Konnichi wa! Berlin weiß-rot! – Hanage

    San-Tenshi

    Seit dem 11.April 2014 dürfen sich die Berliner über das erste Okonomiyaki Restaurant der Hauptsstadt erfreuen. Doch was ist Okonomiyaki eigentlich und wie ist das Restaurant „Hanage“?

    Als ich erfuhr, dass es ein Okonomiyaki Restaurant in Berlin gibt, hab ich mich unglaublich gefreut, denn ich liebe diese leckere Spezialität aus Japan. Habe es zwar noch nicht in Japan essen dürfen, aber nach japanischen Rezept bereits öfter selbst gemacht.

    San-TenshiWas ist Okonomiyaki?
    Viele bezeichnen es als japanische Pizza oder Pfannkuchen und wird frei mit „Grill/Brate was du willst“ übersetzt. Man unterscheidet zwischen Kansai- und Hiroshima-Variante. Bei beiden ist Kohl und Ei einer der Hauptbestandteile. Was man noch alles mit hinein haben möchte, kann man selbst entscheiden. Ob Käse, Fleisch, Fisch … zusammengemischt wird die teigartige Masse auf ein Teppan (heiße Stahlplatte) gebraten. Danach wird noch die spezielle Okonomi-Sauce, Mayonnaise und Katsuobushi (getrocknete Thunfisch-Flocken) darauf verteilt.
    Kansai- und Hiroshima-Variante unterscheidet sich von der Art und Weise, wie man es zubereitet und auf dem Teppan bratet.
    Wer bereits viele Anime oder JDorama kennt, wird sicherlich auch mal gesehen haben, wie dort Okonomiyaki verschlungen wird! Unglaublich lecker kann ich sagen!

    Hanage – Die Rettung für alle Okonomiyaki-Liebhaber!
    Wie bereits erwähnt, gibt es das Restaurant erst seit kurzem.
    Ich war schon sehr auf meinen ersten Besuch gespannt und darauf, ob das Okonomiyaki genauso gut schmeckt, wie das selbst gemachte.
    Es ist ein recht kleines Restaurant, mit drei Tischen und im hinteren Bereich gibt es sogar einen Tatami-Bereich mit Sitzkissen. Sehr japanisch! Das nächste Mal werden wir, wenn wir Glück haben, diesen Platz gleich mal einnehmen. Sie bieten auch Okonomiyaki für Unterwegs an, wer also nicht gerade im Restaurant verweilen möchte.

    San-TenshiAuf den Tischen sind Menükarten ausgelegt, mit einer kurzen Beschreibung, was Okonomiyaki eigentlich ist und welche Sorten es gibt. Hanage serviert die Kansai-Variante, wo die Teigmasse auf beiden Seiten gebraten und gebacken wird.
    Im Hanage kann man zwischen 3 Saucen wählen. Okonomi-, Lemon-Soy- und Koreanischer Sauce.
    Danach stehlt man sich nach Belieben die Füllung zusammen. Mais, Käse, Lauch, Hackfleisch, Speck und Shrimps stehen dabei zur Auswahl. Wenn man am Thresen seine Bestellung abgegeben hat, macht sich der Koch an die Arbeit. Und wem es interessiert, wie das ganze zubereitet und gebraten wird, kann auch gerne durch die Glasfenster den ein oder anderen neugierigen Blick in die kleine Küche wagen.
    San-TenshiNach etwas Wartezeit bekommt man sein Okonomiyaki mit Essstäbchen serviert. Es sah schon mal unglaublich lecker aus!
    Es kam einem direkt der Geruch von Thunfisch in die Nase. Und die Thunfisch-Flocken bewegten sich durch die Hitze, was interessant aussah, aber der Geruch störte mich leider ein wenig.
    Ich selbst habe Okonomi-Sauce, mit einer Käse-Hackfleischfüllung gewählt.
    Es hat unglaublich lecker geschmeckt! Ähnlich wie das hausgemachte, aber genauso lecker!

    Aber nicht nur Okonomiyaki gibt es in dem Restaurant, auch kleine Vor- oder Nachspeisen. Wie zum Beispiel einen Japanischen Kartoffelsalat, Gurkensalat mit Soyasoße, Eis, Onigiri (Reisbällchen) und Trinken darf natürlich auch nicht fehlen.
    San-TenshiIch und meine anderen Mädels haben das erste mal „Ramune“ (Japanische Limonade) probiert.
    Jedoch standen wir schnell vor einer großen Herausforderung. Vielleicht hatten noch andere das selbe Problem, die zum ersten Mal Ramune trinken wollten.
    Wir bekamen die Flasche nicht auf! Da war die Flasche, eine seltsame Kappe und ein geschlossener Verschluss. Mit drehen und drücken kam man nicht weit. Dass die seltsame Kappe zur Lösung führen würde, konnten wir uns schon denken, aber auch das sollte nicht so funktionieren, wie wir es uns erhofften.
    Zum Glück ist uns die nette japanische Bedienung zur Hilfe geeilt und hat uns die Lösung des Rätsels gezeigt! Ohne sie, wären wir wohl nie an unser ersehntes Trinken gekommen.
    Allgemein war das Personal sehr nett und hilfsbereit, hat auch denen, die mit Okonomiyaki gar nichts anfangen konnten erklärt, was es ist und Empfehlungen zur Füllung gegeben.

    Mein erster Besuch hat mir dort sehr gefallen und gut geschmeckt. Wer also japanisch Essen gehen, aber mal was anderes als Sushi und Ramen probieren möchte, würde ich auf jeden Fall auch das Okonomiyaki-Restaurant ans Herz legen.

    INFO
    Adresse: Raumerstraße 1, 10437 Berlin
    Öffnungszeiten:
    Dienstag – Freitag 12 – 15 Uhr und 17 – 22 Uhr | WE/Feiertag 12 – 22 Uhr
    Anfahrt:
    U2 (Eberswalder Straße) | Tram M12 (Raumer Straße)
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