Konnichi wa! Frankfurt weiß-rot ! – Ramen Jun

    Gestern war die Neueröffnung des Ramenshops „Ramen Jun“ in der Frankfurter Innenstadt. Wir waren direkt vor Ort und haben für Euch Ramen getestet.

    Wir hatten Glück, da ich so schlau war und reserviert hatte. Gut Eigenlob stinkt, aber ich weiß nicht ob es nur daran liegt, dass Neueröffnung war… aber es gab eine mächtig lange Schlange vor dem Ramen Shop der in der Nähe der Frankfurter Messe eröffnete. Um 11:30 fing es offiziell an und bis 15:00 Uhr war wohl so viel los gewesen, dass die Ni-Tamago (Ramen Eier) komplett verzehrt waren.
    Für 18:00 hatte ich einen Tisch für drei Personen reserviert. Meiner besten Freundin, die seit wir in Japan gewesen waren, totaler Ramenfan ist und ständig davon schwärmt und einem japanischen Freund, der natürlich was von Ramen versteht.
    Wir waren etwas früher da, mussten aber draußen warten, da erst pünktlich um 18 Uhr wieder geöffnet wurde. Auch die Mitarbeiter und der Chef mussten sich Mittags ausruhen. Es warteten viele japanische Familien und auch Deutsche mit uns. Ein Mitarbeiter verteilte vorab schon mal Speisekarten die auf japanisch und englisch verfasst waren. (Es gab eine deutsche, als auch eine japanisch/englische Menükarte.)

    Die Karte

    Zu dem Menü lässt sich sagen, dass sie relativ übersichtlich ist. Aber das finde ich persönlich auch sehr gut. Das zeigt mir, auf was sich das Restaurant spezialisiert und dass sie sich auf genau diese Gerichte gut vorbereiten und daher wenig Abfallprodukte produzieren.
    Jedenfalls gab es außer Tonkotsu (Schweinebrühe), Miso Tonkotsu (Schweinebrühe mit Misopaste) und sogar vegitarische!! Ramen, noch Vorspeisen, Salate und Donburi (Reisgerichte). Zu den zwei Hauptgerichten Tonkotsu und Miso Ramen gab es 3 Variationen + 4 Toppingvariationen. Hört sich verwirrend an? Ist es nicht, wenn man dahinter steigt. Die drei Variationen setzten sich aus Normal, Aka und Kuro zusammen. Aka (rot) bedeutet scharf und Kuro (schwarz) ist mit schwarzem Knoblauchöl. Die 4 Toppings bestehen aus Ramen, Chashu, Deluxe und Special. Ramen wäre wahrscheinlich zwei Chashu Stücke (Schweinefleisch) und etwas Gemüse on top. Das weiß ich leider nicht so genau, da keiner von uns die „normale“ Version bestellt hatte. Allerdings ist es üblich dass man 2 – 3 Fleischstücke und ein Ei dazubekommt (jedenfalls in Japan). Die Chashu Version ist für Fleischliebhaber, denn da bekommt man gleich fünf Chashu Stücke serviert. Deluxe wäre vier Chashu Stücke und ein Ei. Zu guter letzt wäre da noch Special, welches aus zwei Scheiben Chashu, gerösteten Tomaten, Knoblauch, Avocado und einem Ei besteht.

    Was außerdem sehr nett ist, ist dass man bestimmen kann wie weich oder hart die Nudeln sein sollen und wie mild oder würzig die Suppe sein soll.
    Die Getränkekarte hingegen ist sehr kurz, hat aber Calpico auf der Liste. Was komplett fehlte war eine Dessertkarte, aber die würde man in Japan jedenfalls in einem Ramenshop auch nicht vermissen.

    Das Personal und die Location

    Wir wurden pünktlich um 18 Uhr aufgerufen und durften als alle ersten in den Laden hinein. Was uns dort erwartete war eine Kamera die direkt auf uns zu hielt. Gut das war ziemlich peinlich, aber wir haben uns davon nicht wirklich beirren lassen und nahmen in dem kleinen Restaurant platz. Da es sehr schnell voll wurde haben wir uns natürlich nicht weiter umgesehen. Schätzungsweise hatte der Ramenshop etwa 10 – 12 Tische, was nicht sehr viel ist. Die Einrichtung war modern, wirkte allerdings noch etwas unfertig. Ich empfand es noch ein wenig zu Leer, aber da kann man bei einer Neueröffnung natürlich ein Auge zudrücken, vor allem wenn das Personal so freundlich und zuvorkommend war. Wir wurden zwar nicht mit einem „irasshaimase“ begrüßt, aber das erwartet man in Deutschland ja auch nicht. Dennoch fühlte sich besonders meine beste Freundin direkt wie in Japan. Größtenteils war das Personal japanischer Herkunft und ich wurde mit einer Japanerin verwechselt, was nicht schlimm war da ich ja einen japanischen Freund dabei hatte der übersetzte. Als die Bedienung das merkte wechselte er direkt auf deutsch und englisch um. Also alles gar kein Problem.

    Das Essen
    Unsere japanische Begleitung bestellte für uns Gyoza (Teigtaschen) und einen Lauch Gurkensalat, was allerdings mit unserer Hauptspeise ankam. (Ich hab erst dann verstanden was er damit meinte, dass wir auf das Ramen warten sollten…) Meine beiden Begleiter bestellten Tonkotsu Chashu und ich Kuro Tonkotsu Chashu. Eigentlich wollten wir die Deluxe Version, aber die Ni-Tamago (Eier) waren alle ausverkauft.
    Die Gyoza waren groß und mit Schweinefleisch gefüllt. Der Teig war dick und gefiel mir besser als dünnere Teige. Der Inhalt war gut. Für mich hätte es noch etwas würziger sein können. Es war das erste Mal dass ich einen Lauch Gurkensalat aß. An sich sehr gut, allerdings war der Lauch schon ziemlich scharf.

    Gut! Kommen wir zum Hauptgang! Ramen!

    Wir drei hatten ja Vorkenntnisse und hatten auch in Frankfurt Ramen kosten dürfen. Und wir alle drei mussten gestehen, dass Ramen Jun bisher das beste Ramen serviert hatte, dass wir in Deutschland gegessen hatten.
    Die Brühe war auf den Punkt abgeschmeckt, die Nudeln sehr lecker und das Fleisch ebenfalls. Wobei es für meinen Geschmack gerne etwas weicher gekocht sein könnte – aber da scheiden sich die Geister gerne mal.
    Die Portion war sehr sättigend und vom Preis her konnte man für deutsche Ramenverhältnisse überhaupt nicht meckern! Vorallem wenn man solche Qualität vorgesetzt bekommt.

    Das Fazit

    Abschließend kann ich sagen, dass sich der Besuch bei Ramen Jun in allen Punkten gelohnt hatte. Es ist nur wenig Kritik anzusetzen, was allerdings alles Geschmackssache ist. Der Chef versteht sein Handwerk und scheint sich auch mit Herz und Seele daran verschrieben. Sein Ramen ist unglaublich lecker und daher war dies ganz sicher nicht mein letzter Besuch!

    Gastbeitrag von http://shizuka.de/

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