Hina Matsuri 2015 im Völkerkunde Museum

    Auch in diesem Jahr fand das Fest zum japanischen Feiertag  Hina Matsuri im Völkerkunde Museum in Hamburg statt.

    Unter dem Namen Hina Matsuri 2015 wurde dieses jährliche Fest in Hamburg beworben. Als Veranstaltungsort diente wie jedes Jahr das Völkerkunde Museum in Hamburg.

    Hina Matsuri im Völkerkunde Museum

    Bei dem Hina Matsuri handelt es sich um einen japanischen Festtag, welcher am dritten März in jedem Jahr stattfindet. Dies ist ein Tag zu Ehren der Mädchen in der Familie stattfindet und fest verbunden ist mit einem sogenannten Puppenberg. Der ist ein wichtiger Bestandteil des ganzen und eben so einer wurde dem Museum für Völkerkunde in Hamburg vor vielen Jahren gespendet von der Stadt Osaka im Jahr 1993. Daraus ist dann die Idee entsprungen, das Geschenk mit einem Event zu diesem Tag zu würdigen. Da es natürlich unter der Woche Schule, Arbeit, Uni oder sonstiges die Leute daran hindern würde das Event zu besuchen, legt man es immer auf das Wochenende was am nächsten an dem eigentlichen Tag ist. In diesem Jahr war es somit Sonntag der 1 März 2015.

    Das Programm

    Über die Jahre hat sich dieses Fest entwickelt und erweitert. Ermöglicht wird es durch die Kooperation von dem Museum für Völkerkunde, dem Konsulat von Japan in Hamburg, der japanischen Schule in Hamburg, sowie Hummelcomics & Comics Total!. Diese Sorgen in jedes Jahr dafür das dieses Event möglich ist und erstellen zusammen auch die Programmpunkte. Der Schwerpunkt liegt im Museum natürlich darauf den Menschen in Deutschland diesen Feiertag näher zu bringen und natürlich auch die japanische Kultur.

    Die Programmpunkte sind zum Teil wiederholend, da sie sich als beliebte und von den Besuchern gewünscht etabliert haben, aber es gibt zudem auch einige wechselnde Programmpunkte. Zu den beliebten Punkten gehört der jährliche Manga Workshop von der Künstlerin AsuRocks aus Hamburg, sowie der Vortrag über die Geschichte zum Hina Matsuri, sowie die offizielle Eröffnung durch das japanische Konsulat, welches in diesem Jahr durch den Konsul Herr Fukugawa vertreten wurde.

    In diesem Jahr gab es zusätzlich wieder die traditionelle Kalligrafie, für alle die sich mit der Kunst des Schreibens näher vertraut machen wollten. Das Origami wurde durch Kamishibai und Yubinuki ausgewechselt. Beides zog zahlreiche interessierte Besucher an. Als weitere durchgehende Programmpunkte war Manga Hamburg mit einem Stand vor Ort und stellte mehrere Tische wo die Besucher sich im Zeichnen probieren konnten, zudem konnte man sich natürlich auch am Stand über das Zeichnen von Manga informieren und erstmals war das japanische Schach Shogi vertreten, das jedem interessierten erklärt wurde. Dafür war sogar ein japanischer Shogi Meister anwesend.

    Wer sich für japanische traditionelle Waffen und Samurai interessiert konnte zwei Vorträge besuchen, wo einem beides näher gebracht wurde.  Auch Fans von traditioneller Musik wurden versorgt, in diesem Jahr gab es erstmals ein Konzert auf einem Koto, welches ein traditionelles japanisches Musikinstrument ist.

    Zum Abend hin ist auf dem Event immer die Zeit der Wettbewerbe. Wie in jedem Jahr gab es auch dieses mal wieder das beliebte Cosplay Show laufen, welches durch Marvin von Comics Total! moderiert wird in jedem Jahr. Zum zweiten mal fand dann auch der Zeichenwettbewerb von Manga Hamburg statt, welcher durch eine Jury moderiert wird zu der AsuRocks, Philipp von Manga Hamburg und Marvin von Comics Total! gehören. Leider konnte Marvin dieses Jahr aus zeitlichen Gründen nur an der Bewertung der Bilder teilnehmen, aber nicht an der Moderation. Manga Hamburg war auch in diesem Jahr wieder so freundlich alle Gewinner mit einem kostenfreien Monat in der Schule als Preis zu belohnen, sowie Tari Tari Blu-rays die von Anime House gesponsert worden sind für den Zeichenwettbewerb.

    Das Event

    Das Museum für Völkerkunde hat um 10 Uhr seine Türen geöffnet und um 10:30 Uhr fand die offizielle Eröffnungsrede statt vom Konsulat, welche mit einem Lied auf dem Koto beendet wurde. Die durchgehende Programmpunkte waren schon ab 10 Uhr für die Besucher verfügbar. Spezielle Programmpunkte hatten eigene Uhrzeiten und waren über den gesamten Tag verteilt. Für das leibliche Wohl sorgte wie in jedem Jahr der anwesende Stand mit japanischen Essen. Es gab Bento Boxen, Yakitori Spieße und Sushi, sowie Getränke. Wer die japanische Küche nicht mochte, konnte in das Restaurant vom Museum gehen um sich dort versorgen lassen.

    Neben dem ganzen Event und seine Programmpunkten, konnte man wie in jedem Jahr natürlich auch das Museum selber mit seinen Ausstellungen erkunden. Auch dies gehört mit zu dem Event, man zahlt nur den Eintrittspreis für das Museum und erhält beides dafür. Sowohl das Hina Matsuri 2015, als auch kompletten Zutritt zum Museum mit all seinen Ausstellungen.

    Der Abschluss des Hina Matsuri Events wird in jedem Jahr das Cosplay Showlaufen von Comics Total! veranstaltet und seit zwei Jahren ist auch Manga Hamburg mit dabei, mit seinem Zeichenwettbewerb, in dessen Jury sich Comics Total! als einer der Veranstalter, sowie die bekannte Künstlerin AsuRocks sitzen.

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    Das Fazit

    Obwohl es sich hier nur um ein lokales Event in Hamburg handelt, ist es doch fester Bestandteil innerhalb der Szene und findet jährlich statt. In diesem Jahr war es nun das zweiundzwanzigste Hina Matsuri im Völkerkunde Museum, alleine dies ist schon eine Zahl von der manch andere Veranstaltung nur träumen kann. Ich selber war nun das dritte Jahr in Folge da und bin wie jedes Jahr begeistert gewesen.

    Irgendwie habe ich es wie immer nicht geschafft alles zu machen, was ich wollte und der Abend kam schneller als erwartet. Das besondere am Hina Matsuri ist für mich dieser leicht familiäre Charakter. Dies liegt nicht nur daran, das man viel Eltern mit Kindern sieht vor Ort, sondern auch das ganze Klima sehr ruhig und umgänglich ist. Hier treffen normale Besucher auf Anime und Manga Fans, sowie Freunden der japanischen Kultur. Trotzdem jeder einen anderen Beweggrund hat dort zu erscheinen, verleben alle einen harmonischen Tag im Museum.

    Für mich ist dies ein lokaler Tipp, welchen ich jeden nur als Herz legen kann. Ein Event mit so zahlreichen Programmpunkten für unter zehn Euro und dazu noch das für mich schönste Museum von Hamburg zu haben, mehr geht einfach nicht. An dieser Stelle bedanke ich mich als Besucher, nicht als Redakteur, bei allen die dies in jedem Jahr möglich machen.