Auch in Japan gibt es eine reiches Clubangebot. Gigantische Clubs locken mit mehreren Floors, Bühnen-Tänzerinnen, und Light-Shows. Sie bieten Events der Megaklasse mit verschiedenen Musikrichtungen und japanischen, sowie internationalen DJs. Für alle, die das japanische Nachtleben erkunden wollen, stellen wir hier einige Infos und Tipps rund um Clubbing in Japan vor.

Wo gibt’s die besten Clubs?

Poolbereich mit Schaumkanonen in „AgeHa“. Bild: Sutematsu

Besonders in Tokyos Vierteln Roppongi und Shibuya und in Osakas Shinsaibashi/Namba und Umeda boomt die Club-Szene. Clubs wie „Vision“, „WOMB“, „Camleot-Club“ oder „ATOM“ bieten auf mehreren Floors ein breites Spektrum an Musikrichtungen, wie EDM, Electro, Pop, House, R&B, Dubstep, Hip Hop usw.. Der größte Club Japans, „AgeHa“ verfügt auf 4 Etagen über Platz für mehr als 2000 Gäste. Trotz seines etwas abgelegenen Standortes, ist er definitiv einen Besuch wert. Unser Tipp: nutzt die kostenlosen Shuttlebusse, die von Shibuya aus fahren.

Öffnungszeiten

Viele japanische Clubs schließen verhältnismäßig früh. Ist man bei uns gewöhnt, dass die Partys um Mitternacht erst so langsam in Fahrt kommen, so ist in vielen japanischen Clubs um diese Zeit schon wieder Schicht im Schacht. Clubs, die um 20 Uhr öffnen und gegen 1 Uhr schließen sind keine Seltenheit. Wer sich jetzt wundert, sollte bedenken, dass viele Japaner die Clubs zum „Vorglühen“ nutzen und danach weiter in Karaokebars ziehen.

Natürlich gibt es auch Clubs, die länger geöffnet haben. Die beliebten Mega-Clubs in Shibuya, wie „WOMB“ oder „Vision“ öffnen gegen 22 Uhr und schließen erst gegen 5 Uhr morgens. Genug Zeit um sich so richtig auszustanzen. Wer danach noch auf seinen Zug warten muss, kann die restlichen Stunden in den Karaokebars verbringen. Für Ruhe und eine Mütze voll Schlaf nach dem Feiern sind Manga und Internet-Cafes ideal.

Eintrittsgebühren

Japan ist teuer – und Clubs bilden da leider keine Ausnahme. Wer feiern gehen möchte, sollte sich auf einen teuren Abend gefasst machen. Die meisten Clubs haben eine so genannte „cover charge“, eine Gebühr die für Entertainment etc. anfällt und in die Einlassgebühr eingerechnet wird. Kein Wunder, dass die Gebühr je nach Club und Event zwischen stattlichen 2000-4000yen (ca 15,50-31 Euro) variiert. Hier kann sich die Damenwelt freuen, denn meist ist der Eintritt für Frauen billiger. An speziellen Events, wie Girls-Night ist er sogar kostenlos. Die Clubs erhoffen sich so attraktiver auf weibliche Gäste zu wirken.

Auch sonst gibt es einige Tricks billiger an Eintrittstickets zu gelangen. Wer seinen Geldbeutel ein bisschen schonen möchte, kann sich auf der Webseite der Clubs nach Rabattcoupons umsehen. Zur Happy Hour wird es zusätzlich günstiger. Oder ihr besucht die Clubs unter der Woche, wenn sie nicht so voll und ein wenig preiswerter sind.

Einlass

Beim Einlass sollte jeder Clubbesucher eine ID-Karte, Ausländer jedoch am besten Reisepass oder Aufenthaltsausweis (residentcard) vorzeigen können. Wer jünger als 20 ist, wird nicht rein gelassen, denn in Japan gilt man erst ab 20 als volljährig. Alkohol und Zigaretten sind ebenfalls erst mit 20 Jahren erhältlich.

Einmal im Inneren des Clubs, solltet ihr ihn nicht wieder verlassen, denn Wiedereinlass ist grundsätzlich nicht möglich. Wer nur Mal kurz frische Luft schnappen möchte, kann dafür die in manchen Clubs vorhandenen Terassenberreiche nutzen.

Angebot

Professionelle Tänzerinnen in einem Club in Osaka. Bild: Japan Nightclub

Für sein Geld bekommt man in den japanischen Clubs einiges geboten. Ob nun Pool-Area, VIP-Bereich, Laser und Lichtshows, angesagte DJs, eine breite Musikauswahl auf mehreren Floors oder Bars und Restaurant-Ecke – die größten Clubs Japans bieten alles, was das Herz begehrt. Je nach Event gibt es zusätzliche Angebote. Eine weitere Attraktion vieler Clubs sind die oft halbnackten, professionellen Tänzerinnen, die auf der Bühne und an Stangen tanzen und die Masse in die richtige Party- und Tanzlaune versetzen sollen.

Drinks

Nicht nur der Einlass, sondern auch die Getränke können ganz schön ins Geld gehen. An den Bars muss man mit Preisen ab 500 Yen (ca. 3,90 Euro,- auch für Bier) rechnen. Zum Glück sind bei den meisten Eintrittspreisen schon ein paar Freigetränken enthalten. Dennoch sollte man immer genug Bargeld mitführen, denn Karten-Zahlung ist meist nicht möglich.

Anti-Kater-Wundermittel

Das Wundergetränk ukon-no-chikara soll einen bösen Kater verhindern. Bild: gethiroshima

Viele Japaner und auch Ausländer schwören auf die japanischen Anti-Katermittel. Besonders beliebt: das Wundergetränk „ukon no chikara“. Trinken ohne fiese Kopfschmerzen am nächsten Morgen klingt aber auch zu verlocken. Ob das Mittel wirklich wirkt, muss wohl jeder für sich selbst herausfinden. Allerdings sollte man sich vor der Einnahme der Anti-Hangover-Mittel unbedingt über die Inhaltsstoffe aufklären lassen um unliebsame Nebenwirkungen zu vermeiden.

Rauchen

Rauchen ist in japanischen Clubs (Und übrigens auch Restaurants und Bars) nicht verboten. Inzwischen gibt es häufig gesonderte Bereiche, jedoch ist dies nicht immer der Fall. Ein neues Anti-Rauch-Gesetz ist allerdings schon auf dem Weg. In Zukunft soll in öffentlichen Bereichen, inklusive Restaurant, Bars und Clubs ein Rauchverbot eingeführt werden. Rauchen soll dann nur noch in speziellen Raucherräumen erlaubt sein.

Ausländerverbot

In Japan gibt es einige Clubs, die japanischen Kunden vorbehalten sind und Ausländern den Eintritt streng verweigern. Erklärungen gibt es viele. So rechtfertigen manche Clubs das Eintrittsverbot mit ihren schlechten Erfahrungen mit Ausländern. Man wolle lediglich seine Kunden vor schlechtem Benehmen, oder gar sexuellen Übergriffen schützen. Wer unschöne Überraschungen vermeiden möchte, sollte sich vorher im Internet informieren und an ausländerfreundliche Clubs, wie z.B.: „AgeHa“ oder „Camelot Club“ halten.

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht und welche Clubs würdet ihr empfehlen?

Quellen: Asienspiegel, Tokyonightowl, Japantraveladvisor, Tripadvisor

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