Unmut über die strikte Regelung geäußert und sich bei japanischen Reisedienstleistern über das Verbot beschwert. Bei vielen Touristen steht nämlich der Besuch der traditionellen heißen Badequellen ganz weit oben auf der Check-Liste für den Japan-Urlaub.

Da das Land im Jahr 2017 so beliebt ist wie nie zuvor, sehen sich immer mehr Onsen-Betreiber in der Pflicht, ihre strikten Richtlinien aufzulockern und den tätowierten Gästen aus dem Ausland den Einlass zu gewähren.

Tätowierungen verstecken oder spezifische Besuchszeiten für tätowierte Ausländer? Die Suche nach Lösungen

Für den Wandel in der traditionellen Badekultur hat die Tourismusbehörde auch den ein oder anderen Vorschlag parat: zum einen könne man die ausländischen Gäste ja bitten, ihre Tattoos abzukleben (was vielerorts schon so gehandhabt wird) und zum anderen könne man überlegen, bestimmte Badezeiten für Tätowierte festzulegen, um die Stammgäste nicht zu verschrecken.

Alleine das Abkleben der Körperverzierungen dürfte dem ein oder anderen Badegast allerdings verstimmen. Immerhin werden Fremdkörper im heißen Wasser als unrein betrachtet, weshalb man ja auch nur nackt und nur nachdem man sich ausgiebig abgeschrubbt hat, ins heiße Wasser steigen darf.

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