Eindrücke aus Japan: Kinkaku-Ji

    ©Shizuka

    Das womöglich oft fotografierteste Gebäude Kyotos dürfte wohl der Kinkaku-Ji sein – auch unter dem deutschen Namen „Goldener Pavillon Tempel“ bekannt.

    Eigentlich heißt die Anlage Rokuon-Ji (Rehgarten Tempel) doch wegen seiner Hauptattraktion dem Shariden (Reliquienhalle) die vergoldet ist wird sie nun allgemein nur als Kinkaku-Ji bezeichnet. (Kinkaku = Goldener Pavillon).

    Ende des 14. Jahrhunderts legte Yoshimitsu Ashikaga sein Amt als Shogun nieder und übertrug diese seinem Sohn. Er selbst widmete sich dann der Gründung seines Alterssitzes. Ein heruntergekommener Palast eines der Zweig-Clans der Fujiwara wurde von Yoshimitsu zu diesem Zweck renoviert und erhielt den Namen Kitayamadai. Er konzentrierte sich außerdem besonders auf die Erbauung der Reliquienhalle.

    Nach Yoshimitsus Tod nutzte sein Sohn ihn als Zen-Tempel. Der Tempel fiel später Mitte des 15. Jahrhunderts dem Onin-Krieg zum Opfer und wurde erst im 19. Jahrhundert wieder aufgebaut. Ein Jahrhundert später wurde er wieder zerstört allerdings nicht wegen dem zweiten Weltkrieg, sondern durch die Brandstiftung fanatischer Mönche. Fünf Jahre darauf wurde er aufwendig wieder aufgebaut und ist seit 1994 im UNESCO Weltkulturerbe verzeichnet.

    Trotz, dass er überlaufen mit Touristen ist, kann man wunderschöne Bilder von ihm schießen auf denen man kaum oder keine Touristen sieht. Das liegt an der großzügigen Anlage und den Bäumen die bei den meisten Winkeln ungebetene Fotobomber versteckt.

    Gastbeitrag von http://shizuka.de/