Das Toyota Automobil Museum in Nagoya

    Eingang zum Toyota Automobil Museum
    Eingang zum Toyota Automobil Museum / sumikai.com/Maiya Toshinori

    Nagoya hat eine langen und reiche Tradition und Geschichte, zeigt aber auch das Gesicht einer lebhaften und großen Industriestadt. Die drei größten Industriegewerbe, die als Vertreter Nagoyas verstanden werden können, sind Toyota, das MRJ (Mitsubishi Regional Jet) und Mitsubishi Heavy Industries. Zudem ist die Stadt, mit der Universität Nagoya im Zentrum, ein wichtiger Standort für die Elementarteilchen- und Weltraumforschung.

    Heute werde ich das sehr interessante Automobilmuseum von Toyota vorstellen.

    In der Haupthallen wird anhand von etwa 120 echten Fahrzeugen die Geburt und Geschichte des Autos, dessen Herstellung, Kultur und Entwicklung auf der ganzen Welt nachgestellt. Der Mensch und das Auto sind sehr stark miteinander verbunden. So gilt z.B. das 20. Jahrhundert als die Zeit, in der das Auto besonders geliebt wurde. In jenem Jahrhundert hatten Fahrzeuge einen großen Einfluss auf unser alltägliches Leben und auf unsere Städteplanung. Im 21. Jahrhundert hingegen entwickelt sich das Auto zusammen mit den Umwelt- und Energieproblemen dieser Welt weiter.

    In der neuen Halle des Toyota Automobil Museums (eröffnet 1999) wird die Geschichte der japanischen Motorisierung und dessen Auswirkungen auf die Kultur dargestellt. Außerdem zeigt es das Auto als Alltagsgegenstand im Kontext der jeweiligen Ära. Das erste in der neuen Halle ausgestellte Auto ist der Toyota AA, das das erste jemals von Toyota erbaute Fahrzeug war. Mit seinen Kurven bietet das Modell wirklich einen schönen Anblick. Das Innere ist sehr geräumig und wirkt schon fast wie ein luxuriöses Wohnzimmer. Das Öffnen und Schließen der Türen fühlt sich ebenfalls sehr besonders an. Es erstaunt mich immer wieder, wie die Pressmaschinen zu jener Zeit so genau arbeiten und solche schönen Kurven hervorbringen konnten. Beim Betrachten sieht man nicht das Alter, sondern nur die unglaubliche Schönheit.

    Der Toyota AA
    Das erste von Toyota hergestellte Fahrzeug – der Toyota AA / sumikai.com/Maiya Toshinori

    Wenn man mit dem Aufzug in den zweiten Stock fährt, steht dort direkt vor der Tür ein Benz-Patent Motorwagen Nummer 1 (ein Replikat des Originals von 1886), der auch Benz-Benzinauto Nummer 1 genannt wird. Er besitzt laut der Beschreibung einen 950cc Zylinder und 0,9 PS. Die Reifen sind fast wie bei einem heutigen Automobil. Nicht nur als Auto-Fanatiker kann man die Schönheit der Formen und die Produktionsleistungen der Autos an den einzelnen Fahrzeugen bewundern und bestaunen.

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    Benz-Benzinauto Nummer 1
    Benz-Benzinauto Nummer 1 / sumika.com/Maiya Toshinori
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    Motor des Benz Automobils
    Motor des ersten Benz Automobils / sumikai.com/Maiya Toshinori
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    Fahrzeugbeschreibung / sumikai.com/Maiya Toshinori
    Fahrzeugbeschreibung / sumikai.com/Maiya Toshinori
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    Auf dem ganzen Gelände des Museums ist es erlaubt Fotos zu schießen, weshalb ich euch auch die folgenden Bilder nicht vorenthalten möchte. Aber Bilder anzusehen, ist kein Vergleich dazu, die Ausstellungsstücke selbst hautnah mitzuerleben.

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    Ausstellungsfahrzeug
    sumikai.com/Maiya Toshinori
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    Ausstellungsfahrzeug
    sumikai.com/Maiya Toshinori
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    Panhard et Levassor B2
    Der Panhard et Levassor B2
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    In einem weiteren Raum gibt es die René Lalique Car Masquot Gallery, in der man kleine gläserne Modelle anschauen kann. Wenn man sie sich als kleine Auto-Accessoires vorstellt, sind sie sehr schön anzuschauen.

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    Eingang zur René Lalique Car Mascot Gallery
    René Lalique Car Mascot Gallery / sumikai.com/Maiya Toshinori
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    Ausstellungsstück
    sumikai.com/Maiya Toshinori
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    Ausstellungsstück
    sumikai.com/Maiya Toshinori
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    Wenn man in den dritten Stock kommt, kann man anhand von 60 Fahrzeugen vieles über die japanische Autoproduktion seit dem Zweiten Weltkrieg erfahren. Dieser Teil der Ausstellung ist mit seinen 260 Fahrzeugen und dem bereits in der ganzen Welt verkauften Wasserstoffauto sehr vielfältig. Die Wasserstoffautos produzieren keine schmutzigen Abgase, aus dem Auspuff kommt hauptsächlich Wasser. Die Produktion ist jedoch sehr schwierig, so wurden bisher im Jahre 2015 gerade einmal 700 Wasserstofffahrzeuge hergestellt, d.h. dass pro Tag gerade mal 3 Autos dieses Typs gefertigt werden. Aber um dessen Verbreitung voran zu bringen, wurden die Produktionskosten auf 5 Millionen Yen (etwa 50000€) verringert. Solch ein Auto wird das alltägliche Leben sehr verändern und Toyota hat derzeit das einzige Patent dazu. Aber gerade in diesem Bericht ist es wichtig, dass auch europäische und amerikanische Autobauer mit ins Geschäft einsteigen.

    Der Toyota FCV-R
    Das Wasserstoffauto – Toyota FCV-R / sumikai.com/Maiya Toshinori

    In einer weiteren Halle sind weitere interessante Dinge zu bestaunen, die einen die Zeit vergessen lassen. Dort sind nämlich Alltagsgegenstände aus 1955 (Shōwa 30) ausgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war der Krieg gerade einmal 10 Jahre vorüber und ein neues Leben begann. In jener Zeit hatte auch viel heute Alltägliches seinen Anfang, z.B. gab es den ersten Film und auch die erst NIKON-Kamera.

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    Alltagsgegenstände der 50er
    Alltagsgegenstände aus vergangenen Jahrzehnten / sumikai.com/Maiya Toshinori
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    Die erste NIKON
    Die erste NIKON / sumikai.com/Maiya Toshinori
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    Manga aus den 50er-Jahren
    Manga aus den 50er-Jahren / sumikai.com/Maiya Toshinori
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    Nach dieser Halle kommt man zum Museumsshop in dem viele Miniaturautos verkauft werden. Bitte schaut euch hierzu auch folgende Bilder an:

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    Motormodell Toyota 2000GT
    Motormodell des Toyota 2000GT von 1967 / sumikai.com / Maiya Toshinori
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    Modelle der Ausstellungsstücke
    Miniaturen der Ausstellungsstücke / sumikai.com/Maiya Toshinori
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    Falls ihr mehr über das Toyota Automobil Museum erfahren möchtet, haben wir die folgenden Links für euch:

    Homepage des Toyota Automobil Museums

    Wegbeschreibung

    Liste der ausgestellten Fahrzeuge