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Weihnachten in Japan

Heute haben wir schon den vierten Advent und das heißt für Kinder überall nur noch dreimal schlafen bis Weihnachten vor der Tür steht.

Auch in Japan wird Weihnachten gefeiert, allerdings gibt es dort, wie in jedem Land, eigene Weihnachtstraditionen die sich über die Jahre entwickelt haben. Anders als in Deutschland, wo die Familie an Weihnachten im Vordergrund steht und man in der Regel den Heiligabend mit seiner Familie verbringt, ist Weihnachten in Japan eher eine romantische Angelegenheit für Pärchen und das Neujahr ist dann für die Familie reserviert.

Japans Bevölkerung besteht nur zu etwa 1% aus Christen, trotzdem ist schon Wochen vor Weihnachten alles überbordend mit Weihnachtsdekorationen versehen und an jeder Ecke lacht einen die Werbung für den „Christmas Cake“ (Weihnachtskuchen) an. Tatsächlich ist der „Christmas Cake“ eins der beiden Dinge die an Weihnachten in Japan nicht fehlen dürfen.

Was isst man zu Weihnachten?

Der traditionelle Weihnachtskuchen ist Strawberry Shortcake, ein Biskuitkuchen mit Schlagsahne und Erdbeeren, daneben gibt es aber natürlich auch noch andere Varianten. Es gibt verschiedene Theorien darüber warum gerade dieser Kuchen so beliebt geworden ist. Begonnen hat aber alles mit Fujiya die 1922 die erste Version der Strawberry Shortcake an Weihnachten verkauft haben. Ob es nun an der Farbgebung liegt (weiß und rot wie die Flagge Japans), von französischen Desserts inspiriert wurde oder einfach nur ein Zufall ist dass es so beliebt geworden ist, Tatsache ist dass der Weihnachtskuchen fest zur Tradition in Japan gehört.

Vor nicht allzu langer Zeit wurden in Japan daher Frauen die 25 und unverheiratet waren als „vertrockneter Weihnachtskuchen“ bezeichnet. Weihnachtskuchen sind bis zum 24. heiß begehrt und jeder möchte einen haben, am 25. allerdings ist der Spuk vorbei und keiner braucht mehr einen Kuchen. Heutzutage ist es auch in Japan normal dass Frauen als auch Männer zu einem späteren Zeitpunkt heiraten und wir würden es auch definitiv nicht gutheißen jemanden als „Weihnachtskuchen“ zu bezeichnen (oder selbst so genannt zu werden).

Auch Kentucky Fried Chicken gehört in Japan zum Weihnachtsfest

Weihnachten in Japan - KFC
KFC in Japan | Bild: Flickr © Nicolas Nova (CC BY-NC 2.0)

Kentucky Fried Chicken? Für viele mag das eher überrachend sein, aber Kentucky, bzw. frittiertes Hähnchen ist DAS Weihnachtsessen das mit einem Strawberry Shortcake als Dessert abgeschlossen wird. Seit sehr erfolgreichen “Kurisumasu ni wa kentakkii!” (Kentucky für Weihnachten!) Marketing-Kampagne 1974 wurde Kentucky als Weihnachtsessen etabliert und jedes Jahr werden schon Wochen vorher Bestellungen für das Weihnachtsmenü aufgegeben. Mittlerweile bekommt man das jetzt traditionelle Weihnachtshähnchen nicht nur bei Kentucky sondern auch bei anderen Restaurants und sogar bei Conveniece Store Ketten wie Lawson.

Weihnachten – Ein Fest für Liebende

Der heilige Abend als Pärchen-Event wird auch durch die vielen Illuminationen (wie etwa die Ao no dokutsu Illumination) begünstigt die einen geradezu zu einem romantischen Spaziergang einladen. An den Heiligabend sind für viele Pärchen, vor allem für die weibliche Bevölkerung, hohe Erwartungen geknüpft. Kürzlich berichtete rocketnews24 über eine Umfrage von matchalarm die herausfinden wollte welche Erwartungen Frauen an ihre Männer/Freunde haben. Auch wenn nicht alle erwarten dass ihre Freunde ein Vermögen für sie ausgeben wird doch auch hier klar dass definitiv ein (gut durchdachtes) Geschenk erwartet wird. Für internationale Pärchen kann dies neben unterschiedlichen Weihnachtstraditionen zu Mißverständnissen führen. Wer ein gemütliches Familienfest erwartet kann schnell für Unmut sorgen wenn der Partner auf einen exklusiven romantischen Abend eingestellt ist.

Doch nicht jeder freut sich auf Weihnachten. Wie die Japan Times berichtet findet auch in diesem Jahr, heute um genau zu sein, wieder ein Marsch der Kakuhidou statt. Kakuhidou ist kurz für Kakumeiteki Himote Domei (Revolutionary Unattractive Male Alliance) die von dem Single Katsuhiro Furusawa (aka“Furukatsu”) gegründet wurde. Warum es wichtig ist zu erwähnen dass er Single ist? Weiol Furusawa 2006 offensichtlich so einsam und frustriert war dass er die Weihnachtszeit alleine verbringen muss, dass er besagte Gruppe gründete und beschloss mit gleichgesinnten Männern gegen Weihnachten zu protestieren. An Heilig Abend versammelten sie sich vor dem Bahnhof von Akihabara und verteilten Flyer mit dem Slogan “Kurisumasu funsai!” (Vernichtet Weihnachten!). Auf der Webseite der Gruppe kann man lesen dass heute ab 16 Uhr ein Marsch ab dem Miyashita Park in Shibuya stattfinden wird. Es werden sogar Parolen für den Marsch aufgelistet, wie besagtes “Kurisumasu funsai!” (Vernichtet Weihnachten!) oder auch „Renai shihonshugi hantai“ (Wiederstand gegen den Liebes-Kapitalismus).

Wir hoffen dass ihr mit eurer Familie und/oder mit eurer besseren Hälfte ein frohes Weihnachtsfest verleben könnt!

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