Japan erleben Tsuruoka und die Berge von Yamagata – Highlights eines besonderen Ortes

Tsuruoka und die Berge von Yamagata – Highlights eines besonderen Ortes

Gelegen in den nördlichsten Bergen von Yamagata bietet Tsuruoka eine Menge Highlights. Denn der noch größtenteils von Touristen unbekannte Ort ist ruhig und mystisch. Doch er bietet auch eine Fülle einzigartiger Dinge, die sonst nirgends im ganzen Land zu finden sind.

Highlights des Ortes Tsuruoka
Quelle: JapanToday

Die Stadt wird viel zu oft übersehen, denn sie und ihre Umgebung haben zahlreiche Highlights und Juwelen zu präsentieren. Heilige Anlagen, Berge am Meer und sogar eine UNESCO Auszeichnung als Kreativstadt der Gastronomie können Touristen hier finden.

Denwa Sanzan, die drei Berge von Denwa sind ein wahrhaft mystischer Ort und stellen das erste der vier großen Highlights dar. Sie bestehen aus dem Berg Haguro, dem Berg Yudono und dem Berg Gassan, der der höchste dieser drei ist. Sie symbolisieren Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft und sind für Shogendo-Mönche heilig. Diese praktizieren auch eine strenge Bergverkehrung. Doch auch Besucher dürfen diesen Weg gehen. Er führt durch einen dichten Zedernwald hin zu einer fünfstöckigen Pagode, der Goju-to. Sie ist die älteste hölzerne Pagode der gesamten Tohoku Region und wurde 937 erbaut.

Dort können Besucher in einer traditionellen Tempelhütte übernachten und die Rituale der Mönche erleben. Dazu gehört yamabushi-do (Berg-Asketentraining), Meditation unter einem Wasserfall und das Essen traditioneller, veganer Küche aus Berggemüse. Außerdem können Touristen „Tod und Wiedergeburt“ durchleben, indem sie die fast 2.500 Stufen auf den Berg Haguro hinauf- und wieder hinabsteigen. Der alte Pilgerweg führt sie dabei in das Geisterreich, das der Mount Gassan (1984 Meter) darstellt. Zur Abrundung dieses Erlebnisses gehört am Ende ein Bad der Reinigung in den heißen Quellen des Mount Yudono. Diese Rituale finden jährlich Ende August, Mitte September und Ende des Jahres statt.

Mumien von Tsuruoka
Quelle: JapanToday

Mumien, ein Park und ein Aquarium klingen schwer zu vereinen, doch alle drei sind Highlights von Tsuruoka

Die Mumien sind ein besonderes und vielleicht auch gruseliges Relikt der Stadt. Denn früher wurden die Sokushinbutsu (selbstmumifizierte Mönche) lebendig begraben. Sie hungerten zuerst, bis sie nichts als Haut und Knochen waren, ließen sich lebendig begraben und mumifizierten. So wurden aus ihnen lebende Relikte. Sie tragen den Titel „lebende Buddhas“ und sollen den Sterblichen Glück und Schutz bringen. Pilger und Touristen können sie in Yamagata Tempeln besuchen.

Weniger gruselig und dafür eins der wunderschönen Highlights ist der Tsutuoka Park. Er hat 730 Sakura Bäume und ist damit von Ende Februar bis Mitte April einer der 100 schönsten Kirschblüten-Orte Japans. Doch er hat noch mehr zu bieten. Mitte August findet dort das Shonai Taisai Festival statt. Bei diesem feiern die Besucher eine Parade von Männern und Frauen in Samurai-Kleidung der Edo Zeit. Die meisten Zuschauer tragen dabei Kimonos oder Yukata, passend zur traditionsreichen Parade.

Das letzte besonders große Highlight ist die Quallen-Sammlung. Denn in Tsutuoka gibt es die weltgrößte dieser Art. Ihr Aquarium hat 50 verschiedene Arten und ist damit im Guinness-Buch der Rekorde. Ihr Kronjuwel ist ein fünf Meter breiter Panzer mit 5.000 Mondquallen.

Auch für Skibegeisterte gibt es hier besondere Highlights

Von April bis Ende Juni ist der Berg Gassan für den Skisport freigegeben. Es gibt dort Schnee. Der Berg ist im Winter sogar wegen zu viel Schnees geschlossen. Denn die Temperaturen und die schiere Menge der weißen Masse sind für Skifahrer viel zu gefährlich. Doch in der frühsommerlichen Zeit ist der Berg eins der Skifahrer Highlights. Er ist zwar nicht berühmt dafür, doch bietet er ein sicherlich selten gesehenes Sommer-Ski-Erlebnis, das es so nicht an vielen Orten gibt.

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