Essenspaket mit interessanten Sachen aus Japan.

    Vor dem Kochen

    Ich mag meine japanischen Freunde. Nicht nur, dass ich Manami Sakata Ecki zu verdanken habe, nein es erreicht mich auch öfters Essenspaket mit interessanten Inhalt. Dieses mal erreichte mich ein Paket mit  Zenzai and Erdnuss Yokan und Dashi Pulver. Erstaunlich, dass das Paket überhaupt ankam, denn normalerweise meckert der Zoll ja immer herum. So und versprochen ist versprochen, ich schreibe drüber.

    Übrigens, Kehrpaket ist mit Absicht so geschrieben, auch wenn man es eigentlich Carepaket schreibt.

    Eckendenker

    So und ganz mutig, habe ich es natürlich alles getestet, aber erst einmal eine kurze Erklärung, was das überhaupt ist. (Wahrscheinlich wird mich jeder Japaner jetzt auslachen)

    Zenzai:
    Wird auch Shiruko genannt, ist eine Nachspeise aus Adzukibohnen und Mocchi in Suppenform.

    Eckendenker

    Yokan:
    Yokan ist eine aus Agar-Aar, Zucker und Adzukibohnen hergestellte Süßigkeit.

    Eckendenker

    Dashi:
    Ist ein Fischsud, sehr gebräuchlich in der japanischen Küche, gibt es allerdings auch für Vegetarier ohne echten Fisch. Für diese Brühe gibt es ein Haufen Rezepte, alleine in meinen Kochbüchern finde ich knapp 50 verschiedene Rezepte, in den Dashi eine der Hauptzutaten ist.

    Eckendenker

    Komischer Inhalt oder? Ich muss dazu sagen, dass ich das Dashi haben wollte, weil ich das hier in Deutschland gekaufte sehr seltsam fand und wie ich gerade feststellen musste, schmeckt das original um längen besser.

    Eckendenker

    Dashi:
    Es riecht unglaublich stark nach Fisch, schmeckt aber erstaunlich gut. Ich habe ein Undo Rezept ausprobiert, wo man wirklich viel davon braucht. Es mag für den deutschen Gaumen etwas gewöhnungsbedürftig schmecken, ist aber in meinen Augen wahnsinnig lecker und aromatisch. Wenn ihr das Rezept für die Undo Suppe haben wollt, schreibt mir in den Kommentaren, dann gibt es mal wieder einen Rezeptartikel ;). Na jedenfalls, riecht meine ganze Wohnung jetzt tierisch nach Fisch, aber die Suppe war wirklich gut.

    Zenzai:
    Okay also äh ja. Ich habe mich erst einmal ziemlich über den weißen Blog gewundert, der dabei ist. Nach einer kurzen Erklärung war klar, das ist Mochi (ebenfalls eine Süßigkeit aus Japan, bestehend aus Reis, schmeckt sehr interessant und findet man eigentlich typischerweise gefüllt).
    Es handelt sich natürlich um ein Fertiggericht, anders hätte es ja auch nicht per Post verschickt werden können. Es schmeckt sehr süßlich und hat einen interessanten Nachgeschmack, ich mag es allerdings denke ich, für den typischen deutschen Gaumen ist das nichts. Die Konsistenz ist wie bei einer Suppe, sehr flüssig und natürlich findet man auch rote Bohnen, der Mocchi muss ich gestehen war sehr seltsam. Nicht nur, dass er sich wahrscheinlich kilometerweit auseinander ziehen lässt und man wahrscheinlich zwei Autos damit zusammen kleben kann, bleibe ich lieber bei der gefüllten Variante, die schmeckt wirklich besser.

    Eckendenker

    Yokan:
    Ich hatte vor kurzen schon eine andere Variante von Yokan bekommen und ehrlich gesagt war es interessant aber absolut nicht meins. Das war übrigens die rote Bohnen Variante. Diese hier schmeckt verdammt gut, die Konsistenz ist sehr krümelig und der Erdnussgeschmack ist extrem intensiv. Genau wie ich es mag. Allerdings ist es verdammt süß und dieser Block, wird wohl ein paar Tage bei mir überleben, denn mehr als ein kleines Stück schaffe ich davon definitiv auch nicht.

    So, das war mein kurzer Ausflug in die japanische Küche, interessant und wirklich gut, auch wenn das Zenzai sehr gewöhnungsbedürftig ist. Auch wenn ich mir einiges davon schon im Asiamarkt besorgt habe, muss ich ehrlich sagen, dass Originalprodukte um Längen besser schmecken.

    Und was wirklich auffällt, die Japaner scheinen wirklich Perfektionisten zu sein, alleine die Verpackungen (bis auf die vom Dashi), sind schon sehr kunstvoll und nicht mal im Ansatz mit unseren billig Verpackungen zu vergleichen. So war das Yokan in Bambus eingewickelt.

    Das nächste Mal gibt es dann einen Bericht über Algensalat, die Algen sind schon da, ob es schmeckt werdet ihr erfahren.

    Kleine Galerie gefällig? Dann hier:

    Micha
    Ein alter Hase im Geschäft. Seit Akira 1991 in die deutschen Kinos kam, ein brennender Anime-Fan, der noch die gute alte Zeit miterlebt hat als Carlsen Manga in Farbe und bunt auf den Markt brachte. Ghost in the Shell Fan der ersten Stunde, der mittlerweile Slice of Life Anime bevorzugt.

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