Fumika Shimizu – Statement von Happy Science über ihren Rücktritt

    Tokyo Ghoul-Rolle Grund für Rücktritt?

    Fumika Shimizu beendet ihre Schauspielkarriere, um sich mehr ihrem Glauben und Happy Science zu widmen. Nun spricht die Glaubensorganisation zu ihrem Rücktritt.

    Fumika Shimizu 012
    © LesPros

    Am 11. Februar 2017 gab Fumika Shimizu bekannt, dass sie sich aus der Unterhaltungsindustrie zurückziehen möchte. Grund ist, weil sie Mitglied der Glaubensorganisation Happy Science ist und sie ihre Pflichten als Schauspielerin nicht mit ihrem Glauben in Einklang bringen kann.

    Fumika Shimizu, die am 4. Dezember 1994 in Tokyo geboren wurde, spielte die Rolle von Yuki Jojima in Kamen Rider und wurde auch durch ihre Auftritt in HK Hentai Kamen und Mare bekannt. Sie erhielt auch die weibliche Hauptrolle in dem Live-Action-Film Tokyo Ghoul.

    Sie und ihre drei Schwestern kennen die Organisation Happy Science seit ihrer Geburt. Seit letztem Monat arbeiten zwei Anwälte von Happy Science daran, Shimizus Vertrag bei der Talentfirma LesPros Entertainment aufzulösen.

    Am 12. Februar schickte Shimizu über Happy Science ein handgeschriebenes Statement an die Presse:

    An meine Fans, interessierte Parteien, Freunde, Trinkfreunde, Menschen, die mit mir gesprochen haben, Menschen, die mich kennen. Ich entschuldige mich dafür so plötzlich aus der Unterhaltungsindustrie ausgestiegen zu sein. Ich bin mir über die Unannehmlichkeiten bewusst, die ich jenen Menschen bereitet habe, die sich um mich gekümmert haben, meine Schauspielkollegen und die Mitglieder der Firma.

    Obwohl ich dieser Arbeit seit etwa acht Jahren nachgehe, gab es Zeiten in denen mein Herz sich nicht mit der Arbeit vereinbaren ließ. Dadurch konnte ich kein beständiges Leben führen und geriet jeden Tag an meine Grenzen.

    Daher wollte ich mich nun von dieser Welt distanzieren.

    Ich, Shimizu Fumika, distanzierte mich von dieser Welt, indem ich mich der religiösen Gruppe Happy Science angeschlossen habe.

    Vermutlich hat sich wohl jeder gewundert, warum ich der Welt entsagen möchte und warum ich mich dazu entschieden habe, dies mit Hilfe der religiösen Gruppe Happy Science zu tun. Als ich das erste Mal mit meinem Manager über diesen Wunsch sprach, war seine Reaktion Unverständnis gegenüber meiner Entscheidung und er sagte mir, dass ich diese Idee aufgeben sollte. In dieser Zeit, in der viele Menschen keine Religion haben, kann ich verstehen warum er, oder auch andere Menschen, diese Reaktion zeigen.

    Wie auch immer, ich glaube an die Dinge in dieser Welt, die nicht gesehen werden können, dazu gehören sowohl Buddha und Gott, als auch Dinge, die mit den Augen nicht gesehen werden können. Ich möchte nach Gottes Willen leben und entschied mich der Welt zu entsagen, um ein stetiges und friedliches Leben zu führen.

    Jeder kann meine Entscheidung als Gehirnwäsche ansehen, aber ich möchte ein Leben ohne Lügen führen und ab jetzt ehrlich zu meinen Gefühlen stehen. Ich wäre sehr dankbar, wenn ihr meine Entscheidung warmherzig akzeptieren würdet.

    Ein glückverheißender Tag im Februar 2017
    Shimizu Fumika

     

    Am selben Tag folgte eine Pressekonferenz, an der Happy Science‘ PR-Mann Eiichi Satomura und Shimizus Anwalt Yuto Sato teilnahmen und ausführlich über ihren Rücktritt sprachen:

    Seit sie ein Kind war, ist Shimizu eine leidenschaftliche Verfolgerin und Gläubige von Happy Science und nahm an Aktivitäten der Zweigstelle teil, sowie an Gebetsrunden. Sie entschied sich der Unterhaltungsindustrie beizutreten, weil sie in der Welt Energie und Ermunterung verbreiten wollte. Mit der Zeit begann sie immer wichtigere und führenden Rollen zu übernehmen, sie wollte an mehr menschenfreundlichen Projekten teilnehmen, doch bekam gegensätzliches geboten.Es scheint eine plötzliche Entscheidung von Shimizu gewesen zu sein, dass sie dieser Welt entsagen möchte, aber wir möchten zeigen, was sie zu dieser Entscheidung bewogen hat.

    Wir denken, dass die Arbeitsbedingungen in der Industrie Schlüsselgrund dafür sind. Zunächst geriet Shimizu in dieses Komissionssystem, doch da die Firma ihr nicht genügend Arbeit beschaffte, verdiente sie nicht viel. Als sie berühmter wurde und mehr Geld verdiente, wollte ihre Firma sie in ein monatliches Gehaltssystem von 50.000 Yen drängen, obwohl ihr Vater mit der Firma diskutierte, um dies zu verhindern. Im Anschluss wurde ihre Arbeit eingestellt, was wie eine Vergeltung für das Verhalten ihres Vaters wirkte. In dieser Zeit schaffte Shimizu es, eine Rolle in der Kamen Rider-Serie zu bekommen, da sie selbst die Castings besuchte. Obwohl sie jeden Tag im Monat arbeitete und oft nicht mehr als 3 Stunden am Tag schlief, bekam sie, unter Berücksichtigung ihres Gehaltssystems, keine Bonuszahlungen.

    Einen Job, den sie hasste, war es im Badeanzug für eine DVD gefilmt zu werden, weil sie nicht als Sexsymbol angesehen werden wollte. Sie hat ihre Meinung darüber gesagt, fühlte sich jedoch dazu gedrängt weiter zu machen, da sie Angst hatte, dass ihr die Arbeit wieder untersagt werden würde. Sie vertraute anderen Menschen nahezu einmal in der Woche an, dass sie sterben wollte, aber ihr Manager bat sie darum, diesen Wunsch nicht so oft zu äußern. Das brachte Shimizu dazu, sich tiefer in ihre eigene Welt zurückzuziehen, da ihre Gefühle nicht verstanden wurden.

    Die Agentur ihrerseits hat die schlimme Situation, in der sie sich befand, nicht mit größter Aufrichtigkeit behandelt. Im letzten Herbst spielte sie eine Rolle in einem sehr dunklen Film, der in diesem Jahr gezeigt werden soll, welchen sie nur mit stetigen Gebeten überstehen konnte. Während dieser Zeit besprach sie ihre Möglichkeiten, indem sie mit ihrem Schutzgeist darüber sprach und so zu der Überzeugung kam, dass es ihr Schicksal sei, der Welt zu entsagen.

    Shimizu stellte einen Anwalt ein und ist derzeit dabei ihre Arbeitsangelegenheiten zu bereinigen und dabei die Auswirkungen auf ein Minimum zu begrenzen. Als sie mit ihrer Agentur sprach, versuchte diese sie dazu zu bringen ihre vertraglichen Verpflichtungen noch zu beenden, ohne ihr überhaupt zuzuhören. Dies bewirkte, dass Shimizu sowohl emotional als auch körperlich schwer verletzt wurde und von ihrem Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bekam. Wir möchten die Details über ihren gesundheitlichen Zustand zunächst geheim halten. Selbst nachdem sie dieses SOS von ihrer Schauspielerin bekamen, war die Agentur weiterhin der Meinung, es sei ihre Pflicht, die Arbeit zu beenden, obwohl sie ihnen entgegen kam indem sie diese Verpflichtungen neu organisieren wollte, anstatt ein Loch in den Zeitplan zu reißen, indem sie sofort verschwand.

    Die Situation hat sich so weit entwickelt, da Shimizus behandelnder Arzt sagte, dass ihr Leben in Gefahr sei, wenn sie die Arbeit fortführen würde. Wir können nicht anders, als uns an den verstorbenen Dentsu-Mitarbeiter zu erinnern. Wir haben das Gefühl, dass ihre Entscheidung, der Welt zu entsagen, eine Sicherheitsmaßnahme ist, um sie zu retten, die ihre Agentur jedoch nicht einmal versucht zu verstehen. Shimizu selbst sagte, sie müsse sich an die Regeln des Showbiz halten und könne ihren rechtmäßigen Namen nicht frei verwenden, wenn sie von ihrer Agentur abtrete, weil dies klar in ihrem Vertrag angegeben sei. Aus diesem Grund sah sie keine Möglichkeit zu entkommen und kam jeden Tag an ihre Grenze.

    Shimizu sagte, dass nicht nur sie so empfand, auch andere junge Schauspielerinnen teilten ihre Gefühle. Wir hoffen, dass durch Shimizus Beispiel die Showbiz-Szene von ihrer Bosheit befreit und wieder gereinigt werden kann.

    Shimizu ist es möglich ihre Seele zu retten, indem sie der Welt entsagt und sich selbst dazu hingibt, jeden Tag die Seelen der anderen zu retten. Sie wird unter dem religiösen Namen Sengen Yoshiko ihre Aufgaben erledigen. Ihr Name bedeutet „1.000 Augen nutzen, um in der dunklen Nacht nach Menschen, die Schmerz empfinden, zu suchen“.

    Zur Zeit ist Shimizus Gesundheit in einem sehr unsicheren und gefährlichem Zustand, weshalb sie nicht in der Lage war an der heutigen Pressekonferenz teilzunehmen. Sie hat den Arbeitsvertrag mit ihrer Agentur gekündigt und beginnt mit ihrer Arbeit als religiöse Praktikerin, sobald sie sich erholt hat. Über die Diskussion zwischen ihr und ihrer Agentur, werden wir nichts sagen. Die japanische Verfassung verfolgt das Recht der freien Gedanken, das Recht sein eigenes Glück zu verfolgen und schützt davor, ein Sklave für andere Menschen zu werden. In Shimizus Fall wurde sie einem sehr engen Zeitplan unterworfen, war dazu gezwungen Rollen anzunehmen, die sie nicht spielen wollte, eingeschlossen eines Charakters zu spielen die Menschen aß. Ihre Agentur hat sich nicht so verhalten, wie sie es hätte sollen. Wir hoffen, dass jeder zu ihr aufschauen wird.

    Fumika Shimizu Presse LesPros
    LesPros Pressekonferenz

    Nach all den Vorwürfen hielt kurze Zeit später auch LesPros Entertainment eine Pressekonferenz, an der die Anwälte Yasuko Shiokawa und Atsuhiko Yamagata teilnahmen. Sie bestätigten, dass Shimizu im vergangenem Monat den Wunsch des Rücktritts und der Entsagung der Welt äußerte. Beide Parteien trafen sich, um die Angelegenheiten zu diskutieren. Doch dann wurde die Agentur plötzlich darüber informiert, dass Shimizu nicht mehr länger ihre Arbeiten nachgehen kann und es unwahrscheinlich ist, dass sie zurückkehrt.

    Die Anwälte sprachen ihren Respekt gegenüber der religiösen Gruppe aus, versprachen ihr Arbeitspensum zu verringern und keine neuen Projekte anzunehmen, um ihr genügend Zeit zu geben. Doch fanden sie es letztendlich sehr bedauerlich, dass Happy Science eine Pressekonferenz hielten und dort die Wahrheit verdrehten.

    Zu den Anschuldigungen, dass die Agentur ihr Rollen gab, die sie ungern tun möchte, sagten sie, dass Shimizu wöchentliche und oft auch monatliche Besprechungen mit ihrem Manager hatte, wo sie über ihre Projekte sprachen und sie dort auch äußern durfte, ob sie etwas tun will oder nicht. Im Gegenteil sagte sie sogar, dass sie gerne verschiedene Arten von Rollen spielen möchte.

    Shimizus Anwälte forderten, ihren Vertrag zum Ende des Monats Februar aufzulösen. Doch ihr Vertrag geht ursprünglich bis zum 20. Mai und es gäbe eine Verlängerungsoption von einem Jahr. Obwohl sie Shimizus Wünsche respektieren, schlugen sie ihr vor, den Vertrag nach dem 20. Mai um ein weiteres Jahr zu verlängern, unter der Berücksichtigung einer Pause einzunehmen und nur noch ein Minimum leisten zu müssen. Dadurch möchte man Schaden, die noch laufende Projekte betrifft, minimieren.

    Zum Vorwurf der Überarbeitung und Zahlung eines geringen Gehalts, sagten die Anwälte, dass sie verhältnismäßig zu ihren Arbeitspensum bezahlt wurde und das ihr Lohn definitiv mehr war, als die angegebenen 50.000 Yen.

    Kommentiere den Artikel (Deine Daten werden nicht veröffentlicht und jeder Kommentar wird vorher moderiert)

    Dein Kommentar
    Dein Name