Eindrücke aus Japan – Shosei En

    ©Shizuka

    Östlich des Higashi Hogan Ji Tempels in Kyoto liegt der Garten Shosei En, auch bekannt als Kikoku Tei. Es gibt wenige Reiseführer die diesen Garten überhaupt erwähnen, daher habe ich ihn mir für Euch ausgesucht.

    Ich war schon dort und dachte mir: Ja warum den Sumikai Lesern nicht einen Einblick verschaffen? Tja, da hatte ich mal wieder vergessen, dass scheinbar alles in Japan eine Wissenschaft für sich ist. So auch dieser Garten dessen Geschichte bis ins späte neunte Jahrhundert reicht.

    Damals war es wohl der Orangen Hain des Prinzen Minamoto no Toru, der Sohn des Kaisers Saga. Daher auch der Name Kikoku Tei, welches der Name der Orangenart ist die dort bepflanzt wurden. Minamoto no Toru lebte dort im späten neunten Jahrhundert in einer Villa. Ihm wird nachgesagt, dass er den Teich des Gartens wie die Küste vor Shiogama in der Präfektur Miyagi, gestaltet hätte. Er soll sogar Meerwasser aus Osaka in den Teich geschüttet haben um es zu vervollständigen. Anscheinend gibt es dafür sogar eine Legende.

    So jedenfalls hatte es angefangen. Nach der Broschüre die man bekommt, wenn man den Eintritt für den Garten gezahlt hat (man bekommt ein großes Heft auf japanisch und eine kleinere Broschüre auf englisch in dem sehr viel weniger steht als im Heft…), steht, dass 1641 der dritte Tokugawa Shogun ein großes Stück Land dem Higashi Hogan Ji, dem Tempel, gestiftet hatte. Darunter fiel der Garten.
    Zwei Jahre später beauftragte der Priester des Tempels Ishikawa Jozan damit, den Garten zu gestalten. Damit war die eigentliche Geburt des Gartens.

    Gleich zwei Feuer brannten den Garten komplett nieder bis man 1936 alles wieder rekonstruiert hatte.

    Der Garten besitzt mehrere Gebäude und Teehäuser und ist als Spaziergarten angelegt. Manche sagen er sähe eher aus wie ein Park, was daran liegt, dass er an einem Teil des Teiches einen breiten großzügigen Rasen aufweist. Übrigens darf man den Rasen betreten.

    Highlights gibt es viele im Shosei En und ich empfand ihn als sehr spannend und wunderschön. Er eignet sich sehr gut um Erinnerungsfotos im Kimono zu machen, denn er ist nicht überfüllt und bietet abwechslungsreiche Kulissen.

    Gastbeitrag von http://shizuka.de/