Das wollen japanische Shojo-Leserinnen wirklich mal erleben

Eine entsprechende Umfrage unter den Leserinnen wurde jetzt veröffentlicht

Okami Shojo to Kuro Oji
Bild: Okami Shojo to Kuro Oji Procution Committee

Während Manga für Jungen eher auf Abenteuer und Action ausgelegt sind, drehen sich Shojo-Manga eher um zwischenmenschliche Beziehungen und deren Probleme. Meist geht es um die schönste Sache der Welt, die Liebe.

Selbstverständlich haben auch die bekannten Mecha-Titel oder Ninja-Manga wie Naruto ihre weiblichen Fans. Allerdings wird es an dieser Stelle schwierig diese Motive in die reale Welt zu übertragen – noch zumindest. Da ist man mit einer schönen Liebesgeschichte im optimalen Fall schon näher an der Realität dran. Denn viele Shojo-Leserinnen, sowohl die japanischen als auch die deutschen, träumen im insgeheimen davon, so etwas wie im Manga auch mal wirklich zu erleben.

Die japanische Umfrage-Seite Minna no Koe fragte vor kurzem ihre Nutzerinnen und Nutzer, welche typische Shojo-Szene, egal ob aus einem Anime oder Manga, sie im wirklichen Leben gern einmal erleben würden. Insgesamt gaben über 2.000 Leute ihre Stimmen ab über 500 davon outeten sich als Frauen und auch 350 Männer standen dazu, dass sie an dieser Umfrage teilnahmen. Aus den Ergebnissen ergaben sich diese Top Drei Antworten:

3. Ein Mann sagt nachdrücklich zu ihnen “Wenn du etwas zu sagen hast, dann komm einfach und sag es!”

Alps no Shojo Heidi
Alps no Shojo Heidi

Dabei schlägt der besagte junge Mann mit der Hand gegen eine Wand, an der das Mädchen lehnt. Diese Szene hat sich in vielen Shojo-Titeln etabliert und wird immer wieder in die Story eingebaut. Das geschah deswegen, weil die Leserinnen sie einfach zu gerne sehen. Deswegen ist es nicht ungewöhnlich, dass diese Szene auch in dem Ranking auftaucht. Ob damit allerdings eine Liebeserklärung rübergebracht wird, oder es aggressiv wirkt bleibt dabei aber außen vor. Beide Möglichkeiten gibt es und alle beide sind beliebt.

2. Der Mann sagt zur ihr: “Warte, das ist gefährlich!” während er beschützend die Hand des  Mädchens hält.

Sommer der Glühwürmchen
Bild: Nana Haruta, TOKYOPOP

Überkochende Emotionen gehören in jede Shojo-Geschichte und deswegen laufen die Charaktere manchmal schon ein wenig benebelt durch die Gegend. Die meisten geraten in solchen Momenten in die Nähe des fließenden Verkehrs, sodass die Warnung nicht von ungefähr kommt. Oftmals gab es vorher Streit mit dem potentiellen Liebsten oder eine ähnlich aufwühlende Szene. Danach kommt dann meist der Junge als Retter in der Not und beschützt seine Freundin. Die beiden haben Körperkontakt und danach in der Regel auch die Gelegenheit, sich auszusprechen. Und schon ist das Happy End perfekt.

  1. Der männliche Charakter tätschelt dem Mädchen den Kopf und sagt ihr: “Das hast du wirklich gut gemacht!”

Für uns mag das zwar keine sehr romantische Vorstellung sein, aber sie passt sehr gut in die japanische Kultur. Demut und Aufopferung für die Gesellschaft gelten dort als bewundernswerte Tugenden und obwohl sie oft als Selbstverständlichkeit angesehen werden, freuen sich viele doch, wenn sie wenigstens ein kleines Lob bekommen. In Japan ist es selbstverständlich auch Dinge zu tun, die nicht zu den eigentlichen Aufgaben gehören, ohne das man dafür ein Lob erwartet und gerade deswegen freuen sich viele Shojo-Leserinnen, wenn wenigstens die Heldin in der Geschichte dafür belohnt wird.

Okami Shojo to Kuro Oji / Wolf Girl & Black Prince
Bild: Okami Shojo to Kuro Oji Procution Committee

1 KOMMENTAR

  1. Hier bei uns wäre sowas mit Sicherheit auch nicht schlecht. Aber bei dieser verrohrten Jugend von heute…? Hmm, wohl undenkbar…

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