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Zum Japanischlernen nach Japan ziehen – Das sind die wichtigsten Schritte

Du willst also nach Japan ziehen, um dort Japanisch zu lernen. Du willst endlich einmal selbst Fuß in das Land der aufgehenden Sonne setzen und erleben wie es ist, dort zu leben und zu lernen. Aber wie läuft das Ganze überhaupt ab? Und was musst du alles vorbereiten? Keine Sorge, in diesem Artikel informieren wir dich über die wichtigsten Dinge, welche du beachten solltest, damit du gut vorbereitet und stressfrei deine Zeit in Japan genießen kannst.

Nach Japan ziehen – die Vorbereitung

Bevor du überhaupt in Japan ankommst, gibt es einige Dinge, die du bei der Vorbereitung nicht vergessen solltest. Sowohl in Hinsicht auf nötige Dokumente für die Einreise und deinen Aufenthalt als Sprachschüler in Japan, als auch im Hinblick auf Dinge, die dein Leben dort einfacher machen können.

Dokumente

Was du bestimmt schon weißt, ist, dass du ein Visum beantragen musst, bevor du nach Japan ziehen kannst. Ein weniger bekannter Fakt ist allerdings, dass man für den Erhalt eines Studentenvisums für einen Sprachaufenthalt in Japan ein Certificate of Eligibility benötigt.

Was genau ist das also? Bei diesem Zertifikat handelt es sich um ein Dokument, welches dir von der japanischen Immigrationsbehörde ausgestellt wird. Dieses beantragst du allerdings nicht selbst, sondern dein Antrag geht über die Sprachschule, an welcher du dich vorher angemeldet hast. Die Ausstellung kann bis zu 3 Monate dauern, weshalb du dich unbedingt rechtzeitig darum kümmern solltest.

Das klingt alles zu kompliziert? Keine Sorge, es gibt kostenlose Services wie den von Go! Go! Nihon, welche dir bei der Vorbereitung eines Sprachaufenthalts in Japan unterstützend zur Seite stehen.

Freunde finden

Vor einem längeren Aufenthalt ist man oft aufgeregt. Fragen wie “Werde ich in Japan Anschluss finden?” oder “Wie finde ich Freunde in Japan?” gehen einem durch den Kopf. Daher kann man vor der Ankunft in Japan Vorbereitungen treffen und schon von Deutschland aus Freundschaften mit Japanern schließen.

Nun ist dies aber meist nicht so einfach und es gibt auch nicht in jeder deutschen Stadt eine große japanische Kommune. In Zeiten des Internets finden sich allerdings vielfältige Möglichkeiten Abhilfe zu schaffen. Sprachaustausch-Apps wie hello talk zum Beispiel sind nicht nur eine gute Methode Japanisch mit Muttersprachlern zu üben, sondern auf diesem Wege lassen sich eventuell auch einige Freundschaften schließen, auf die man dann später in Japan zurückgreifen kann.

Sprach-Kenntnisse

Eine weitere Sorge, über die sich viele Leute, welche nach Japan ziehen wollen, den Kopf zerbrechen, sind die eigenen Japanisch-Kenntnisse, beziehungsweise das Fehlen dieser.

Erst einmal vorne weg, es sind keine Sprachkenntnisse nötig, um an einer Japanisch-Sprachschule angenommen zu werden. Allerdings kann es das Leben in Japan um einiges erleichtern, wenn man schon vor der Ankunft in Japan zumindest die beiden japanischen Alphabete (Hiragana und Katakana) lernt.

Im Internet finden sich leicht Anleitungen zum Lernen von Hiragana und Katakana und auch die oben erwähnten Sprachlern-Apps können dir dabei helfen, dich schon im Voraus der Sprache ein bisschen anzunähern. Also nutze die Möglichkeiten, welche dir zur Verfügung stehen und mache dir das Leben in Japan leichter.

Ein Blick auf die Kosten

Neben den nötigen Vorbereitungen, sollte man auch nicht die Kosten, welche auf einen zukommen, außer Acht lassen. Bekanntermaßen sind die Preise in Japan, vor allem in Tokyo, höher. Deshalb sollte man nicht einfach einmal so nach Japan ziehen, sondern sich vorher eingehend Gedanken machen wie man das Ganze finanzieren kann.

Unterkunft

Unterkunft01

Das erste, was man in Japan benötigt, ist ein Dach über dem Kopf. Hier gibt es für Sprachschüler verschiedene Möglichkeiten, die sich auch preislich etwas unterscheiden. Einmal hat natürlich der Wohnort einen Einfluss auf den Preis, des Weiteren kann auch die Art der Unterkunft einen erheblichen Unterschied machen.

Durchschnittliche Mietkosten pro Monat für billige Unterkünfte für Sprachschüler liegen in Tokyo bei grob 80.000 ¥ (670 €), wenn man ein wenig länger sucht oder eine andere Stadt wählt, kann man aber auch noch billigere Unterkünfte finden. Die Mietkosten in anderen Städten können bis um die Hälfte weniger betragen, daher sollte man sich auch über die Wahl des Wohnortes ernsthaft Gedanken machen.

Zu den Mietgebühren kommen oft auch noch Nebenkosten für Wasser, Strom und Gas hinzu. Hier sollte man mit bis zu 10.000 ¥ (85 €) im Monat rechnen. Außerdem zahlt man auch für schnelles Internet bis zu 6.000 ¥ (50 €) pro Monat.

Schulgebühren

Neben den Mietkosten sind die Schulgebühren eine der größten Kostenquellen, wenn man als Sprachschüler nach Japan ziehen möchte. Hier ist es schwierig eine pauschale Aussage zu treffen, da die Kosten je nach Sprachschule stark schwanken können.

Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass man für ein Vollzeitstudium von 6 Monaten an einer Sprachschule nachweisen muss, dass man 1.000.000 ¥ (mindestens 8.000 €) auf dem Konto hat. Dies ist der Betrag, welchen man laut der japanischen Einwanderungsbehörde für ein halbes Jahr zum Leben in Japan braucht.

Sonstige Kosten

Zusätzlich sollte man noch weitere Kosten wie Transportkosten, Kosten für Nahrungsmittel, Handyverträge und Freizeitunternehmungen miteinberechnen. Man will ja schließlich auch etwas Spaß haben und vor allem in den japanischen Großstädten bieten sich einem zahlreiche Freizeitmöglichkeiten.

Bei diesen zusätzlichen Kosten kommt es stark auf deinen Wohnort und deine Lebensgewohnheiten an, wie viel du für diese Dinge jeden Monat ausgibst.

Besonders Lebensmitteln in Tokyo können etwas teurer sein als wir es aus Deutschland gewöhnt sind. Durch einige Tipps und Tricks kann man aber auch hier Geld sparen. Zum Beispiel bieten die meisten Supermärkte abends bis zu 50% Rabatt auf fertige Bentoboxen an. Und mit ein bisschen Suchen kann man auch relative günstige Restaurants finden.

Für Handyverträge sollte man mit ungefähr 25 – 80 € rechnen, je nachdem, was man von einem Vertrag erwartet.

Eine Arbeit finden

Das Leben in Japan ist nicht billig, aber es gibt auch die Möglichkeit, sich neben dem Sprachstudium durch einen Nebenjob etwas dazuzuverdienen.

Das Studentenvisum, welches man als Langzeit-Sprachschüler (ab 6 Monaten) erhält, erlaubt es einem bis zu 28 Stunden in der Woche zu arbeiten. Die üblichsten Tätigkeiten sind Nebenjobs als Sprachlehrer, Übersetzer, Restaurant-Servicekraft, oder im IT-Bereich.

Japanisches Essen01

Es ist nicht immer einfach einen Nebenjob zu finden, aber wenn man wirklich sucht, ist es generell möglich etwas zu bekommen. Einige Sprachschulen unterstützen dich sogar bei der Nebenjobsuche.

Man sollte sich hier allerdings bewusst sein, dass für viele Jobs zumindest grundlegende Japanisch-Kenntnisse vorausgesetzt werden. Außerdem sollte man aufpassen, dass man neben der Arbeit sein eigentliches Ziel, nämlich das Japanisch-Studium, nicht aus den Augen verliert.

Abschließend kann man sagen, dass ein Leben in Tokyo einiges an Vorbereitung benötigt und sicherlich auch nicht billig ist. Allerdings ist es eine einzigartige Erfahrung, die den Aufwand wirklich wert ist. Man hat nicht nur die Möglichkeit die japanische Sprache zu lernen, sondern auch die Kultur und das Leben in Japan zu erleben. Also, wenn du nach Japan ziehen möchtest, dann scheue dich nicht davor und nimm dein Ziel in Angriff.

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2 Kommentare

  1. Hallo, ganz so abschreckend ist es nicht, denn 1.000.000 Yen sind ca 8000 € und nicht 80.000!!! Und Unis verlangen eine Bankbestätigung, dass entsprechend Geld vorhanden ist.
    Aber es ist gut, dass Sie ein wenig aufklären und man nicht so blauäugig an die Sache ran geht.

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